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edi-e |
Das Ende der 2-Takter?
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03.05.2005 19:28:00 |
Druck
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Wie gehts weiter mit den 2 Taktern? Wenn man so zurückblickt gab es ja immer wieder Lichtgestalten die uns schon so manches prophezeit haben. So auch der
wohl Berühmteste unter ihnen, Nostradamus. Doch in all seinen unglaublich
bizarren Ausführungen steht nicht wie die Sache mit den 2-Taktern im
Offroadsport so weitergeht.
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Euro 3 - ein mächtiger
Tiefschlag
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"Mr 2-Takt" Sebastian Sekira |
Ich
erwartete mir ja nicht chronologische Aufstellung und Abfolge der Produktpalette
aller Racingeisen für die nächsten Jahre, aber ein deut in eine Richtung wäre
schon angebracht gewesen, hat ja sonst den Mund so voll genommen! Darum hab ich
mich auf die Socken gemacht um die richtigen Leute zu suchen die mir da
weiterhelfen können. Glücklicherweise sind wir ja in der fantastischen Situation
einen der Weltweit größten Offroadmotorradhersteller in unserer kleinen
Alpenrepublik zu haben. Nach ein paar Telefonaten, E-mails und 212km stand ich
dann Herrn Sebastian Sekira gegenüber, er sollte der Mann sein, der uns die
Zukunft voraussagen wird können. Gleich zu Beginn
unserer Unterhaltung ein mächtiger Tiefschlag, EURO 3! Recht viele positive Gefühle kommen beim dem Wort
Euro ja nicht mehr rüber, aber es sollte noch schlimmer werden. Es handelt sich
hierbei um eine neue
Abgasvorschrift die für Motorräder ab mod 2008 in Kraft tritt. Damit wird es
dann echt eng mit den straßenzugelassenen Sportenduros. Diese Schikane betrifft
sowohl 2- als auch 4-Takt Modelle. Nach Auswegen aus der misslichen Lage wird
bereits fieberhaft gesucht. Vorweg stellt sich die Frage, brauchen wir überhaupt
zugelassene Enduros? Naja, zieht halt schon mächtig bei den Hasen wenn man am
Eissalon mal kurz mit Flip-Flops und Crosshelm vorbeiwheelt. |
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Möglichkeit 1: Ausnahmegenehmigung zu
erzielen bei denen Prüfzyklen wie Kaltstarts weggelassen werden.
Möglichkeit
2: Neue Gemischbildungssysteme. Beim 2 Takter werden teilweise
Mischverhältnisse von 1:100 angepeilt, derzeit sind schon fast durchgängig 1:60
möglich, um smoke and smell (Image !) des 2-T stark zu reduzieren. Die
entstanden Partikel des mitverbrannten 2-T Öls stellt aber keine große Hürde zur
Erreichung der Abgasvorschriften für strassenzugelassene Fahrzeuge dar. Viel
mehr dafür die unverbrannten Kohlenwasserstoffe, die aufgrund der 2-T typischen
Spülverluste entweichen. Um diese zu verringern bzw. zu vermeiden und trotzdem
das Leistungspotential beibehalten zu können, werden derzeit andere
Möglichkeiten der Gemischbildung evaluiert. Eine Implementierung stellt aber
einen enormen Aufwand an Entwicklung dar. Bei Skidoos, Aussenborder und Scooter
bereits etabliert, ist die Umsetzung im Offroadsport eine wesentlich
schwierigere, da hier das Ansprechverhalten und die Gasannahme ganz entscheidend
sind um flotte Zeiten in den Dreck zu zeichnen. Wie schon erwähnt, ab 2008 wird
es sowohl für 2- als auch 4-Takter nach jetzigen Stand der Dinge eng mit der
Straßenzulassung.
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Frischer Wind bei den
2-Taktern?
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Schwierig
wirds auf alle Fälle für alle Hersteller von Sportenduros für den Europäischen
Markt. Für den Rest der Welt bleibt alles beim alten, dort darf gefahren werden
was gefällt. Doppelt verzwickte Situation für die Produzenten, da der
Europäische Markt nur einen Bruchteil des Weltweiten Motorradmarktes darstellt,
und die Kosten kaum hereingespielt werden können. Nur eines steht ohne Zweifel
fest, der 2-Takter wird uns im Offroadsport noch lange erhalten bleiben. So
setzten alle Hersteller in den letzten Jahren einen klares Zeichen und
Entwickelten ihre Produktpalette weiter. |
Damit steht der 2-Takter frischer da als je
zuvor. KTM setzte die Entwicklung ununterbrochen fort, obwohl die Japanische
Armada durch Reglementsveränderungen versuchte das 2-Takt Konzept zu
untergraben. Bei den Mattighofenern arbeiten 6 Mann unter der Leitung von
Sebastian Sekira mit seinem Experten Team Bernd Holzleitner, Alex Blantz,
Stockinger Hans, Gruber Andreas und Thomas Forthofer an der ständigen
Weiterentwicklung, und mit deren Enthusiasmus sind die Jungs Hundertschaften von
Japanischen Ingenieuren meist eine Nasenlänge voraus. Und eines steht fest, es
wird noch so manche Überraschung aus dem Hause KTM für die 2-Taktgemeinde geben.
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Der große 4-Takt Boom
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Auslöser
für den großen 4-Takt Boom war unter anderem, dass im Asiatischen Raum
unglaublich viele Motorräder verkauft werden, und auch dort aus
Umweltpolitischen Gründen der 4 Takter forciert wird. Nachdem der Motorsport ein
wichtiges Instrument der Image- und Werbepolitik ist, wurde der 4-Takter genutzt
um Ihn als besseres Konzept zu präsentieren.
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Am Markt setzte eine Retrobewegung ein, welche
sicher auch mit den Erfolgen der US Supercross Superstars, und den vielen
Erfolgen auf nationalen Meisterschaften zu tun hat, welche fast ausschließlich
auf 2-Taktern unterwegs sind. Ebenso werden sämtliche Hardcore Endurorennen wie
Erzberg, Roof of Afrika oder Red Bull Romaniacs ausnahmslos auf 2-Taktern
gewonnen. Aber viel Entscheidender für den normalo Fahrer sind die Vorteile im
Gewicht, und die wesentlich geringeren Anschaffung- und Wartungskosten. Gerade
letzteres ist ungemein wichtig um den Sport auch der Jugend wieder schmackhaft
und vor allem aber auch leistbar zu machen.
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Kein Konzept ist besser oder schlechter,
wichtiger ist das man die Objektivität behält und nach seinen Vorlieben und
Bedürfnissen handelt und nicht nach Trends. Und eines kann ich euch noch
prophezeien, die Rennen werden immer noch von den besten Fahrern gewonnen! Die
Welt ist noch gerecht! |
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