Berauscht am Lenker?

Berauscht am Lenker?

Grenzwerte im Strassenverkehr

Dass niemand sich nach dem Genuss von harten Drogen wie Kokain, MDMA, LSD oder Heroin auf sein Bike schwingen sollte, liegt auf der Hand. Doch nach dem Genuss von ein, zwei Bierchen kann man ruhig noch fahren, oder?

Generell sollte man sein Zweirad aus Sicherheitsgründen nur in vollständig nüchternem Zustand führen. Wenn es sich aber anders ergibt, ist es wichtig zu wissen, welche Grenzwerte in der Schweiz im Strassenverkehr gelten. Das gilt vor allem, wenn man als Besucher auf den Schweizer Strassen cruist, vielleicht sogar mit einem geliehenen Motorrad.

Der Grenzwert für Alkohol liegt bei 0,5 Promille

Rechtliche Folgen für das Fahren unter Alkoholeinfluss hat ein Biker dann zu erwarten, wenn sein Atem- oder Blutalkoholwert den Wert von 0,25mg/l bzw. 0,50 Promille erreicht oder übersteigt. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass bereits ein grosses Glas Bier oder ein Alkopop mit 5 Volumenprozent zu einem Promillewert von 0,2 und 0,5 führen kann. Hier kommt es natürlich auf die körperliche Konstitution an – eine kleine Frau mit einem geringen Körpergewicht erreicht den erlaubten Wert schneller. Übrigens ist aber nicht nur der Alkoholkonsum mit Grenzwerten geregelt. Auch THC-Gehalt wird über Blutwerte bestimmt und begrenzt. Wer in der Schweiz mit über 3 mg im Blut erwischt wird, darf ebenfalls nicht mehr am Strassenverkehr teilnehmen, so dass auch hierauf zu achten ist. Achtung: Grenzüberschreitend gelten hier nochmal andere Werte!

Für Fahranfänger gilt die 0,1 Promille-Grenze

Für junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren gelten strengere Regeln. Sie sind, rein statistisch gesehen, wesentlich häufiger für Unfälle verantwortlich, die im Zusammenhang mit Alkoholkonsum passieren. Dadurch stehen sie auch bei der Zahl der Verkehrsopfer an der Spitze. Fahranfänger neigen dazu, ihre Fähigkeiten zu überschätzen, was durch den Genuss von Alkohol noch verstärkt werden kann. So kommt es auch schneller zu schweren Unfällen. Darum gilt seit Januar 2014 für Neulenker ein absolutes Fahrverbot unter Alkoholeinfluss, was einem gesetzlichen Grenzwert von 0,1 Promille entspricht. Die Diskrepanz zwischen dem absoluten Trinkverbot und dem Grenzwert kommt daher, dass auch die Einnahme mancher Medikamente zu einem nachweisbaren Alkoholgehalt im Blut führen kann. Das absolute Alkoholverbot gilt ebenfalls für Berufschauffeure, Fahrschüler, Fahrlehrer und die Begleitpersonen von Lernfahrten.

Welche Sanktionen drohen beim Fahren unter Alkoholeinfluss?

Diese Sanktionen drohen:

– von 0,5 bis 0,79 Promille müssen Fahrer mit einer hohen Geldbusse und einer Verwarnung rechnen – haben sie zusätzlich einen Unfall verursacht oder handelt es sich um einen Wiederholungsfall nach weniger als 2 Jahren, wird der Fahrausweis für mindestens einen Monat entzogen, es kann eine bis zu dreijährige Haftstrafe verhängt werden

– ab 0,8 Promille wird der Fahrausweis sofort und für mindestens drei Monate entzogen – zusätzlich wird eine Geldstrafe verhängt und es droht ein Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren mit oder ohne Bewährung – wer wiederholt mit einem solchen Blutalkoholwert auffällt, kann seinen Führerausweis unter Umständen sogar auf unbefristete Zeit verlieren

Fahranfänger müssen damit rechnen, ihren Führerausweis ein weiteres Jahr auf Probe zu haben, oder dass er sogar annulliert wird,

Weiter Informationen sind hier zu finden.

Übrigens: Wer die Menge genau kennt, die er normalerweise gut verträgt, sollte Folgendes bedenken: Drogen, Medikamente, Stress oder Müdigkeit steigern die Wirkung von Alkohol

Bericht vom 30.07.2018 | 253 Aufrufe

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