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Ob Baseballcaps, Sonnenbrillen, Laufschuhe, Unterhosen oder Socken.
Ich habe alles doppelt. Weil das Leben so einfach
abwechslungsreicher ist und man jede Woche eine andere Unterhose tragen
kann. Jetzt habe ich auch zwei Paar Motorradhandschuhe. Weil meine
rasante Entwicklung auf dem Ring auf einen baldigen Abstieg schließen
läßt und man in so einem Fall gerne eine Reserve dabei hat. Und weil ich
so die Artenvielfalt an meinem eigenen Körper unterstütze. Zu Rind und
Känguru gesellt sich nun auch ein Bewohner des Meeresbodens: Der Rochen. Was wären wir Motorradfahrer nur
ohne die Tierwelt. Zumindest nach jedem Sturz schwer verletzt. Da
unser eigener Hautanzug nicht sehr abriebfest und unser Fleisch und
unsere Knochen nicht sehr aufprallresistent sind,
müssen wir uns bei unseren niederen Verwandten bedienen und ihnen das
Fell über die Ohren ziehen. Das Tier stirbt, damit der Mensch leben
kann. So ist es immer schon gewesen.
Größter Kunde sind wir beim robusten, wenn auch nicht mehr
zeitgemäßen Rindvieh. Handschuhe, Lederjacken und -hosen, Kombis und Schuhe werden schon fast seit Urzeiten aus deren Leder
hergestellt. Noch besser geeignet ist allerdings das teure Känguruleder.
Es ist nicht nur bequemer zu tragen als Rindsleder und bietet somit mehr
Bewegungsfreiheit, sondern erhält selbst bei sehr dünner Verarbeitung
noch einen großen Teil seiner Zugfestigkeit, da die Zellstruktur eine
gänzlich andere ist. Das wiederum führt zu einem
geringeren Gewicht bei gleicher Widerstandfähigkeit.
Beim Känguru endet es dann auch schon mit den ausgefallenen,
organischen Materialien im Motorradsport. Zumindest war das bis jetzt
so. Denn Held hat ein neues Material entdeckt, das bisher sicher nur
die kränksten Gehirne zur Verwendung zum Schutz vor Verletzungen durch
Motorradunfälle in Betracht gezogen hätten. Die Rochenhaut.
Wir reden nicht von einem Tier mit dicker, von Fell überzogener Haut,
wie einer Kuh oder einem Känguru, wir reden von einem filigranen
Meeresgetier, der so genannten Meerespalatschinke (auch Seefetzn) mit
der korrekten lat. Bezeichnung Batoidea. Ein Fisch, der keine Hände hat,
und über die Jahrmillionen immer flacher wurde, um durch den
Türspalt ins Schlafzimmer schwimmen zu können, um sich fortzupflanzen, weil
er ja ohne Hände keine Klinke benutzen kann. Wer hätte gedacht, daß dieser durch die Evolution entstellte Knorpelfisch einmal unsere
Hände schützen würde, wenn sie mit hoher Geschwindigkeit über den
Asphalt schrubben?
Zum Einsatz kommt das Rochenleder bei Held am Handschuh "Phantom",
welcher aus Känguruleder gefertigt ist und das Topmodell in der Gruppe der Sporthandschuhe darstellt.
Zahlreiche Tests haben bewiesen, daß die Fischhaut durch eine sehr hohe
Abriebfestigkeit, die fast 5-mal so hoch ist wie die von Känguruleder, selbst bei Stürzen aus hoher Geschwindigkeit optimal schützt,
weshalb man den Handballen und die Fingerknöchel des Handschuhs damit
überzogen hat. Das Aussenmaterial ist zusätzlich mit
stoßabsorbierendem Gel unterlegt. Daumen und Oberhand sind mit Suprotect®-Spezialschaum
gepolstert, die Knöchel von einer Kevlar®
Schale umgeben. Man fühlt sich wie in einem Ritterhandschuh. An der
Oberhand perfekt gepanzert, trotzdem beweglich, mit viel Gefühl in den
Fingern, um nach dem Sieg das Burgfräulein beglücken zu können. Für
einen passgenauen Griff sorgt die starke Krümmung der Innenseite des
Phantom. Schließlich sind noch die faltenfreie Verarbeitung und eine
Spezialsteppnaht für einen herausragend bequemen Tagekomfort.
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