Man könnte einen sehr einfachen Zugang wählen: Hebel muss man greifen können, Pedale treten und heben - erledigt. Sind diese Grundvoraussetzungen gegeben, können wir kuppeln, schalten und - das ist mit Abstand der wichtigste Punkt - bremsen. Dieser Zugang ist auch nicht falsch oder dumm, sondern schlicht pragmatisch, wenngleich reduziert, was man mit "beschränkt" übersetzen könnte. Schliesslich ist es ebenso keine Wissenschaft, auf dem Motorrad zu sitzen, wohl aber in jeder Situation und jedem Fahrmanöver entsprechend richtig zu sitzen, um die Dynamik positiv zu unterstützen. Der dreimalige IDM-Meister und MotoGP-Starter Martin Bauer weiss, wie entscheidend Geometrie und Ergonomie das Wohlbefinden eines Fahrers und das Fahrverhalten eines Motorrades beeinflussen können. Bei den automatisierten, tausendfach ausgeführten Bewegungen der Gliedmassen hat jeder Millimeter zuviel oder zuwenig gravierende Auswirkungen auf die Performance. Das wird im Alltag zwar nicht über Sieg und Niederlage entscheiden, doch oft merkt man nicht, wo's zwickt und zwackt und wie es besser gehen könnte. Optimale Bedienbarkeit hat beim Motorradfahren höchste Priorität. Deshalb gilt das Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht. |