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TommyfromVienna |
GSX-R600 Renntrimm |
26.07.2011 |
Druck
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Obwohl sich japanische Supersportler ohnehin schon am Kurs wie zu Hause fühlen, lohnt es sich doch, sie bis zur Perfektion zu individualisieren. Die Suzuki GSX-R600 auf Leistung getrimmt.
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LIETZ-SPORT - Suzuki GSX-R 600 L1
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| Lietz Sport demonstriert anhand der neuen Suzuki GSX-R 600 eine Auswahl der
Möglichkeiten für einen Rennstreckenumbau. |
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Grundsätzlich sind die japanischen Supersportler, egal ob Yamaha,
Kawasaki, Honda oder Suzuki von der Basis schon sehr in Richtung Racing
ausgelegt. Man kann sie alle aus der Auslage nehmen und wird, wie sie
sind, auf der Rennstrecke seine Freude haben.
Wer sein Bike ausschließlich am Ring bewegt, und somit der STVO nicht
entsprechen muß, der hat alle Freiheiten um sein individuelles Bike zu
schaffen. Zugeschnitten auf die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse.
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Der erste Schritt ist natürlich der, dass die Originalverkleidung einer Polyester- oder Carbonverkleidung weicht und die nicht benötigten Teile wie
Scheinwerfer, Blinker, Spiegel, Hupe, Seitenständer, Soziussitzbank,
Kennzeichenhalter, usw. am Dachboden verschwinden. Die etwas
höhere Verkleidungsscheibe verbessert die Aerodynamik und schont die
Nackenmuskeln.
Die originale Auspuffanlage ist zwar schon relativ leicht geworden, ist
dennoch schwerer und bringt aber auch andere Nachteile. Gewicht,
Leistung und ganz besonders die bessere Wärmeableitung sprechen
eindeutig für die offene Remus-Anlage ohne Kat. Das RAM-Air-System, das am
Zubehör-Auspuff fehlt, arbeitet ohnedies nur in einem Drehzahlbereich
der für die 600er nicht relevant ist.
Originale Straßenreifen überhitzen sehr rasch und sollten spätestens bei
wärmeren Temperaturen gegen echte Rennreifen ersetzt werden. Die Marke
bleibt jedem selbst überlassen auch ob Profil oder Slick. Der hier
montierte Bridgestone R-10 harmoniert sehr gut mit der Suzuki.
Das Serienfahrwerk funktioniert grundsätzlich sehr gut, muß aber auch im
Soziusbetrieb, beim Komfort, bei Hitze und Kälte die Sicherheit
gewährleisten und die Ansprüche befriedigen. Es braucht einen großen
Verstellbereich fürs Prospekt, der klein genug ist, um auch den
ungeschicktesten Selberschrauber nicht in Lebensgefahr zu bringen.
Die besten Serienkomponenten können hier also immer nur einen Kompromiss
erzielen.
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Ein gut abgestimmtes Racing-Fahrwerk spart Reifen und bringt Sicherheit
und Fahrspaß. Dabei genügen meistens ein gutes Federbein und eine
Anpassung der Seriengabel sowie der Geometrie. Ein schadhafter
Antriebsatz, schlechte Kettenspannung sowie schiefe Positionierung der
Hinterachse sind häufige Fehlerquellen und müssen unbedingt
ausgeschaltet werden. Die Rückversetzung der Hinterachse bringt
zusätzlichen Grip verlangt aber auch eine Anpassung des Dämpfers. |
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"Das Letzte aus der Materie
rausholen" |
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Wer wirklich das Letzte aus seinem Fahrwerk rausholen will, dem sind
aber fast keine Grenzen gesetzt. Angefangen wird mit einer exakten
Rahmenvermessung um den Ist-Zustand zu erkunden. Mittels Distanzierung
der Radpositionen werden etwaige Fertigungstoleranzen minimiert. Die
Kettenspannmarkierungen werden auf exakte Gleichheit kontrolliert, und
gegebenenfalls angeglichen. Optimierung der Lagerspiele bringt
Perfektion in die Umlenkung.
In der Gabel wurde eine geschlossene Cartridge von K-Tech verbaut. Die
Dämpfung arbeitet perfekt. Beste Bremsstabilität und Rückmeldung für den
Fahrer sowie mehr Reserven im Grenzbereich. Auch aus einer kompletten
Gabel kann nur mehr geringfügig mehr herausgeholt werden. |
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Der geschwindigkeitsabhängige Lenkungsdämpfer arbeitet zwar sehr gut,
ihm wird aber von einer veränderten Übersetzung eine falsche
Geschwindigkeitsinfo gesendet. Der Zubehör Lenkungsdämpfer regelt zwar
nicht, lässt sich aber schnell und konstant einstellen. Der
Schaltautomat bringt nicht nur schnelleren Kraftschluss beim
Raufschalten. Er verhindert außerdem, dass durch die Lastwechsel, die
beim normalen Schalten entstehen, unnötige Unruhe ins Fahrwerk kommt.
Hier ist allerdings auf eine präzise Einstellung zu achten, um das
Getriebe zu schonen.
Ein weiterer Baustein ist der Verbau von leichteren Felgen.
