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Der letzte Versuch war jämmerlich. 2009 wollte Michelin mit dem Power One an
Dunlop und Pirelli verlorenes Terrain zurückgewinnen. Doch damals wurde die
Produktentwicklung von den Ingenieuren der Serienentwicklung vorangetrieben.
Unser schnellster Mann in der Redaktion Klaus Grammer, kam damals mit den
Michelins in der ÖM schwer unter die Räder. Für 2012 soll alles anders werden.
Die neuen Pneus "Michelin Power Cup", "Power Slick" und "Power Rain" wurden in
der Rennsportabteilung entwickelt. An vorderster Front mit dabei, war auch die
YART-Truppe von Mandy Kainz welche mit viel Input aus der Langstrecken WM die
Produktentwicklung vorantrieben.
Klaus Grammer fuhr am Slovakiaring auf seiner ZX-10R vom Vorjahr bereits den
neuen Michelin im Vergleich zum "Vorgängermodell". Dabei wirkten sich die
Änderungen an der Karkasse massiv aus. Mit den alten Pneus, hatte er sehr oft
Probleme mit Lenkerschlagen. Die Karkasse vom Hinterreifen war sehr steif, beim
aktuellen Modell hat man hinten eine Gewebelage weniger verbaut. Der Reifen wird
dadurch leichter, flexibler und fühlte sich in der Praxis schon viel
unkomplizierter und ruhiger an. In der Mischungskombination vorne "B" und hinten
"C" hat der neue Pneu jedoch kein konkurrenzfähiges Griplevel und ist als
Endurance Reifen positioniert. 500 km waren laut Grammer kein Problem, aber
Top-Rundenzeiten werden mit der "C" Mischung unerreichbar bleiben. |