Gut gesichert gegen Diebstahl und Vandalismus

Gut gesichert gegen Diebstahl und Vandalismus

Wie sicherst du dein Bike richtig?

Das schnellste Motorrad nutzt nichts mehr, wenn es geklaut wird. Gerade Motorräder und Roller sind begehrtes Diebesgut, vor allem in bestimmten Preissegmenten und von bestimmten Marken. Das Dilemma jedes stolzen Besitzers eines prächtigen Bikes: Das gute Stück zeigen oder vor begehrlichen Blicken und Dieben schützen. Zwischen Präsentierlaune und Verstecken gibt es viele sinnvolle Sicherungsmöglichkeiten, die jeder für sich abschätzen muss.

Starke regionale Auffälligkeiten bei Brüchen in der Schweiz

Die statistischen Zahlen belegen jedes Jahr, wie beliebt Motorräder bei Dieben sind. Kein Wunder, denn ein Zweirad ist in einem unbeachteten Moment schnell entwendet und in einem LKW verstaut – direkt von der Strasse weg. Gerade bei hochpreisigen Motorrädern lohnt sich es sich für Diebe. Allein in der Schweiz, die als Töffhochburg gilt, waren 2016 720.000 Motorräder zugelassen, in allen Preisspannen. Dabei ist nach Aussage einer Schweizer Versicherungsagentur gerade die Region um den Genfersee von Diebstählen betroffen. Fast die Hälfte aller Motorrad-Diebstähle sind dort gemeldet. Wahrscheinlich ist die Nähe ins benachbarte Frankreich ein grosser Faktor für die Häufigkeit in der Region. Die beliebtesten Marken bei Dieben sind Yamaha, Honda, BMW, Kawasaki und Suzuki.

Die Versicherungsexperten empfehlen neben dem Abschluss einer Kaskoversicherung auch bei kurzen Pausen sein Motorrad so aufzustellen, dass es weiter im Blickfeld ist. Ausserdem reicht nie nur ein Lenkradschloss allein, das von Profis leicht zu knacken ist. Am besten mehrere hochwertige Schlösser unterschiedlicher Bauart anbringen. Diese zu knacken, wäre mit einem zu grossen Mehraufwand für Langfinger verbunden. Auch Alarmanlagen mit ergänzenden Erschütterungsmeldern sind eine wirksame Abschreckung. Je lauter der Alarmton, umso besser. Kein Dieb wird in Seelenruhe weiter knacken, wenn eine ohrenbetäubende Sirene die Umgebung alarmiert.

Nicht immer ist ein offen einsichtiger Stellplatz die beste Lösung. Zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch raten viele dazu, das Motorrad da abzustellen, wo es keiner vermutet. Hinter einem Haus, in einer nicht gut einsichtigen Ecke werden Diebe gar nicht erst aufmerksam auf das Motorrad.

Ab in die Garage!

Wer es sich leisten kann, bringt sein geliebtes Zweirad in einer Garage unter. Absolute Premiumqualität bieten Normstahl Garagentore. Seit 70 Jahren haben die Schweizer Konstrukteure in die Entwicklung von automatischen und elektrischen Garagentoren investiert und hier ein State of the Art in diesem Sektor geschaffen. Weil in manchen Garagen nicht nur ein Motorrad geschützt stehen soll, dient wertvolles Material einem erhöhten Einbruchschutz.

Zehn Jahre Garantie auf alle Teile der Garagentore inklusive Federn, Rollen und Scharniere sowie eine Normstärke von 42 Millimetern verhindern Verschleisserscheinungen und lästige Nachbesserungen. Motorradbesitzer in Grossstädten können auf diesen Schutz im eigenen Haus leider nicht zurückgreifen. Selbst ein eigener Stellplatz ist oft schon ein Problem. Eine Lösung sind Mietgaragen in der Nähe des Wohnhauses. Über verschiedene Portale – beispielsweise Homegate oder Tutti – gibt es ein breites Angebot passender überdachter Stellplätze in verschiedenen Grossstädten: Einzel- oder Doppelgaragen oder Carports stehen dabei zur Auswahl.