Neben der
Reduktion des Gesamtgewichts und der ungefederten Masse, erleichtert die
geringere rotierende Masse das Einlenkverhalten und schont die Kräfte.
Die originalen Bremsscheiben konnten nicht auf die Felgen adaptiert
werden. So fiel die Entscheidung auch nicht schwer, gleich größere
Bremsscheiben zu montieren. Durch die Wave-Ausführung konnte das Gewicht
dabei gleich bleiben. Die Suzuki Originalbremsklötze bieten beste
Performance und wurden beibehalten. Die originalen Brembo-Bremssättel
sind superleicht und werden von einer 19er Brembo Bremspumpe über
Stahlflexleitungen angesteuert. Die größere Pumpe erfordert weniger
Handkraft und bringt konstantere Dosierung. Der Kurzhubgasgriff
erfordert zwar mehr Obacht bei der Gasdosierung ist aber sehr hilfreich
um beim Gasgeben nicht nachgreifen zu müssen. Die Zubehörlenker lassen
sich auf die gewünschte Position verstellen. |
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| Zwischensteuergeräte sorgen für
"stille Post" |
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Für den besseren Vortrieb wurde darauf geachtet die Verlustleistung
möglichst gering zu halten. Eine leicht laufende, schmälere
Antriebskette, sich leicht drehende Räder sowie genügend Freigang bei
den Bremsen, bedürfen nicht nur einen zeitaufwändigen Aufbau, sondern
auch permanenter Pflege um dies zu erhalten.
Das Motormanagement ist so komplex, dass nur komplette Steuergeräte eine
vernünftige Lösung bieten. Jede Art von Zwischensteuergerät verzögert
den Datenfluß, und ist damit in etwa so, wie „stille Post“. Bei der
Lietz-GSXR wurde am originalen Steuergerät Hand angelegt: die
abgasbedingten Sperren von 2./3. Gang entfernt, die beiden
Einspritzmapping der offenen Auspuffanlage und dem Motor angepasst, die
Sekundärklappensteuerung optimiert, der Schaltautomat aktiviert und
eingestellt. Die ausgebauten Teile wie Puls-Air, EXUP-Motor,
Lambda-Sonde, Kühlerlüfter, Geschwindigkeitssensor, Lenkungsdämpfer
sowie Zündschloß inkl. Wegfahrsperre wurden direkt im ECU deaktiviert.
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Am Motor selbst wurden nur geringfügige Modifikationen durchgeführt:
eine leichte Verdichtungserhöhung, Ventilfeineinstellung, Optimierung
der Steuerzeiten sowie der Einbau eines manuellen Steuerkettenspanners
bringen ein befriedigendes Ergebnis. Wer richtiges Geld ausgeben möchte,
kauft das Yoshimura Kit-Getriebe sowie die Kit-Lichtmaschine und wird
mit dem größten Leistungszuwachs bei gleich bleibender Lebensdauer
belohnt. Feintuning im Motor setzt auch noch versteckte Kräfte frei.
Um den Motor im Fall eines Sturzes vor Ölaustritt und Schmutzeintritt zu
schützen empfiehlt es sich, die gefährdeten Deckel durch Carbonschoner
abzudecken. Der Optik schadet es auch nicht. Gleiches gilt für Rahmen
und Schwinge, die ja auch durch etwaige Steinschläge schnell an Wert
verlieren.
Um die Service- und Montagefreundlichkeit zu erhöhen, wurden zum Beispiel
die Raddistanzen in den Felgen sowie dem Kettenradträger fixiert. Die
Ritzelabdeckung wurde modifiziert, Schnellverschlüsse und
Steckverbindungen montiert, überschüssige Kabel und Schläuche entfernt.
Der Tankdeckel gegen einen schlüssellosen getauscht. |
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Ein besonderes Zubehör für die Technikfreaks bietet das Datarecording
samt Display. Drehzahl, Schaltblitz, eingelegter Gang, Motortemperatur,
genauer Tankinhalt, schnellste sowie aktuelle Rundenzeit werden
permanent angezeigt und gespeichert. Unter anderem werden hier
Gasstellung, Lambdawert, Vorder- sowie Hinterradgeschwindigkeit,
Bremsdruck, Dämpferstellung vo+hi, Batteriespannung,
Sekundärklappenstellung, dreidimensionale G-Force sowie die genaue GPS
Position bis zu 200 Mal pro Sekunde gemessen und aufgezeichnet. Per PC
lassen sich damit unzählige Daten auswerten und Berechnungen erstellen.
Schneller wird man allein dadurch allerdings nicht. Hilfreich bei der
Abstimmung von Motor, Übersetzung, Fahrwerk und zur Fehleranalyse ist es
allemal.
Abschließend gilt zu sagen, dass die neue GSXR 600 ein ausgesprochen
feines Motorrad geworden ist. Die radikale Abmagerungskur, das
wesentlich bessere Handling sowie der stärker gewordene Antrieb haben
die, in den letzten Jahren bestimmt unter ihrem Wert geschlagene Suzuki,
nun endgültig wieder auf Augenhöhe gebracht.
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Interessante Links:
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Fotos: Lietz |
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| 1000ps Data Recording |
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online seit : 304 Tagen |
gelesen: 10377 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: SUZUKI GSX-R 600 |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 61,90 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 9,52 % der Bewerter in Frage
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