1000PS recherchierte nach und fand den Hasen züchtenden Motorradhasser in...
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Interview mit
DI Herbert Birnwachs |
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Das Böse lebt |
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| Nachdem das erneute Auftreten des DI
Birnwachs im 1000PS.at Forum mehr Staub aufgewirbelt hat als ein
Sandsturm in der Wüste, mußten wir den Dingen einfach auf den Grund
gehen. Nicht die Fragen "Woher kommen wir? Wohin gehen wir?" haben uns
beschäftigt, sondern vielmehr "Wo ist er? Und was machen wir mir ihm,
wenn wir ihn finden?" Nun, wir haben ihn gefunden, den pensionierten DI, leidenschaftlichen Hasenzüchter und radikalen Motorradfeind und er
erklärte sich tatsächlich bereit zu einem gewaltfreien Gespräch. |
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1000PS:
Herr Birnwachs. Vor 2 Jahren haben Sie zum ersten Mal mit einem Beitrag
in unserem Forum
auf sich aufmerksam gemacht. Vor ein paar Monaten haben Sie auch einen
Leserbrief an eine österreichische Motorradzeitschrift geschrieben. In unserem Forum treten sie laufend gegen Motorradfahrer auf. Seitdem ist Ihnen der Hass der Motorradgemeinschaft sicher. Welches Ziel
verfolgen Sie?
Birnwachs: Mein ursprüngliches wie auch
jetziges Ziel ist, diesem Lärmterror und der Raserei ein für alle Mal
ein Ende zu bereiten. Wie schon mein erster Aufruf gezeigt hat, besteht
enormer Handlungsbedarf, da es heutzutage offenbar Mode geworden ist,
Bewohner an Ausflugsstrecken zu sekkieren und zu belästigen. Die
Antworten auf meine Schreiben verdeutlichen recht eindrucksvoll, welcher
Schlag von Mensch auf diesen Krawallgeräten sitzt: |
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rücksichts-, verantwortungs- und respektlose Zeitgenossen, die nicht in der Lage
sind, über ihr Tun und Handeln entsprechend nachzudenken. Der Brief an diese
Zeitschrift war deshalb von besonderer Wichtigkeit, da diese Dolme nicht davor
zurückschreckten, sich mit einem Hasen auf dem Kopf zu „schmücken“ und diese
Fotos zu veröffentlichen. Mein Ziel, die Zulassung von Neumotorrädern bis 2012
zu verbieten, erfolgt in mehreren Schritten: zuerst sollen auf bekannten
Raserstrecken Temposchwellen im Abstand weniger Meter angebracht werden und die
Motorräder sollen eine Geräuschentwicklung von 55 Db nicht überschreiten dürfen. |
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Motorräder dürfen nicht lauter als 55 dB sein. |
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1000PS: Ihr Posting im 1000PS Forum hat für ein noch nie da gewesenes
Interesse gesorgt. Damit sollten Sie nun 95% aller österreichischen
Motorradfahrer erreicht haben. Glauben Sie, den einen oder anderen
bekehren zu können? Birnwachs:
Es freut mich das Interesse vieler Raser geweckt zu haben, wenngleich ich
befürchte, dass der überwiegende Großteil dieser Motorradfahrer nicht im Ansatz
verstanden hat, dass ich im Recht bin. Das merkt man schon an der unverschämten
Art, wie man versucht, mich zu beleidigen und lächerlich zu machen. Aber sollte
dem einen oder anderen Fahrer nun ein Licht aufgehen, kann dies als Erfolg
gewertet werden.
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1000PS: Beschreiben Sie bitte Ihre Lage. Wie ist die derzeitige
Situation in Ihrem Heimatort zu bewerten?
Birnwachs: Im Sommer, also der Motorradsaison, fürchterlich. Erst
unlängst wollten meine Frau und ich einen herrlichen selbstgebackenen
Zwetschgenfleck zur Jause auf unserer Terrasse zu uns nehmen, aber das wurde uns
gründlich verdorben. Der Lärm der vorbeibrausenden Höllengeräte ist nicht
auszuhalten.
1000PS: Dieser Lärmterror, wie Sie es nennen, ist aber für viele
Menschen ein Hobby, so wie die Hasenzucht für Sie. Auch darf man den
wirtschaftlichen Faktor nicht außer Acht lassen, als Beispiel möchte ich hier
das jährliche Harley Davidson Treffen in Kärnten anführen.
