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nastynils |
Triumph America |
10.06.2011 |
Druck
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Easy Rider lässt grüßen - Aufsitzen und wie in den guten alten Zeiten fühlen.
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Triumph
America
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So wie sie früher waren und so wie sie heute sein sollten. |
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Früher war alles viel besser. Wie oft muss man sich diese tollen Sprüche
als Jungspund anhören. Mit 33 Jahren ist man in der Motorradbranche
definitiv einer der jüngeren Semester und kann bei den ganz tollen
Geschichten einfach nicht mitreden. Es ist diese tolle Ära an welche
Motorräder wie die Triumph America erinnern möchten. Einfach, klassisch,
schön und viel Herzblut. |
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Die America ist ein Motorrad bei der auch Nicht-Motorradfahrer gerne
stehen bleiben und das blitzende Chrom bestaunen. Triumph ist auch eine
Marke die überraschend vielen Ahnungslosen ein Begriff ist. Eigentlich
war sie früher mal die Marke der Wilden, jetzt geht die Marke mit
Kassenschlagern wie Tiger und Street Triple sehr in die Breite. Eine
America ist ein Motorrad welches sich exakt so einordnet wie sie auch
geografisch liegt.
Global betrachtet in der Mitte zwischen Amerika und Japan. |
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Exakt in der Mitte. |
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Unvorstellbar waren für mich vor allem immer jene Storys aus den
goldenen Zeiten vor der Zeit der Sturzhelmpflicht. Da gab es angeblich
ganze Rudel von Motorradfahrer welche nicht nur die kurze Fahrt zum
Wirten ohne Helm absolvierten sondern die ganze Reise bis nach Italien
ohne Sturzhelm antraten. Einfach irre! Heutzutage fühlt man sich ohne
Helm schon nackt, wenn man das Bike aus der Garage schiebt. Gibt auch
kaum mehr eine Outdoor-Sportart wo man ohne Helm unterwegs ist.
Fahrradfahren, Skifahren, Klettern, Mountainbiken – der schützende Helm
ist überall mit dabei und bewahrt uns vor dem Unheil des Unfalls.
Im Sattel der America wollte auch ich einmal den Spirit der totalen
Freiheit erleben. Eine leere Strecke, Dienstag vormittag, keine
Menschenseele – so werde ich erstmals in meinem Leben ohne Helm ein paar
Kilometer fahren. Die Verbindung mit der Umgebung ist auf alle Fälle mal
deutlich intensiver. Der blubbernde Sound vom Zweizylinder fährt
direkter in die Gehörgänge. Die America ist nicht laut, hört sich aber
erwachsen an. Nicht unangenehm sondern egal ob man Freak ist oder nicht
souverän und lässig. Der Gang wird mit eine deutlichen Klack eingelegt
und mit der sauber zu dosierenden Kupplung setzt man die Fuhre in Gang.
Wie bei allen Choppern und Cruisern sitzt man auch auf der America recht
niedrig. Anfänger wird nicht nur das freuen, sondern auch das einfache
und durchschaubare Handling der Maschine. Kupplung, Bremse,
Motordosierung funktionieren sauber und präzise. Die
Maschine ist für einen dicken Cruiser auch noch halbwegs leicht. 250 kg
wiegt der Paralleltwin.
Der Motor bietet 865 ccm eine würdige Heimat. Die Kühlrippen lassen das
Aggregat noch wuchtiger aussehen. Oberflächlich betrachtet hat die
America einen Vergaser, doch tatsächlich wird sie mit moderner
Multipoint-Einspritzung befeuert. An die guten alten Zeiten erinnert
auch der „Choke“ Knopf mit dem die Leerlaufdrehzahl erhöht werden kann.
In Sachen Feeling also ein echter Klassiker, in Sachen Zuverlässigkeit
aber up-to-date. |


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Aero-Oral-Dehnungsübung |
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Die ersten Kilometer hab ich mittlerweile hinter mir und der Tachometer
klettert über die 100 km/h Marke. Die America fühlt sich bei diesem
Tempo pudelwohl, zieht stabil ihre Spur und lässt sich einfach
dirigieren. Doch dieser Fahrtwind im Gesicht! Wie haben das die harten
Burschen früher nur ertragen. Lässt man den Mund nur einen Spalt breit
offen, muss man eine Aero-Oral-Dehnungsübung ertragen. Einigen dicken
Brummern konnte ich ja ausweichen, doch ab 140 ist es unmöglich durchs
Fliegengewirr zu fahren ohne harte Einschüsse im Gesicht zu verzeichnen.
Ich bin definitiv nicht hart genug für die guten alten Zeiten und auch
definitiv nicht cool genug für einen Cruiser wie man am Foto unschwer
erkennen kann. Die Unterarme sind zu mager für ein echtes Bikertattoo
und der Bartwuchs reicht gerade mal für die 125er Klasse.
