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Im zweiten Training der Eckl Enduro Perfection hatte ich das Glück,
daß sich fast nur fortgeschrittene Fahrer angemeldet hatten. Die
Anfängerübungen auf der Wiese und der Kindermotocrossstrecke wurden zwar
erneut durchgeführt, gingen aber viel flotter voran. Außerdem merkt man
immer wieder aufs Neue, wie schwierig manch einfach scheinende Übung
wie das Achterfahren sein kann.
In alter Tradition flog ich auf der Kindermotocrossstrecke erneut auf
die Pfeif'n. Klare Sache. Nach dem Kreisfahren auf der Wiese ist man
motiviert und gierig und will endlich springen, Anlieger fahren und
andere herbrennen. Was soll also anderes passieren? Irgendwann bist du
zu schnell, greifst volles Rohr in die Vorderbremse, weil man das auf
Asphalt auch so macht und Patsch. Großer Schmerz der lange währt.
Nach der Mittagspause nahmen wir endlich den Enduroparcours in
Angriff. Ich hatte diesmal keine Angst mehr vor den Steilhängen, war
aber trotzdem nervös. Beim letzten Mal bin ich sofort alles gefahren und
habe schlussendlich alles geschafft, deshalb war diesmal der innere
Druck groß, daß ich es wieder schaffe. Als blutiger Anfänger erreicht
man so manchen Gipfel, ohne wirklich zu wissen, was und warum das jetzt
zum Erfolg geführt hat. Doch dann beginnt man zu überlegen, ist zu
verkrampft, denkt an die falschen Dinge und scheitert. Denn der Instinkt
ist noch nicht vorhanden, er muß erst ausgebildet werden. Auch im
Gelände gilt: Übung macht den Meister. Viele Kilometer im Dreck sind
unabdingbar. Ein großer Vertrauensbonus ergab sich daraus, daß ich die
KTM EXC-F 250 schon viel besser im Griff hatte. Beim ersten Training
bewegte sie mich, diesmal war es schon umgekehrt. Die 250er hat den
großen Vorteil, daß man sie sehr schnell versteht und Bewegungen rasch
zur Selbstverständlichkeit werden. Die KTM und ich verstanden uns
jedenfalls prächtig. |