Neues aus der Bogolei! Der unerschrockene Fleckerl hat sich unter den
gestrengen Augen des großen Bogolen mit wenig Geld viel Supermoto gebaut.
RMZ 450 im bogol'schen
Supermoto Trimm
Viel Spass für wenig Geld, die RMZ 450 im Supermoto Trimm.
Wer die Bogolei kennt, oder selbst schon mal dort war, weiß, dass Bogy
und sein Team immer Vollgas geben - sowohl bei der Arbeit als auch auf
dem Motorrad. Der bogol'sche Chefmechaniker Jürgen "Fleckerl" Fetik, hat
diese Saison den Supermoto Intercup ins Auge gefasst, und sich
vorgenommen, in der "Pilot Challenge" ordentlich anzureißen und keinen
Stein auf dem anderen zu lassen. Schon beim ersten Lauf der Supermoto
Meisterschaft in Fuglau überzeugte der motivierte Chefmechaniker mit
irren Rundenzeiten im Training und einer mörder Brez'n im zweiten
Rennen. Gott sei Dank blieb die edle RMZ beinahe unverletzt, im Gegensatz
zu Fleckerl, der das Rennen mit einigen Bänderrissen und einem
geprellten Knöchel abschloss. Durch Fleckerls Zwangspause hatte 1000PS
die Möglichkeit einen Blick auf die Suzuki RMZ 450 im Bogy Style zu
werfen, und mit dem Createur zu erläutern, welche Änderungen vorgenommen werden
mussten, um die RMZ rennfertig zu machen.
Fast zu edel, um damit in den Offroad Part vorzudringen.
Bremspumpe macht Halt wenn Stopp.
Kerniger Sound by Sebring.
Klein aber fein, Sliders schützen vor Abnützung.
Hydraulikreservoir für Flüssigkeiten aller Art.
Heimat von 54 Pferden.
Der Krümmer der Sebring Anlage mit Reso Rohr.
Im Grunde sind die Umbauten an der RMZ überschaubar und für
jedermann leistbar. Zu den
wichtigsten Punkten zählen die Felgen. Hier setzte man auf Style
und verbaute goldene EXCEL Takasago Felgen (vorne 3,5" hinten 5") die
auf roten TALON Naben montiert sind. Kostenpunkt der Felgen inkl. Nabe
ca. 1250 €. Damit die Fuhre auch g'scheit verzögert, musste die originale
Zweikolben Bremserei einer vierkolbigen TOKICO radial Bremszange
weichen. Die Zange stammt ursprünglich von einer GSX-R, der Adapter für
die Bremszange stammt von Braking. Betätigt werden die vier
Kolben von einer Magura Bremspumpe. Der Kaufpreis für die gesamte
Bremserei liegt bei etwa 950 € . Und damit die edlen Armaturen auch gut
geschützt sind, verbaute Fleckerl Alu verstärkte Handguards von Acerbis
um 79 €.
Da die RMZ in Punkto Fahrwerk ab Werk auf riesige Sprünge und holpriges
Terrain ausgerichtet ist, war die Abstimmung des Fahrwerks ein weiterer
wichtiger Punkt, um die Suzuki optimal für die "Pilot Challenge"
vorzubereiten. Bei dieser bedeutenden Aufgabe vertraute Fleckerl
ganz auf sich selbst und passte Federrate, Shims, Zug- Druckstufe,...
auf seine Anforderungen an. Für den Zusammenhalt setzten die Bogolen auf eine edle
Gabelbrücke von GDS, die sich dadurch auszeichnet, dass sie nicht wie
andere Gabelbrücken radial verschraubt ist, sondern axial. Dadurch
verspricht man sich einen besseren Halt der Gabel bei geringerer
Verformung der Holme. Die GDS
Gabelbrücke gibt's bei GDS Motorsport um 650€.
Hält bombenfest. Gabelbrücke von GDS.
RMZ 450 Video
1000PS war bei der ersten Trainingsfahrt von Fleckerl nach seinem Sturz
dabei. Bogy hat die Trainingseinheit auf Video festgehalten
Für die Aufgabe des Sounddesigns der Suzuki vertraut man auf die
Erfahrung von Sebring. Die Hunter Anlage verleiht der RMZ nicht nur
einen kernigen Sound, sondern sorgt auch für ein Leistungsplus von 4 PS
bei geringerem Gewicht. Der Gegenwert für eine Sebring Komplettanlage in
Titan Ausführung liegt bei äußerst humanen 713 €. Durchaus sinnvoll für
den Supermoto Einsatz sind auch die kleinen Ergänzungen, die Fleckerl an
der RMZ vorgenommen hat. Wie die Slider Aufsätze für die Fußrasten. Die
kleinen Kunststoffaufsätze sind für unter 10 € zu haben und schützen die
Fußrasten vor zu schneller Abnützung. Ebenso günstig wie die Sliders, aber nicht minder sinnvoll, ist das auf der RMZ verbaute
Hydraulikreservoir. Die Aufgabe des kleinen Flüssigkeitsbehälters liegt
darin, bei einem möglichen Sturz alle Flüssigkeiten (Benzin, Öl,
Kühlwasser) aufzufangen, um nachkommende Fahrer vor einem unwürdigen
Abgang zu bewahren.
Nach Fleckerls Zwangspause besuchte ich ihn
auf dem Rübenplatz in Bruck, um mich von seiner Genesung sowie der RMZ im
SM Einsatz zu überzeugen. Vor den ersten Trainingsrunden befürchtete
ich, dass Fleck nach seinem Abflug in Fuglau eine psychische Sperre zu
überwinden haben würde, wie es oft bei Rennfahrern nach Stürzen der Fall ist.
Anscheinend hat Fleckerls Kopf zwar ausreichend Volumen, um einen Helm zu
füllen, aber zu wenig Masse, um sich mit solchen Kleinigkeiten
auseinander zusetzten. Bereits in der zweiten Runde hobelte Fleckerl
über den unebenen und verwachsenen Rübenplatz, als ob es kein Morgen
gäbe. Umso verwunderter war ich, als Fleckerl nach knapp 20 Minuten von
der Suzi abstieg, sich eine Tschik anzündete und ohne irgendwie
erledigt auszusehen erzählte, wie einfach die RMZ zu fahren sei, und mit
wie wenig Kraftaufwand sich die gelbe Macht bewegen lässt. Ein Kriterium,
das im Renneinsatz die Spreu vom Weizen trennt, denn selbst der größte
Athlet wird nach kurzer Zeit die Segel streichen, wenn das Umlegen des
Motorrades mehr Krafteinsatz erfordert als ein Triathlon. Mit diesem
technischen Vorsprung braucht sich Fleckerl nicht Tag täglich auf den
lästigen Heimtrainer hocken und sich stundenlang abzustrampeln, sondern
kann sich stattdessen gemütlich ein paar Hülsenfrüchte
hinunterleeren und nebenbei ein paar Tschik inhalieren.
Vorsprung durch Technik sozusagen.
Wichtig für Fleckerl ist die Schutzbekleidung, man beachte die
Sportsocken Marke "Heereseigentum"