Birnwachs: Gut, dass Sie das ansprechen. Wir haben gerade noch
rechtzeitig von diesem abartigen Zusammentreffen erfahren und unseren bereits
gebuchten Urlaub stornieren müssen. Kärnten sieht mich sicher nicht wieder. Sind
dem Tourismusverband tatsächlich ein paar grölende Biertrinker wichtiger, als
kaufkräftige Touristen, die im Urlaub ihre wohlverdiente Ruhe haben möchten? Wie
ich in der Zeitung gelesen habe, mussten Straßen gesperrt werden, damit hunderte
von diesen Proleten rund um Kärntner Seen rasen konnten. Und das soll ein Hobby
sein? Auf öffentlichen Straßen Rennen auszutragen? |
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Mein Ziel: Bis 2012 Verbot von
Neuzulassungen. |
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Ein Tag im Leben des Herrn Birnwachs. |
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1000PS: Was haben Sie, neben Ihrem persönlichen Kreuzzug gegen das
motorisierte Zweirad und dem Züchten von Hasen, sonst noch für Hobbies?
Birnwachs: Ich würde das nicht als Kreuzzug, sondern als Aufklärung
bezeichnen. Wenn es meine Zeit zulässt, dann widme ich mich meinen zahlreichen
Büchern des hervorragenden und wichtigen Schriftstellers Konsalik.
1000PS: Haben Sie schon einmal einen ihrer Hasen durch einen
„Motorradunfall“ verloren?
Birnwachs: Nicht direkt. Wie ich aber schon bekannt gegeben habe,
erlitt einer meiner Hasen einen plötzlichen Herztod. Die Todesursache dürfte ein
Lärmschock gewesen sein und steht im unmittelbaren Zusammenhang mit einem kurz
zuvor vorbei gefahrenen Motorradfahrer. Ich habe damals Anzeige erstattet, die
Suche nach diesem Rowdy läuft noch. Nach meinem bisherigen Ermittlungsstand
handelte es sich dabei um ein rotes Yamaha-Motorrad.
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1000PS: Sind Sie im Besitz eines in Österreich gültigen Führerscheins?
Birnwachs: Selbstverständlich. Seit meinem 19. Lebensjahr besitze ich
eine Fahrererlaubnis. Natürlich nicht für Motorräder, das war und ist auch heute
noch gefährlich, daher nur für Autos. Nebenbei bemerkt ist dieser Füherschein
nicht nur in Österreich gültig, ich darf damit auch im Ausland fahren. Mit Stolz
kann ich sagen, dass ich seither unfallfrei fahre. Mit einer einzigen Ausnahme,
aber an diesem einen Unfall ist eigentlich meine Frau schuld. Sie hat mich
während der Fahrt angesprochen und mich so abgelenkt. Der Schaden war nicht sehr
groß, dennoch war ich verständlicherweise sehr verärgert. Duch meine jahrelange
ÖAMTC-Mitgliedschaft bin ich auch immer über alle Neuigkeiten und
Gesetzesänderungen informiert. |
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Hatte nur einmal einen Unfall - an dem aber meine Frau Schuld
war. |
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1000PS: Haben Sie jemals selbst ein motorisiertes Zweirad bewegt oder
hatten Freunde, die das für sie getan haben? Birnwachs: Ich pflege
keinen Umgang mit Motorradrockern.
1000PS: Waren Sie vor Ihrer Frühpensionierung zufällig bei den
österreichischen Bundesbahnen tätig?
Birnwachs: Frühpensionierung klingt in ihren Worten sehr abwertend und
fast ein bißchen süffisant. Tatsächlich aber habe ich meine Dienstjahre vor
Erreichen des gesetzlichen Mindesalters zum Penionsantritt erreicht.
Mit der ÖBB liegen Sie falsch, ich war in leitender Position an einer anderen öffentlichen Stelle beschäftigt. |
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1000PS: Ihre Meinung zu dem Spruch „Loud pipes save lives“?
Birnwachs: Ich kenne diesen Spruch nicht, aber wenn ich ihn richtig
übersetzt habe, ist er Blödsinn.
1000PS: Zum Abschluß bitte noch etwas Persönliches über Sie. Wie lautet
Ihre genaue Adresse?
Birnwachs: Da ich, nicht nur in Ihrem Forum, massiv bedroht wurde,
werden Sie hoffentlich verstehen, dass ich diese Information nicht preis geben
werde. Wie ich nachlesen konnte, haben sich sogar ein paar Halbstarke dazu
verabredet, mir und meiner Familie einen Besuch abzustatten und Ihre
Auspuffanlagen voll aufzudrehen. Das möchte ich weder mir, noch meiner
Nachbarschaft zumuten und jedem, den ich bei diesem Versuch erwische, verspreche
ich, dass er sein blaues Wunder erlebt. |
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Interessante Links:
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Interview: kot
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