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nastynils |
KTM 690 Duke am Ring |
21.05.2008 09:08:00 |
Druck
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Diese Nackte macht alles mit. Nonstop vom Schauraum auf die Rennstrecke.
KTM 690 Duke
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Mit der Duke am Ring - Wenig
Aufwand, große Wirkung |
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Ein Blick aus dem Fenster,
dann war alles klar. Die Sonne motivierte mich um 8:00 Uhr morgens und
ich schlüpfte raus aus der Bürokluft und rein in die Lederhaut. Heute
war Montag - der erste im Monat, und in der Garage steht eine Duke. Was
das zu bedeuten hat: Runter am Pannoniaring, dort steigen die Berger
Racedays mit einem Naked Bike Rennen. |
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Solch kurzfristige Entscheidungen
machen nicht viele Motorräder mit. Doch die Duke ist flexibel und fährt
mit mir auch gerne auf die Rennstrecke und nicht ins Büro. Die Anreise
vom Pannoniaring dauert von mir nur eine Stunde und das ist für uns
beide auch gleich eine perfekte Aufwärmübung. Vor dem Auftritt auf der
Rennstrecke müssen wir einander gut verstehen.
Naked Bike - keine Supermoto
Ich verstehe die Duke ganz klar
als Naked Bike - also nicht als Supermoto mit etwas mehr Verkleidung.
Sie ist doch deutlich anders als zum Beispiel die scharfe 690 SMC von
KTM. Die SMC hat einen anderen, noch stabileren Rahmen und deutlich
weitere Federwege. Die Duke ist aber ein reines Strassenmotorrad mit
sportlich abgestimmten Federelementen. Sie fährt also in den Schauräumen
in einer Liga mit Hornet, GSR, FZ-6, Street Tripple und Z750. Jedoch mit
ein paar wesentlichen Unterschieden. Der Einzylindermotor der KTM ist
mit 65 PS deutlich schwächer als die 100PS Aggregate der Japaner.
Trotzdem kostet die KTM deutlich mehr als die anderen Maschinen in
dieser Liga. Sitzt man länger im Sattel, beginnt man aber zu verstehen.
Die KTM hat zwar nur 65 PS aber auch nur 148kg ohne Benzin. Das sind ca.
40 kg weniger als der Rest der Meute die dann auch noch mit dem
hochwertigsten Fahrwerk der Klasse kombiniert wurden. Auf der
Buckelpiste hinunter am Pannoniaring wäre eine weiche Sänfte zwar
angenehmer, aber ich hätte die Federelemente ja auch mit dem Setup
"KOMFORT" ausstatten können. So mussten wir beide mit dem straffen Setup
hinunter zur Rennstrecke hoppeln.
Dehnbarer Begriff
"serienmäßig"
Ich kenne viele Storys von Hobbyracern die mit ihren
"serienmäßigen" Motorrädern Spaß auf der Rennstrecke haben. Doch diese
serienmäßigen Motorräder haben dann "eh nur" andere Bremsleitungen, einen
anderen Auspuff, ein anderes Federbein, andere Gabelfedern und eine
Nachbauverkleidung. Serienmäßig ist dann nur noch der Motor, was heutzutage aber
ohnehin kein großes Handicap mehr darstellt. |

Nackt und serienmäßig wie KTM sie schuf. Photos: PanPhoto |
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Meine KTM Duke jedoch fuhr bewaffnet mit Bordwerkzeug und
den Serienreifen Dunlop GPR zum Pannoniaring. Unten angekommen senkte ich den Luftdruck der
Reifen um jeweils 0.3 bar. Die nächste Hürde wäre nun das Einstellen vom
Fahrwerk. Doch hier hat KTM ein fertig ausgearbeitetes Setup für "Komfort",
"Standard" und "Sport" in Form eines Schummelzettels unter der Sitzbank
montiert. Das Bordwerkzeug reicht um die paar Clicks einzustellen und reicht
auch um die Spiegel abzunehmen. Da ich mich heute besonders schnell fühle,
stelle ich das Fahrwerk an allen Schrauben noch um 2 weitere Clicks
straffer als es mir KTM mit "Sport" empfiehlt - ich brauche das fürs
Ego. Ein paar Minuten später drehe ich schon die
ersten Runden mit der Duke auf der Rennstrecke.
Es ist so leicht ein schnelles
Motorrad zu bauen - mach es leicht!
