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| karolettaLambretta |
Piaggio X7 125 |
26.08.2008 11:40:00 |
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Piaggio setzt uns mit dem X7 einen frischen Gran Turismo-Roller in der Achtelliter-Klasse vor. Eine Kreuzung, neudeutsch ein Crossover, aus agilem City- und komfortablem Großrad-Scooter, der auch für Picknick-Ausflüge ins (nahe) Grüne taugt. Und dabei preislich im Rahmen bleibt.
Piaggio X7 125
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Akte X - Ein Kleiner macht
einen auf Groß |
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Rundum ein Granturismo – das Styling ist
sportlich-fesch, wenn auch kein Design-Meilenstein. |
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GT-Roller haben bei Piaggio
Tradition. Siehe XEvo 400i.e. und X8
400i.e. (oder auch 250) - Maxi-Scooter mit großen Rädern, komfortablem
Fahrwerk, bequemer Sitzbank und ordentlich Stauraum, Windschild
inklusive, mit denen man auf kleinere und größere Reisen gehen kann.
Worauf vor allem die Italiener besonders abfahren. Zunehmend auch die
Österreicher.
Man braucht halt einen A-Schein für diese Gefährte.
Bisher gab’s bei Piaggio zwar den X8 125 für jene, die den großen
Zweirad-Deckel nicht haben. Doch der kostet fast 4.000 Euro. Auf die
Frage „gibt’s da nicht auch was Günstigeres, Kompakteres?“, gab’s bisher
keine Anwort. Jetzt, im Modelljahr 2008, aber schon. Die lautet X7,
kostet immerhin 500 Euro weniger und kann auch viel.
Was, das haben wir uns im gemischten Programm angeschaut.
Erste Feststellung: Wirklich kompakt der X7 nicht. Er wirkt recht
mächtig, ist auch mit nur knapp unter 170 Kilo nicht gerade ein
Federgewicht. Trotzdem erfüllt er den Agilitätsanspruch souverän, hält
sich auch fern von jeglicher Kippeligkeit. Mit moderater 790-mm-Sitzhöhe
und im vorderen Bereich schmaler Sitzbank ist er auch von zart gebauten
Menschen leicht unter Kontrolle zu halten. |
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Vom Antrieb, dem 15 PS-Vierventiler, darf man
sich keine Leistungs-Explosion erwarten. Prompt und solide ist der
Antritt jedoch allemal, das Einzylinder-Aggregat - die Spritversorgung
erfolgt bei aufrechter Euro 3-Konformität über Vergaser – leistet sich
keine Nachdenkpause und liefert ansprechenden Durchzug.
Die Power reicht in der Stadt sowieso aus, auf Autobahnetappen
bleibt man bei knapp über 100 km/h Top-Speed eh besser auf der rechten
Spur (auf dem Tacho standen mitunter 120 km/h, was nach „Abzug der
Messtoleranz“ übrigbleibt, dürfte um die 110 liegen). Dabei schluckt er
gar nicht so wenig vom mittlerweile sehr teuren Saft. Um die vier Liter
auf 100 Kilometern. Trotzdem muss man nicht jede Tankstelle ansteuern,
der Tank ist groß genug und gut für 250 Kilometer und mehr Reichweite.
Sportlichkeit führt man – ähnlich wie in der Autowelt – im
Rollersegment gerne als Verkaufsargument an. Die Sitzposition ist eher
kommod. Trotzdem gibt’s direkten Kontakt zum Vorderrad, ein Gefühl für
das, was sich an der Front tut, stellt sich schnell ein. Die
Einlenk-Präzision passt, die Ausgewogenheit auch, mühelos kann man
zwischen gestauten Autos durchwinkeln, ohne zu ins Eiern oder Geigeln zu
geraten.
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Dasselbe gilt für die Kurvenstabilität.
Es ist gar nicht
notwendig zum Beispiel auf arg ausgebeulten Südosttangenten-Auf- und
Abfahrten vom Gas zu gehen. Das Fahrwerk schafft einen guten Kompromiss
zwischen komfortabel und straff. Bodenunebenheiten bügelt die Federung
weg, ohne zu stoßen oder gar Aufschaukeln zu produzieren.
Aus der Spur
galoppiert der X7 selbst bei gröbsten Fahrbahnzuständen nicht, auch wenn
man immer genau spürt, woran/worauf man gerade ist. Trotz der doch recht
beachtlichen Angriffsfläche haben Seitenwind & Co. kein leichtes Spiel
mit ihm, er bleibt von wilden seitlich daherkommenden Böen weitgehend
unbeeindruckt. |
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Verrichten ihre Arbeit brav und effizient: die
Federbeine |
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Der Tank-Zugang sitzt unter der
Sitzbank, die entriegelt man auf Zündschloss-Druck. |
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Die Sitzbank ist im vorderen Bereich ziemlich schmal,
der Beifahrerplatz ist ausladend breit, die Sozius-Füße ruhen auf
integrierten Trittbrettern. |
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Wenig bissig fühlen sich die Bremsen an. Man muss kräftig am
rechten Hebel ziehen. Die Wirkung stellt sich dann jedoch prompt ein.
Gewöhnungssache. Mitarbeit am linken Hebel kann jedenfalls nicht
schaden. Doch Unzuverlässigkeit darf man den Ankern beileibe nicht
unterstellen.