Mobile Sicherung direkt am Fahrzeug

Jeder, der sein Motorrad nicht in die Garage stellen kann, muss sich anders behelfen. Natürlich ist eine effektive Diebstahlsicherung direkt am Bike unverzichtbar. Hier wird unterschieden zwischen Systemen, die einzelne Teile absichern und kompletten Sicherheitsanlagen. Es gibt beispielsweise Schlosssysteme am Kofferträger, Diebstahlsicherung am Tankrucksack, an der Lenker-Sitzbank oder bruchsichere Öldeckel. Hauptsächlich abschreckende Wirkung haben sogenannte Grip-Lock-Systeme. Sie sind direkt an der Fahrzeug-Lenkstange befestigt und blockieren so Gasgriff und Bremshebel. Ein Wegschieben des Motorrades ist durch diese Sicherung auch nicht mehr möglich. In weniger als zehn Sekunden ist der Grip-Lock angebracht und durch die vier gehärteten Stahlstangen rostfrei und bruchsicher.

In Motorradkreisen wird natürlich die Frage oft diskutiert, welche Methoden die besten sind, um sein geliebtes Töff vor Dieben zu schützen. Die Meinungen gehen meist in die Richtung, dass wenn professionelle Diebe das Objekt der Begierde klauen wollen, sie das auf Dauer schaffen – egal wie gut die Sicherungen im Vorfeld sind. Wie gehen Diebe vor, um an ein begehrtes Motorrad heran zu kommen?

Diebe suchen eher eine leichte Beute: Je aufwändiger ein Motorrad gesichert ist, umso länger dauert ein Bruch, umso eher schreckt das vor allem die Laien-Knacker ab. Am häufigsten sind Bolzenschneider im Einsatz, weitere klassische Knackmittel sind Dietriche, auch Eissprays sind immer häufiger im Einsatz. Vor allem wenn das Töff nur mit einem Lenkradschloss oder einfachen Ketten gesichert wurde. Die Kombinationen von verschiedenen Sicherungssystemen haben sich bislang am meisten bewährt.

Vorsorge treffen bei Verlust

Eins ist sicher: Auch eine besonders ausgetüftelte Diebstahlvorsorge kann nicht zu 100 Prozent verhindern, dass ein Bike gestohlen wird. Jedes wertvolle Motorrad sollte einen guten Versicherungsschutz haben, damit wenigstens der materielle Verlust zum Ausgleich kommt. Viel Herzblut und eingebaute Specials haben aus einem schönen Motorrad ein einzigartiges Bike werden lassen. Diese Auffälligkeiten sind sicher eine Abschreckung für Diebe, denn ein auffälliges Bike ist auch für Polizei und weitere Ankäufer auffällig und somit leicht wiederzuerkennen.

Eine materielle Entschädigung kann in vielen Fällen den persönlichen Verlust nicht aufwiegen. Eine sinnvolle Massnahme, um sein geliebtes Bike wiederzufinden, ist ein GPS-Ortungssystem. Angebracht an einer unauffälligen Stelle am Motorrad, kann die eingesetzte Software den aktuellen Standort des gestohlenen Zweirades ziemlich genau orten. Die Gefahr, dass das GPS-Ortungssystem ausgebaut wird, besteht allerdings. Das Beispiel dieses Lamborghinis zeigt dies.

Ein guter Versicherungsschutz für das eigene Motorrad ist mit der obligatorischen Haftpflicht ohnehin verpflichtend. Wenn bei Versuchen, das Zweirad zu knacken, das Töff stark beschädigt wurde, können nur entsprechende Versicherungspakete den Schaden abdecken. Eine Teilkaskoversicherung springt bei Diebstahl ein. Mutwillige Beschädigungen durch Dritte oder Schäden, die durch Fahrerflucht verursacht wurden, sind bei erst bei der Vollkaskoversicherung enthalten. Je wertvoller das Motorrad ist, umso angesagter ist ein umfassenderer Schutz. So können auch Besitzer teurere gebrauchter Bikes und grösserer Tourer bei Verlust und Vandalismus wenigstens materiell entschädigt werden.

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Bericht vom 04.12.2017 | 736 Aufrufe

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