Das ganze Motorrad lebt vom
niedrigen Gewicht und den hochwertigen Komponenten. Beim Anbremsen zum Beispiel
benötigt man nur eine Bremsscheibe vorne. Denn das Gewicht vom Motorrad ist
niedrig und die Bremsanlage ist feinste Ware von Brembo. Sehr exakt zu dosieren
und sehr hart im Biss lässt die Bremse keine Wünsche offen. Praktisch, dass die
eine Scheibe Gewicht spart und so das Vorderrad viel leichter ist, als beim Rest
des Feldes. Die Duke lenkt schneller ein und ist mit der Kurve bereits fertig
wenn die anderen noch in starker Schräglage sind. So greifen die Maßnahmen der
KTM-Techniker nahtlos ineinander und man hat ein leichte und beispiellos
handliche Waffe in der Hand. Je schneller die Kurven wechseln und je
enger die Radien, desto größer die Vorteile der Duke. Am Kurvenausgang
ist der Leistungsnachteil durch den höheren Kurvenspeed der Duke noch
gar kein Problem. Erst auf der Zielgeraden scheren die Japaner zum
Überholmanöver aus.
Die Problematik mit schwächeren
Motorrädern die höheren Kurvenspeed fahren können ist bekannt. Man
könnte im Rennen die Kurve schneller fahren, hat vor sich aber jemanden
mit viel mehr Power im Motor der langsamer um die Ecke fährt. Man rollt
die Kurve hinterher um dann auf der Geraden gedemütigt zu werden. |
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Beim freien Fahren gelingt der
Slalom zwischen den Supersportlern perfekt. Denn zusätzlich zum höheren
Kurvenspeed kann man mit der Duke auch viel engere Linien fahren als die
Kollegen mit den starken Motorrädern. So fällt es leicht zu überholen
und man kann sich in den zahlreichen Kurven genug Vorsprung herausfahren
um auf der Zielgeraden zu überleben. nils1Die fehlende Leistung kommt
natürlich an einigen Stellen zum Vorschein, doch Spass hat man trotzdem wie auf
einer großen Maschine. Der Motor wird den ganzen Tag lang geprügelt und gewürgt
und wirkt aber trotzdem niemals angestrengt. Ein großer Unterschied zu den
Expeditionen mit auf Supermoto umgebauten EXCs, die auf der Boxenmauer
immer für mitleidige Blicke sorgen.
Motor stärker als der Nacken
Bei der Anreise mit dem Motorrad
war es so, dass meistens mein Nacken und mein Ärmel vor dem Motor um Gnade
flehten und der Gasgriff zugemacht wurde. Bis Tempo 180 wird zügig beschleunigt,
darüber benötigt man Geduld, Glück oder Rückenwind. Mit knapp 10.000 Euro ist
die Duke zwar kein Schnäppchen, erweckt aber bei jedem Auftritt genauso viel
Interesse wie deutlich teurere Motorräder. Das kleine Einzylindermotorrad wirkt
edel und hochwertig und sorgt für viel Zustimmung im Fahrerlager. Das
überraschte mich ein wenig, denn mit der 690er SM von KTM war man im
Rennstreckenfahrerlager irgendwie noch ein Fremdkörper. Ein wenig
Plastik, ein wenig mehr Design und schon ist man herzlich willkommen in
der Familie der Rennfahrer.
Begeistert hat mich das
Verhältnis von Arbeitsinput / Leistungsoutput bei der KTM 690 Duke.
Wirklich null Aufwand und man kann sofort akzeptable Rundenzeiten fahren
(Linkskurs 2:17, Rechtskurs 2:14 mit Serienreifen). Beim Einlenken
triumphiert man mit der Handlichkeit, beim Rausbeschleunigen mit dem
stabilen Fahrwerk. Die fehlende Leistung ist auf Rennstrecken wie dem
Pannoniaring kein Nachteil. Ich kenne die Meute der 600er Nakedbikes
genau und weiß, dass ich im Originalzustand mit keiner schneller fahren
kann als mit der der Duke. Was hier auf der Rennstrecke am Pannoniaring
gilt, gilt in kurvigen Wochenendrevieren noch viel mehr. |
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Duke-Impressionen: Photos von Herwig
Peuker
10.000 Euro für 65 PS -
trotzdem ausverkauft
Ich war jedoch vom Verkaufserfolg
der Duke doch etwas überrascht (Im Moment sieht die Liefersituation so
aus, dass von der ersten Produktionstranche in Österreich alle
ausverkauft sind und möglicherweise im Sommer noch ein paar orange
Stücke zur Verfügung stehen). Der Einzylinder kostet 10.000 Euro! Gibt
es so viele Leute die keine 100 PS brauchen um ihr Ego zu stabilisieren?
