| Die Teilnehmer:
Die Guides:
Die Veranstaltung:
Die Eckl'schen Enduroevents in Nagycenk sind richtige
Endurolehrgänge. Jungen und alten Heißspornen wird dort Endurofahren
beigebracht. In unserem Fall waren 2 Guides vor Ort die uns zeigten wie
man seine Enduro im schweren Gelände bewegt. Für den Teilnehmer kostet
so ein Wochenende 100 Euro für das Endurofahren und so ca. 20-30 Euro
für Unterkunft und Verpflegung. |
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| Noch mal kurz zur Vorgeschichte. So cirka gegen 3 Uhr Nacht komm ich
zur Ruhe vom 1000PS.at Festl und gegen 7 Uhr sind wir dann in der
Pension in Bruckneudorf zum Leben erwacht. Fesch machen und ein kleines
Frühstück beim McDonalds und los geht es. Nagycenk liegt ca. 80km bzw.
1 Stunde südöstlich von Wien.
So gegen 10 Uhr legten wir dann in Nagycenk los. Wir haben die Wahl!
Entweder Kurventechnik, Beschleunigen und Bremsen mit Edi oder
Steilhangtraining mit Matthias. Unsere Gruppe entscheidet sich für das
Steilhangtraining. Der Weg zum Endurogelände führt über einen Teil
der MX-Bahn, über winkelige Waldpassagen, eine Tunneldurchfahrt und
eine ca. 1-2km lange Gerade mit den mächtigsten Gatschlacken aller
Zeiten. |
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| Die erste Fahrt über die MX-Bahn war eine echte Herausforderung für
mich. Mir graute vor dem Gedanken diese buckligen Steilhänge mit
Vollgas zu nehmen. War echt grausam. Die Fahrt durch die knifflige
Waldpassage war für mich schon sehr selektiv und dann kam die lange
Gatschlackengerade. Bei solchen Streckenabschnitten ist man jedes Mal zwangsläufig am Limit. Für mich wie auch einige andere Teilnehmer der
Veranstaltung, ist es scheinbar das höchste der Gefühle den Anderen
eine ordentliche Schlammpackung zu verabreichen. So kam es, dass dies
der einzige Streckenabschnitt war wo die Horde Lausbuben schneller als
die Guides waren. Keiner wollte in das Visier der anderen Hinterreifen
kommen. Alle wollten ihre hübschen Gesichter sauber halten. |
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| Echt furchteinflößend waren dann die ersten Steilhänge für mich.
Die Gruppe versammelte sich immer vor den selektiven Stellen, Guide
Matthias zeigte es 1-2x vor und die Gruppe fuhr dann nach. Jedes Mal gab
es dann Feedback vom Guide und so kam es das ich relativ schnell die
Furcht vor den Steilhängen verlor. Die Auffahrten wurden steiler und
steiler und nach einer Stunde haben wir die echten Killer-Hänge
bezwungen. Alleine hätte ich so einen Berg nieeeee bezwungen. Aber mit
ein paar Tipps und moralischer Unterstützung traut man sich dann
drüber und ist mächtig stolz auf seine Heldentaten. |
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| Noch mehr Überwindung haben mir aber die steilen Abfahrten gekostet.
Da waren wirklich monströse Schluchten dabei (für meine
Verhältnisse). Aber gemeinsam mit den Anderen und Tipps vom Meister
haben wir dann auch die schlimmsten Abfahrten bewältigt. So kam es das
wir die komplette Endurorunde gemeinsam meisterten. Das war echt ein
super Erlebnis. |
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| Der monströse Steilhang mit den tiefen Furchen hat allerdings seinen
Tribut verlangt. Ich bin zwar relativ gut raufgekommen, doch das
Motorrad wollte einfach nicht stehen bleiben. Meine schöne WR 426 ist
mir an der Kuppe entglitten und aus dem Bremshebel wurde ein U-Hackerl.
Der Kupplungshebel hat sich auch leicht eingerollt, war aber noch zu
gebrauchen. Trotz aller mahnenden Worte vom Kawa-Matthias "wennst
da mit der Zange herum fummelst bricht der Hebel sicher ab". Ich
wusste es besser und hatte den Hebel sofort in der Hand. Zum Glück
hatte ein anderer WR-Fahrer im Fahrerlager einen Reservehebel im
Werkzeugtascherl. Originalhebel kostet satte 42 Euro. Wahnsinn. |
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| Am Nachmittag machten wir noch ein paar flotte Runden auf der
MX-Strecke. Die buckligen Steilhänge waren plötzlich nur noch kleine
Anhöhen mit ein paar Querrillen. Ein paar Tipps von Bravomaxa zum Thema
Springen genügten, und auch der Table auf der MX-Piste machte Freude. |
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| Nachdem mein Büro-Sessel gestählter Körper nach anstrengenden
Bachdurchfahrten, schon etwas erledigt war, ließ ich die Discotour nach
Sopron aus und verkroch mich in mein Zimmer. Hab ganz normal 11 Stunden
durchgeschlafen. Am nächsten Morgen musste ich beim Frühstück Spott
und Hohn über mich ergehen lassen..macht aber nix. Dafür war ich dann
beim Training extrem fit. (Nach 2 Runden auf der 80er MX Bahn musste ich
schon wieder um Gnade winseln). |
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| Am 2. Tag stand dann Technik Training am Programm. Rechtskurve,
Linkskurve, Beschleunigen, Bremsen. Scheinbar triviale Dinge wurden
durchexerziert. Da merkte ich erst, wie schlecht ich fahre. Sicherlich
kommt man auch mit lausiger Technik durch das meiste Terrain. ABER! Das
kostet Kraft ohne Ende. Für mich war es nach dem ersten Tag einfach
unbegreiflich wie man ein 2 oder 3 Stunden Endurorennen durchhalten
kann. Nach dem Technik Training wusste ich wie man das schafft.
Kraftsparend mit sauberer Technik fahren. Bringt nicht nur viel
Zeit wenn es schnell gehen soll, sondern spart auch extrem viel
Schweiß. |
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| Alles in allem war das Enduro Weekend eine echt tolle Sache. Ich hab
sehr viel gelernt, ein super Spaß war es auch noch und jetzt hab ich
Gusto auf mehr. Enduro Fahren ist einfach wahnsinnig spannend. Total
abwechslungsreich, herausfordernd und sehr motivierend. Und im Vergleich
zum Ringfahren äußerst billig. Also ich hoffe ich sehe bei den Eckl
Veranstaltungen im nächsten Jahr ein paar 1000PSler.
Bilder zum Event können hier
heruntergeladen werden. |
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| Was haltet ihr davon wenn wir 4 solche
Enduro Lehrgänge gemeinsam mit Eckl veranstalten. Wären euch
Wochenendtermine lieber oder bevorzugt ihr Termine an Montagen oder
Freitagen? Ist so eine Sache für euch interessant wenn Leihmotorräder
zur Verfügung stehen? |
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