Dguard e-Call System

Dguard e-Call System

Automatisches Notrufsystem für Motorräder

Der renommierte sächsische Automotive-Zulieferbetrieb digades stellt offiziell das weltweit erste eCall System für Motorräder vor. Das automatische Notrufsystem namens dguard eignet sich für alle gängigen Motorradmarken sowie -typen und kann einfach und unkompliziert nachgerüstet werden.

Anders als bei PKWs, bei denen ein eCall System für Neufahrzeuge ab 2018 als Serienausstattung vorgeschrieben ist, gibt es für Motorräder noch keine gesetzliche Ausrüstungspflicht. Sinn machen würde es jedoch bei Motorrädern mindestens genauso viel wie bei Autos.

Automatisch Hilfe holen

Motorradfahrer und Fahrerinnen sind natürlich auch sehr gerne in verkehrsarmen Gebieten unterwegs. Aber gerade dort zieht oftmals ein Unfall besonders schwerwiegende Folgen nach sich. Denn im Fall der Fälle kann schnelle Hilfe das Leben retten. Wer allein auf weiter Flur stürzt und nicht mehr in der Lage ist, die rettenden Helfer anzurufen, ist darauf angewiesen, dass ihn ein anderer, zufällig vorbeikommender Verkehrsteilnehmer findet. Selbst wer in der Gruppe unterwegs ist, verschenkt oft wertvolle Zeit, nur weil der exakte Unfallort der Rettungsleitstelle nicht genannt werden kann. Wie hiess der letzte Weiler gleich nochmal? „Wir sind irgendwo zwischen Stangenbach und Neulautern... keine Ahnung, ob das die K2098 ist!“, so die verzweifelte Stimme am Telefon.

Unfallmeldung in Landessprache

Das neue eCall System dguard hilft in diesen Fällen laut Hersteller zuverlässig. Es erkennt dank ausgeklügelter Sensorik zuverlässig einen Unfall und setzt innerhalb von wenigen Sekunden automatisch einen Notruf an die Rettungsleitstelle ab. Diese hört dann eine gesprochene Nachricht in der jeweiligen Landessprache mit den exakten GPS-Koordinaten des Unfalls. Ist mit dem dguard ® ein Bluetooth-Headset verbunden und ist der gestürzte Motorradfahrer noch in der Lage zu sprechen, kann die Rettungsleitstelle auch direkt mit ihm Kontakt aufnehmen.

Kommt der Motorradfahrer mit seinem dguard zu einer Unfallstelle hinzu, dann kann er die Rettungskräfte schnell und unkompliziert manuell rufen. In diesem Fall drückt er für drei Sekunden auf den roten, eindeutig gekennzeichneten SOS-Knopf, der gut sichtbar am Lenker angebracht ist. Ein fälschlicherweise abgesetzter Notruf kann innerhalb von 15 Sekunden wieder gestoppt werden.

Notruf über GSM

Damit die Notruffunktion überall zuverlässig funktioniert, greift dguard auf das GSM- Mobilfunknetz zurück, das nahezu überall verfügbar ist. Standardmässig funkt das System in Deutschland im Netz des Technologiepartners Telekom, sollte dies jedoch nicht verfügbar sein, sendet es auch in allen anderen Mobilfunknetzen. Dadurch ist das Risiko, dass der Hilfesuchende sich in einem Funkloch befindet und kein Anruf glückt, fast ausgeschlossen. dguard funktioniert in ganz Europa, ausser in den Niederlanden. Das komplette System lässt sich über eine App für Smartphone oder Tablet einfach konfigurieren und bedienen.

Notruf nur in Notfällen

Damit dguard zuverlässig zwischen einem Unfall und der extremen Dynamik eines flott bewegten Motorrads unterscheiden kann, waren eine umfangreiche Erprobungsphase und aufwändige Tests unerlässlich. Über 30.000 km spulte das digades-Testteam auf Strassen in Deutschland, Österreich, Spanien, USA und Südafrika ab. Selbst unter extremsten Bedingungen muss die Eigenentwicklung funktionieren – so der Anspruch des sächsischen Herstellers. Deshalb wurde für die Erprobung Enduro-Pilot Paul Rossbach engagiert und seine Trainingsmaschinen mit einem dguard ausgestattet. Der junge Fahrer, trainierte für seine DM- und EM-Läufe mit der Massgabe, Extremsituationen für das System zu provozieren, die auf öffentlicher Strasse nicht möglich oder zu gefährlich gewesen wären. Dadurch konnten wichtige Daten für die Unfallerkennung des dguard eCall-Systems gesammelt werden. Die Prüforganisation der DEKRA attestierte im Frühjahr durch mehrere Crash-Szenarien die einwandfreie Funktionalität.

Diebstahlschutz inklusive

Zusätzlich bietet dguard eine Diebstahlwarnfunktion. Bewegt jemand das Motorrad, informiert die dazugehörige App zuverlässig mittels eines stillen Alarms. Besitzer und Polizei können das Fahrzeug also nach dem Diebstahl einfacher lokalisieren. Laut Hersteller glänzt das Fahrzeug vor allem durch einen sehr niedrigen Stromverbrauch im Stillstand.

dguard ist ab sofort für 479 Euro im Fachhandel oder im Webshop erhältlich. Das System besteht aus einem Modul, einem Sensor, einem Taster sowie der App für die Konfiguration des Systems. Das System wurde vom sächsischen Elektronikspezialist digades entwickelt und wird im eigenen Fertigungszentrum produziert – alles „Made in Germany“. Eine OE-gerechte Entwicklung, ermöglicht zudem den Motorradherstellern das System in Erstausrüsterqualität in ihre Neufahrzeuge zu integrieren und ab Werk zu verkaufen.

Über den Hersteller digades

Die Firma digades ist ein renommierter und erfolgreicher Zulieferbetrieb aus Sachsen, der für die internationale Automobilindustrie hochwertige Fahrzeug-Elektronik entwickelt und im eigenen Hause fertigt. Über 160 Mitarbeiter an den Standorten Zittau (Sachsen) und Nordhausen (Thüringen) entwickeln und fertigen Spitzenelektronik „Made in Germany“. Die eigentümergeführte GmbH ist nach den DIN-Normen EN ISO 9001:2016 und ISO/TS 16949:2016 zertifiziert.

Bericht vom 09.06.2016 | 24'051 Aufrufe

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