Ich glaube bei bisherigen Einzylindern war immer das Design, nicht aber
die fehlende Leistung das Problem. Die Duke schafft es auch als kleiner
Einzylinder echt hochwertig auszusehen.
Wer Interesse an einer Duke hat,
kommt im Moment nur schwer an eine Probefahrt ran. Denn die KTM-Händler
machen auch die Vorführer sofort zu Geld - fast alle Kunden kaufen ohne
Probefahrt. Ein guter Tipp wäre da zum Beispiel die Firma Mex Motorbike
in Oberösterreich. Dort kann man für 99 Euro die 690er Duke einen ganzen
Tag fahren oder für 180 Euro auch gleich ein ganzes Wochenende. (Details
hier) |
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| Ein kleiner Baustein im großen
Mosaik für irres Handling. Leichte Einscheibenbremse mit hochwertiger
Bremboanlage. |
Sowohl Kupplung als auch Bremse
sind sehr sauber zu dosieren und sehen auch richtig geil aus. |
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| Hier schlummern die zusätzlichen
PS der Duke im Vergleich zu den anderen 690er Modellen. Der große
Auspuff unterm Motor bietet mehr Volumen. Gut das er hübsch versteckt
ist. |
Find ich an der Duke 690 etwas
überflüssig: Mittels billig wirkendem Schalter, können 3 verschiedene
Mappings gefahren werden. Hat auf der Enduro viel Sinn, an der Duke
brauch ich es nicht. |
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| Bin ich damit schneller? Kann ich
damit einen Pokal holen? Hübsch anzusehen ist er auf alle Fälle und die
mörderische Carbonabdeckung aus dem Zubehör ebenso. |
Aber meine eiserne Regel für die
heurige Duke Saison lautet: Es werden nur jene Arbeiten am Motorrad
durchgeführt, die nicht mehr Werkzeug verlangen als das Bordwerkzeug. |
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Photo:
www.daknipsi.com
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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KTM 690
Duke - technische Daten
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| Motorbauart |
Einzylinder, 4-Takt |
| Hubraum |
654 ccm |
| Bohrung x Hub |
102 x 80 mm |
| Leistung (homologiert) |
48 kW @ 7500 rpm / 65,3 PS |
| Max. Drehmoment |
67 Nm @ 5500 rpm |
| Kompresssion |
11,8:1 |
| Starter |
E-Starter |
| Getriebe |
6 Gänge, klauengeschaltet |
| Steuerung |
4 V / OHC mit Kipphebeln |
| Schmierung |
Druckumlaufschmierung mit 2 Ölpumpen |
| Motorschmierung |
10W60 |
| Primärtrieb |
36:79 |
| Sekundärtrieb |
16:40 |
| Kühlung |
Flüssigkeitskühlung |
| Kupplung |
APTC Mehrscheibenkupplung im Ölbad,
hydraulisch betätigt |
| Motor Management |
Keihin EMS mit EPT (Electr. Power
Throttle) |
| Rahmen |
Chrom Molybdän Gitterrohrrahmen,
pulverbeschichtet |
| Rahmenheck |
Aluminium 7020 |
| Lenker |
Aluminium Ø 28/22 mm |
| Federung vorne |
WP USD Ø 48 mm |
| Federung hinten |
WP Monoshock mit Pro-Lever |
| Federweg vorne / hinten |
140 / 140 mm |
| Bremse vorne |
Brembo Vierkolben-Radialfestsattel,
Bremsscheibe Ø 320 mm |
| Bremse hinten |
Brembo Einkolben-Schwimmsattel,
Bremsscheibe Ø 240 mm |
| Felgen, vorne / hinten |
3,5 x 17"; 5 x 17" |
| Bereifung vorne / hinten |
120/70 R 17"; 160/60 R 17" |
| Kette |
X-Ring 5/8 x 1/4" |
| Batterie |
12 V / 8,6 Ah |
| Enddämpfer |
Edelstahl-Unterflur-Schalldämpfer mit
geregeltem Katalysator |
| Steuerkopfwinkel |
63,5° |
| Nachlauf |
115 mm |
| Radstand |
1472±10 mm |
| Bodenfreiheit unbelastet |
155 mm |
| Sitzhöhe |
865 mm |
| Tankinhalt |
ca. 13,5 Liter / 2,5 Liter Reserve |
| Gewicht (ohne Benzin) |
ca. 148,5 kg |
| Preis Österreich |
9.998 Euro |
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| 1000ps Data Recording |
KTM 690 Duke am Ring |
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online seit : 1466 Tagen |
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Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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ein Kauf heuer kommt für 21,13 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 53,52 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: KTM 690 Duke am Ring von
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