Kommen wir zum recht angenehmen Teil der Sache. Reden wir übers Geld.
Wie bei den anderen Triumph Modellen auch, kriegt man viel Spirit,
solide Technik und tolle Fahrleistungen zum Preis eines Japaners.
Einfärbig kostet sie in Österreich 10.790 Euro. In Deutschland ist keine
Nova und weniger MWSt. fällig, da ist man mit 8.890 (inkl. Nebenkosten)
mit dabei. Billiger gibt es zum Beispiel die 800er Intruder von Suzuki.
Diese ist jedoch etwas schwächer und 27 Kilo schwerer. |
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Insgesamt ist die America ein Motorrad welches für überschaubares Geld
ins Herz fährt und nicht nur hübsche Optik bietet. Für ein Motorrad
dieser Klasse etwas unüblich bremst und liegt es recht gut nur bei der
Schräglagenfreiheit sieht es ganz klassenüblich eher traurig aus. Die
große Schwester „Thunderbird“ lässt zum Beispiel deutlich sportlicheres
Fahren zu. Und den Sicherheitsaposteln bin ich dankbar, dass sie vor
Jahrzehnten eine Helmpflicht für Motorradfahrer in Österreich
durchgesetzt haben. Ich selbst wäre auch freiwillig mit dem angenehm
leisen und Insekt-sterilen Kopfschutz unterwegs und müsste mich als
Weichei outen. |
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Hier gehts zur Bildgalerie: Triumph AMERICA |
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Technische Daten:
Triumph America 2011 |
| Motor |
| Typ |
Luftgekühlter 270°
Zweizylindermotor, DOHC |
| Hubraum |
865 cm³ |
| Bohrung/Hub |
90 x 68 mm |
| Verdichtung |
9,2:1 |
| Einspritzung |
Elektronische sequentielle
Multipoint-Saugrohreinspritzung
mit Sekundärluftsystem |
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| Kraftübertragung |
| Sekundärantrieb |
X-Ring-Kette |
| Kupplung |
Mehrscheiben-Ölbad |
| Getriebe |
5-Gang |
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| Fahrwerk |
| Rahmen |
Stahlrohr-Schleifenrahmen |
| Schwinge |
Stahl-Zweiarmschwinge |
| Vorderrad |
Leichtmetall Gussrad mit 12
Speichen, 18 x 2,50 Zoll |
| Hinterrad |
Leichtmetall Gussrad mit 12 Speichen, 15 x 3,50
Zoll |
| Reifen vorn |
110/90 R18 |
| Reifen hinten |
170/80 B15 |
| Radaufhängung vorn |
Kayaba Telegabel, 41 mm
Standrohrdurchmesser, 130 mm Federweg |
| Radaufhängung hinten |
Zwei Kayaba Federbeine mit verchromten Federn,
Federbasis, 96 mm Federweg |
| Bremse vorn |
310 mm Scheibe, Doppelkolben
Schwimmsattel |
| Bremse hinten |
285 mm Scheibe, Doppelkolben-Schwimmsattel |
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| Abmessungen |
| Länge |
2.420 mm |
| Breite |
960 mm |
| Spiegel |
1.170 mm |
| Sitzhöhe |
720 mm |
| Radstand |
1.655 mm |
| Lenkkopfwinkel / Nachlauf |
33,3°/153 mm |
| Gewicht fahrfertig |
250 kg |
| Tankinhalt |
19,3 Liter |
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| Motorleistung (gemessen an der
Kurbelwelle nach 95/1/EG) |
| Nennleistung |
61PS (45kW) bei 6.800U/min |
| Maximales Drehmoment |
74 Nm bei 3.300 U/min |
| Farben |
Phantom Black, Pacific
Blue/New England White |
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Preis
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Österreich: einfarbig 10.790.- €, zweifarbig
10.990.- €
(Nicht kartellierte Richtpreise ab Händlerstandort inkl. Nova,
ges. MwSt., Überführung und NK)
Deutschland:
einfarbig 8.540.- €, zweifarbig 8.740.- € (zzgl. Überführung und
NK 350.- €) |
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| Aktuelle Produktangebote |
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| Gebrauchte Motorräder |
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Interessante Links:
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Text: nastynils
Fotos: Volli |
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| 1000ps Data Recording |
Triumph America |
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online seit : 351 Tagen |
gelesen: 8996 mal |
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| 1000ps Userbewertung für Bike: TRIUMPH America |
Optischer Eindruck: |
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Technischer Eindruck: |
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Gesamteindruck: |
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| Kaufkraft: |
ein Kauf heuer kommt für 25,00 % der Bewerter in Frage
ein Kauf später kommt für 75,00 % der Bewerter in Frage
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| 1000ps Userbewertung: Triumph America von
nastynils |
Photos: |
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Text: |
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