MOTO-ZÜRICH 2026 Fotos und Bericht

Neue Motorradmesse in Zürich startet mit urbaner Atmosphäre

In Zürich startete im Februar 2026 ein neues Motorradmesse-Format. Die MOTO-ZÜRICH setzt bewusst auf Kompaktheit statt Gigantismus und schlägt damit einen anderen Weg als klassische Grossmessen ein. Was macht das neue Konzept anders?

MOTO-ZÜRICH 2026: Neues Messeformat setzt auf Kompaktheit statt Gigantismus

Zürich hat im Februar 2026 ein neues Motorrad-Event erhalten. Die MOTO-ZÜRICH präsentierte sich als bewusst kompaktes Format, das mit einem anderen Ansatz als klassische Grossmessen arbeitet. Das 1000PS-Team mit Kameramann Patrick Berger, Gründer Nasty Nils Müller und Schweiz-Repräsentant Franco Restelli verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von der Premiere in Zürich-Oerlikon.


Zwei Locations mit urbaner Handschrift

Als Veranstaltungsorte dienen das StageOne und die Halle 550, zwei urban-industriell gestaltete Locations unweit des Bahnhofs Oerlikon. Eine der Hallen erstreckt sich über zwei Stockwerke, was der Veranstaltung zusätzliche Struktur verleiht und die Orientierung erleichtert. Das kompakte Setup verzichtet auf ausufernde Hallenwege und konzentriert sich stattdessen auf ein durchdachtes Raumkonzept. Die Atmosphäre erinnert an einen grosszügig dimensionierten Motorradhändler mit angeschlossener Eventfläche, Kaffeehaus und Custom-Ausstellung. Besucher nutzen die Gelegenheit für Fachgespräche und den Austausch zur kommenden Saison.


Breites Markenspektrum von Europa bis Fernost

Das Ausstellerfeld präsentierte sich breit aufgestellt. BMW Motorrad, Ducati, CFMOTO, Vespa, Aprilia, Yamaha, Harley-Davidson, Suzuki, Benda, Triumph und KTM waren vertreten. Ergänzt wurde das Angebot durch Aussteller wie Bridgestone oder Motorex sowie Helmhersteller wie HJC und LS2. Team Bolliger Switzerland brachte Racing-Atmosphäre in die Hallen, während Zontes, Voge und Talaria das internationale Spektrum erweiterten. Der Fokus lag dabei nicht primär auf der Präsentation sämtlicher Jahres-Neuheiten, sondern auf Begegnung und Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern.


Die Öffnungszeiten erstreckten sich über drei Tage: Freitag von 12:00 bis 22:00 Uhr, Samstag von 09:00 bis 22:00 Uhr und Sonntag bis 18:00 Uhr. Dieser zeitliche Rahmen bedeutet für Aussteller nicht nur finanziellen, sondern auch erheblichen personellen Aufwand. Die Rückmeldungen fielen dennoch positiv aus, da das Format echte Gespräche ermöglicht und sich vom anonymen Massenmessebetrieb abhebt.


Atmosphäre statt Masse

Besucher schätzten die entspannte Grundstimmung der Veranstaltung. Custombikes sorgten für Gesprächsstoff, der Kaffee für Aufenthaltsqualität. Die MOTO-ZÜRICH positioniert sich zwischen Community-Treffen und professionellem Messebetrieb und versteht sich bewusst nicht als klassische Leitmesse.


Ob sich das Konzept wirtschaftlich trägt, werden die Auswertungen der Aussteller nach dem Wochenende zeigen. Der erste Eindruck zeigt ein Format, das mit urbaner Handschrift und bewusster Verdichtung einen eigenständigen Weg beim Saisonauftakt einschlägt. Eine umfangreiche Bildergalerie findet sich auf 1000PS. Der Videoreport ist am Sonntag um 20:00 Uhr auf 1000PS TV zu finden!


Bericht vom 22.02.2026 | 1.099 Aufrufe

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