TomTom Bandit Actioncam Test

TomTom Bandit Actioncam Test

Erster Kontakt mit der neuesten Onboard- und Actioncam

Bandit ist MotorradfahrerInnen als Modellname nicht unbekannt. Ob TomTom deshalb diesen Namen für seine erste Actioncam gewählt hat, wissen wir allerdings nicht. Michael Bense vom BMW-K-Forum testete für uns den neuesten Kamerastick des Navigationsexperten.

Michael Bense vom BMW-K-Forum kam in seinem Leben schon viel rum und dokumentiert seit über 40 Jahren seine Touren und Reisen. Bisher allerdings nur mittels Fotografie, mit Bewegtbildern hatte er bisher nur wenig Erfahrung. Das sollte sich mit der Teilnahme am Test der neuen TomTom Bandit Actioncam ändern. Seinen Erfahrungsbericht lest ihr hier. Wird auch bald das 1000PS-Büro auf TomTom setzen?

"Seit nun über 40 Jahren mache in ich "stehende" Bilder. Von 6x6cm über compact Kleinbild, Spiegelreflex und seit knapp 20 Jahren habe ich die komplette Digitalkamera-Entwicklung mit gemacht. Meine Bildergalerie alleine zu meinen Motorrad-Foren umfasst knapp 37500 Bilder. Jetzt wird es Zeit, etwas Bewegung reinzubringen. Bewegte Bilder, also das Filmen, habe ich immer mit einem Seitenblick mitverfolgt. Mein Bruder hat seinerzeit mit Super 8 angefangen. Die Verkleinerung der Videotechnik habe ich natürlich auch verfolgt und bin schon beeindruckt, wie klein und leistungsfähig die Actioncams heute sind.

Bei den Motorrad-Treffen und an den Rennstrecken während der Fahrertrainings sieht man mittlerweile eine Vielzahl an Actioncams, meistens die GoPro. Abends, oder auch mal zwischendurch kann man beobachten, wie die gedrehten Videos schon mal angesehen/gecheckt werden. Nun habe ich die Chance genutzt und die neue TomTom Bandit ausprobiert. Im Grundpack zur Bandit sind 2 Klebehalterungen (eben und gekrümmt) und eine "GoPro"-Halterung bei. So kann man sie in bestehende Halterungssysteme integrieren, oder direkt an den Helm oder an das Motorrad kleben. Durch das Stahlring-Halterungssystem kann man die Kamera auch auf schrägen Oberflächen befestigen. Auch am Helm kann man durch dieses Ringsystem das Querformat so einstellen.

Automatische Highlights-Erkennung?

Sie erfindet das Rad zwar nicht neu, aber hat einige pfiffige Ideen/Features eingebaut. Sie ist ohne zusätzliches Gehäuse wasserdicht (konnten wir auf unserer Tour schon sehr intensiv testen). Mit einer speziellen, noch stärker abgedichteten Frontlinse ist sie sogar bis 50 Meter Wassertiefe dicht. Dass diese Kamera eine gute Bildqualität erzeugt, ist natürlich klar. Es sind aber noch Features eingebaut, die das Erstellen des endgültigen Videos erleichtern: Sie ist mit Bewegungs- und GPS-Sensoren ausgestattet, um aufregende Momente automatisch auf Basis von Geschwindigkeit, Höhe und G-Kräften herauszufiltern und zu markieren. Highlights können auch manuell über den „Tagging Button“ (ON-Taster der Kamera) auf der Kamera oder über die Fernbedienung (Option) markiert werden.

Durch Schütteln Videos schneiden.

Für mich die wichtigste Eigenschaft der Kamera ist der eingebaute Medien-Server. Man kann sich, ohne die Videos auf das Smartphone oder PC runter laden zu müssen, die gefilmten Szenen direkt mit dem Smartphone anschauen. Die TomTom Bandit muss nur in WLAN Nähe sein. Das Geschleppe mit dem Laptop zur ersten Sichtung der Videos gehört also der Vergangenheit an. Natürlich kann man die App für die Kamrera auch dafür nutzen, Einstellungen vorzunehmen, die Kamera fernzusteuern und als Sucher zu benutzen. Noch ein Highlight der Software: Im Bearbeitungsmodus kann man durch Schütteln des Smartphones einen Film erstellen lassen. Diese analysiert die Aufnahmen, und grob gesagt werden rund um die "Tagging" Punkte, die durch die GPS, Beschleunigungssensoren und manuellen Tagging Punkte erkannt werden, die Szenen zusammengeschnitten.

Hier noch eine Information zum Batterie-Stick: Der speziell angefertigte Batt-Stick kombiniert einen Akku mit einer microSD Karte und schneller Datenübertragung via USB 3.0. Mit dem integrierten USB-Anschluss kann der Akku direkt an einen Computer angeschlossen werden. Während der Akku lädt, kann gleichzeitig das Filmmaterial auf den PC übertragen werden. Ein zusätzliches Kabel oder ein Adapter sind dabei nicht erforderlich. Auch kann man durch Drücken der "ON-Taste" des Batt-Packs im ausgebauten Zustand den Ladezustand prüfen.

Hier noch ein paar technische Daten: * Video mit 1080p 30, 1080p 60, 720p 60, 720p 120 * Film auf 2.7k 30, 4k 15 * Zeitrafferaufnahmen mit 4k 30, 1080p 30 (verschiedene Aufnahmeintervalle) * Zeitlupenaufnahmen mit 1080p x2, 720p x4, WVGA x6 * Einzel- oder Serienaufnahmen in bis zu 16MP bei 10/s * WLAN, Bluetooth Smart und USB 3.0 Konnektivität * Umfangreiches Zubehör * Smartphone App zum Start nur für iOS erhältlich. Eine Android Version der App ist auch verfügbar.

Wir konnten leider nur das Grundpaket testen, aber für die Nutzung auf dem Motorrad würde ich wegen der noch variableren Halterung und wegen der Fernbedienung den Premium-Pack nehmen. Fazit: Die TomTom Bandit bringt neuen Schwung und Ideen in den Actioncam-Markt. Die Softwareideen und das unkomplizierte Sichten und Schneiden der Videos sind ein echte Plus. Als Premium Pack kostet die Bandit 499 Euro und als Einsteiger-Pack 429 Euro."

Bericht vom 17.08.2015 | 14'411 Aufrufe

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