Ein Standard-Argument für Roller
ist: Stauraum. Davon bietet der X7
natürlich einiges. Unter die Sitzbank passen, obwohl es auf den ersten
Blick nicht so aussieht, ein Integralhelm (allerdings möglichst ohne
Spoiler und sonstige Fortsätze) und ein Jethelm. Oder ein Laptop. Oder
was auch immer. An der Frontverkleidung gibt’s einen soliden Haken. Zu
groß, vor allem zu lang sollten dort transportierte Taschen möglichst
nicht sein, damit sie nicht auf dem Mitteltunnel aufliegen. Sonst müsste
man sie mit den Füßen fixieren. Zusätzlich ist in ebendiese
Fronverkleidung ein Fach integriert, das mehr schluckt als nur ein Paar
Handschuhe. Manko: Der Deckel ist nicht versperrbar und rastet nur mit
einigem Nachdruck ein.
Was bietet der X7 sonst noch an GT-Mitgift? Eine Frontscheibe.
Die ist mit dem Lenker, ebenso wie die Armaturen fix verbunden. Anfangs
nervt sie ein wenig. Ist man mittelgroß hat man die Wahl zwischen
Hohlkreuz und aufrecht Sitzen um drüber- oder Buckel machen, um
durchzuschauen. Zweiteres gibt ein leicht verzerrtes und verfärbtes –
weil die Scheibe rauchgrau ist - Umweltbild wider. Der Scheibenrand ist
jedenfalls immer und überall im Blickfeld. |
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Was bietet der X7 sonst noch an GT-Mitgift? Eine Frontscheibe.
Die ist mit dem Lenker, ebenso wie die Armaturen fix verbunden. Anfangs
nervt sie ein wenig. Ist man mittelgroß hat man die Wahl zwischen
Hohlkreuz und aufrecht Sitzen um drüber- oder Buckel machen, um
durchzuschauen. Zweiteres gibt ein leicht verzerrtes und verfärbtes –
weil die Scheibe rauchgrau ist - Umweltbild wider. Der Scheibenrand ist
jedenfalls immer und überall im Blickfeld. |
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Was es nicht
gibt ist ein Seitenständer.
Dafür lässt sich der X7 wirklich kinderleicht auf den Hauptständer
hieven. Davon wieder runter auch. Beim Zündschloss wurde gespart. Der
Öffnungs- und Schließvorgang geht nicht über ein Schlüssel-Drück- und
Dreh-System, sondern erfolgt durch Drücken des Zündschlosses. Mit dem
Finger. Dafür ist Nachdruck erforderlich. Oder ein Instrument. Zum
Beispiel das stumpfe Ende des Schlüssels. Der Beifahrer stützt seine
Haxen nicht auf einen Fußraster sondern auf ein integriertes Trittbrett.
Auf eine Tageskilometeranzeige hat Piaggio verzichtet. Auf eine
elektronische Wegfahrsperre auch. Was es zusätzlich gibt: unter anderem
ein 44 Liter-Topcase. Wenn das nicht zur Hand ist, kann man allerlei
Dinge hintendrauf schnallen: Große Schachteln etwa, in die Elektrogeräte
verpackt sind. Ausprobiert. Es hat funktioniert. |
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Das Styling bezeichnet Piaggio als dynamisch. Mag
sein. Das ist Geschmackssache. Der X7 ist nicht unfesch. Im Vergleich zu
seinen Konzernbrüdern – Vespa, Gilera, Derbi – ist er jedoch eher
konventionell gestylt. Das spiegelt sich auch in den bei uns verfügbaren
Farben wider: Schwarz, Silber, Weiß. Es ist halt bei Piaggio ein bissl
so wie im Fiat-Konzern. Die Fiats sind auch eher die Hackler. Mit
Ausnahmen. |
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14-Zöller vorne und hinten, Monoscheibenbremse
ebenfalls vorne und hinten. |
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Der Endtopf ist nicht gar zu mächtig, der Sound auch nicht. |
Die Lichtleiste am Heck ist ausladend und alles andere als unauffällig. |
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Die Armaturen erzählen alles, was man braucht. Nur
die Tageskilometer nicht. |
Zu einem Granturismo gehört ein Windschild. Den
Scheibenrand hat man immer im Blickfeld. |
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Piaggio X7 125 - Farben |
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Piaggio X7 125 - technische Daten |
| Motorbauart |
Einzylinder-Viertakt, 4V |
| Hubraum |
124 ccm |
| Bohrung x Hub |
57 x 48,6 mm |
| Leistung (homologiert) |
11 kW (14,9 PS) @ 9.750 U/min |
| Max. Drehmoment |
11,7 bei 8.500 U/min |
| Kompression |
12:1 |
| Starter / Batterie |
elektrisch |
| Getriebe |
CVT |
| Gemischaufbereitung |
Vergaser |
| Kühlung |
Flüssigkeit |
| Rahmen |
Doppelschleife, Stahl |
| Federung vorne |
Telegabel, Ø 35 mm |
| Federung hinten |
Stereofederbeine, Vorspannung
4-fach einstellbar |
| Federweg vorne / hinten |
90 / 90 mm |
| Bremse vorne |
Monoscheibe, 260 mm |
| Bremse hinten |
Monoscheibe, 240 mm |
| Bereifung vorne / hinten |
120/70 14; 130/70 13 |
| Radstand |
1.480 mm |
| Sitzhöhe |
790 mm |
| Tankinhalt |
12 Liter / 1,8 Liter Reserve |
| Gewicht |
168 kg fahrbereit |
|
Unv. empf. Listenpreis Österreich: € 3.399 | |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Text: beatrix keckeis-hiller
Fotos: beatrix keckeis-hiller |
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| 1000ps Data Recording |
Piaggio X7 125 |
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online seit : 1369 Tagen |
gelesen: 40044 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: PIAGGIO X7 125 |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 40,00 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 35,00 % der Bewerter in Frage
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