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kot |
Suzuki GSX1250F ABS |
05.05.2010 |
Druck
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An der GSX-F ist nichts Außergewöhnliches, sie kann halt einfach alles.
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Suzuki GSX1250F ABS |
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Mittel?
Klasse! |
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Oh ja, Schatz, du bist so mittelmäßig gut! |
"Guter Durchschnitt." Eigentlich ein schönes Kompliment, trotzdem
wird sich niemand geschmeichelt fühlen, wenn er es hört. Es macht keinen
Unterschied, ob es nach dem Motorradfahren oder dem Liebemachen gesagt
wird. Im stolzen, bekanntlich bananenförmigen Gehirn eines Mannes, wird
das Gesagte jedes Mal mit den selben Eigenschaften übersetzt:
gewöhnlich, unaufgeregt, mittelmäßig. Im - zugegebener Maßen ziemlich
einfachen - Wertemodell eines Mannes ist das Glas immer halb leer,
selbst wenn es halb voll ist. Oder verbindet irgendein Angehöriger des
männlichen Geschlechts das Wort "mittelmäßig" mit einem positiven
Gefühl? Eben. Und wie man sich selbst nicht titulieren würde, so wünscht
man es sich auch nicht für sein Motorrad.
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Das Gehirn des Mannes ist bananenförmig. |
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Dabei strebt selbst die Natur statistisch gesehen zur Mittelmäßigkeit.
Trotzdem ist es uns nicht genug, durchschnittlich zu sehen oder
auszusehen, zu hören, zu verdienen oder Motorrad zu fahren. (Zum Thema
Verdienst ist allerdings noch anzumerken, dass wir auch meist nur bereit
sind, durchschnittlich zu leisten. Doch genug damit, ich will ja nicht
die scheiss Welt verändern.) Und noch etwas haben wir alle gemeinsam.
Wir wollen möglichst viel für unser Geld. Etwas, das unseren
Anforderungen entspricht und den Großteil der persönlichen Bedürfnisse
befriedigt, ohne uns gleichzeitig unserer finanziellen Bewegungsfreiheit
zu berauben. Nach dem Kauf eines voll ausgestatteten, germanischen
Reisedampfers wird diese im Normalfall nicht mehr gegeben sein.
Es ist die Paradedisziplin der Japaner im Allgemeinen und von Suzuki
im Speziellen. Mit günstigen Alleskönnern wie V-Strom oder Bandit S war
Suzuki in den letzten Jahren immer eine Option für einen Motorradkauf,
der ein Weilchen halten musste. Sicher hätten wir alle gern 4 (oder 5
oder 6...) Motorräder zu Hause, aber wir sind halt alle Mittelständler
(schon wieder so ein Schimpfwort). Deshalb kann und darf es meistens nur
eine sein, die uns gleichermaßen in die Arbeit wie ans Nordkap befördern
können muss, alleine oder mit Anhang, gemächlich oder flott. Ein paar
Handgriffe müssen genügen und das Motorrad wird je nach Bedarf zum
Verteidiger von Ruhm und Ehre auf der Hausstrecke oder zum Eroberer
fremder Länder. |
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Es kann und darf meistens nur eine
sein. |
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Die Kunst des Baus eines zu allen Schandtaten bereiten Motorrads liegt
nun darin, es in keiner Disziplin zu gut zu machen. Nur dann wird man es
als einen Allrounder erkennen und akzeptieren. Sobald eine Eigenschaft
zu stark ausgeprägt ist, werden alle anderen Fähigkeiten verdrängt und
müssen verkümmern. Ich habe mal einen Zehnkampf gewonnen, bei dem ich in
keiner einzigen Disziplin der Beste war. Ein klassischer Nicky Hayden
Sieg, kann man sagen. Na und? Was unterm Strich zusammenkommt, das
zählt, und was man damit anfangen kann. Dafür muss man zunächst die
einzelnen Werte kennen, die addiert werden müssen. Bei der GSX1250F
stehen eine Leistung von 98 PS bei 7.500 U/min und ein Drehmoment von
108 Nm bei 3.700 U/min (!) in der Liste. Wer jetzt aufgrund der nicht
einmal 100 PS aus dem 1.255 Kubik 4-Zylinder Motor kurz zum Lachen
ansetzen wollte, der sollte nochmal den ganzen Satz lesen. Ich habe zur
leichteren Orientierung ein Rufzeichen in Klammern neben den
entscheidenden Wert gesetzt: 108 Nm bei 3.700 Touren. Das bedeutet
Druck, viel Druck, und zwar von ganz unten. Wichtig ist weniger der
Höchstwert, sondern wann er abgerufen wird und was er für fahrtechnische
Eigenschaften und Möglichkeiten mit sich bringt. Das Drehmoment aus dem
Keller hilft weniger erfahrener Kundschaft aus der untertourig
durchzitterten Spitzkehre ebenso wie dem ehemals straßensportlich
aktiven Hausstreckenveteran beim schaltfaulen Überholmanöver. Man denkt
unweigerlich: Ja, genau deshalb fahre ich einen hubraumstarken
Vierzylinder. Um von unten heraus geschmeidig nach oben zu drehen, ohne
viel Geschrei, ohne viel Vibrationen. |
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Kurz lachen wollen? Bitte nochmal lesen. |
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Die 43 mm Gabel vorne, in der Vorspannung einstellbar und das zentrale
Federbein, in Vorspannung sowie Zugstufe einstellbar, kommen mit dieser
Leistung zurecht, vollbringen aber keine Höchstleistungen. Müssen sie
auch nicht, der Fahrer sollte die Grenzen des Motorrads so respektieren
als wären es seine eigenen - was sie im Endeffekt ja sind. Damit er
diesen nicht zu nahe kommt, stehen ihm vorne zwei 310 mm große Scheiben
mit je einem 4-Kolben-Bremssattel und hinten eine 240 mm Scheibe mit
2-Kolben-Bremssattel zur Verfügung. Es gilt nämlich, zu dem eigenen,
wohlgenährten Gewicht auch die beschleunigte Masse der GSX einzubremsen
und das sind immerhin 257 Kilo im vollgetankten Zustand. In brenzligen
Situationen ist man da schon froh, dass ABS serienmäßig mit an Bord ist.
Und obwohl bei dem durchzugsstarken Motor der Gang eine untergeordnete
Rolle spielt, so schadet es wenigstens nicht, dass eine Ganganzeige ins
Display integriert wurde. Der Blick darauf klärt die Frage: Muss ich
jetzt einen oder zwei Gänge runterhakeln, um abzustauben? |
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Während die kleine Schwester GSX650F versucht, mit einer
Zweifarb-Lackierung sportliche Akzente zu setzen, gibt sich die große
eher bieder und traut sich nur in Schwarz, Grau und Dunkelblau auf die
Straße. Gewöhnliche Farben eben. Die sind zwar auf den ersten Blick
nicht der große Bringer, überstehen aber mit ziemlicher Treffsicherheit
sämtliche wiederkehrende Modetrends.
Im Grunde ist die GSX-F nichts Anderes als eine Bandit in
Vollverkleidung. Bisher gab es den Banditen in der S-Version nur mit
Halbverkleidung. Zum Tourenfahren zwar durchaus zu gebrauchen, vermisste
man auf längeren Trips etwas den Windschutz, besonders an den Beinen.
Durch die Vollverkleidung fühlt man sich nun besser integriert,
behüteter und vor allem sportlicher. |
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Unmöglich die gigantischen Ausmaße dieses Rohrs naturgetreu abzubilden. |
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Das Potenzial, auf der Hausstrecke
zu punkten. |
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So wird die GSX-F noch mehr zum Alles-, oder sagen wir Vieleskönner. Sie
deckt fast alle Bedürfnisse des gewöhnlichen Straßenfahrers ab, lässt
sich trotz ihrer Größe locker leicht bewegen und hat das Potenzial, in
der Rolle des Außenseiters den einen oder anderen Punkt auf der
Hausstrecke einzufahren. Gewöhnlich in allen Belangen und deshalb ein
äußerst komplettes Motorrad. Die GSX-1250F hat unterm Strich nur das Problem, dass momentan die GSF1250SA
Bandit um € 9.399.- zu haben ist (Modell 2009). Ein beinahe grotesk
niedriger Preis für ein Motorrad dieser Leistungsklasse, wenngleich auch
die GSX-F, die mit € 11.299.- in der Liste steht, ein hervorragendes
Preis-Leistungsverhältnis bietet. |
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An manchen Stellen trifft man auf bescheidene Verarbeitungsqualität. Der
Preis hat seinen Preis. |
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Massiver Sicherheitsbügel für die Sozia. |
ABS. Bei einem Allrounder schon fast Standard. |
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Hauptständer inklusive. Ideal für kleinere Arbeiten und Justagen am
Motorrad. |
Das eher sportliche Windschild bietet guten Schutz, Kilometerfresser
sollten diesen aber mittels Zusatzaufbau verstärken. |
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Technische
Daten Suzuki GSX1250F |
| Motor |
4-Zylinder Reihenmotor, 4-Takt, 16V, DOHC, Wassergekühlt
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| Hubraum |
1.255 ccm
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| Bohrung x Hub |
79 mm x 64 mm
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| Leistung |
72,0 kW / 98PS bei 7.500 U/min
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| Drehmoment |
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| Verdichtung |
10,5:1
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| Gemischaufb. |
Elektronische Einspritzung
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| Antrieb |
6-Gang, Kette
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| Rahmen |
Doppelschleife, Stahl
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| Gabel |
43 mm, Vorspannung einstellbar
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| Federbein |
Zugstufe sowie Vorspannung einstellbar
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| Reifen vo. |
120/70ZR17
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| Reifen hi. |
180/55ZR17
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| Bremsen vo. |
2 Scheibenbremsen 310 mm, 4-Kolben-Bremssattel
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| Bremsen hi. |
1 Scheibenbremse 240 mm, 2-Kolben-Bremssattel
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| Länge |
2.130 mm
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| Breite |
790 mm
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| Höhe |
1.235 mm
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| Radstand |
1.485 mm |
| Bodenfreiheit |
135 mm |
| Sitzhöhe |
Verstellbar: 805/825 mm |
| Gewicht fahrfertig |
257 kg |
| Topspeed ca. |
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| Tankinhalt ca. |
19 Liter |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Interessante Links:
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Text: kot
Fotos: arlo (leider) |
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| 1000ps Data Recording |
Suzuki GSX1250F ABS |
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online seit : 752 Tagen |
gelesen: 23522 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: SUZUKI GSX 1250 F |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 75,00 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 25,00 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Suzuki GSX1250F ABS von
kot |
Photos: |
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Text: |
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