KRKA Enduro 2026
Ergebnisse und Eventbericht vom KRKA Enduro
Wunderbarer Enduro Saisonstart in Kroatien! Mit der CFMOTO 450 MT beim KRKA Enduro Raid. Schönes Event! Tolles Wetter! Top Leistungen der Starter und der Organsiationscrew! Hier die Ergebnisse vom Rennen!
Der KRKA Enduro Raid 2026 fand am 24. und 25. April in Primošten statt und traf genau jene Stimmung, wegen der viele Endurofahrer aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz jedes Jahr nach Kroatien rollen. Offiziell bleibt das Format ein ”Race no Race”: Wettbewerb ja, aber mit Raid-Charakter und freier Wahl bei roten Hard-Sektionen. Vor Ort war es für viele der Start in die warme Saison, diesmal mit Sonne, blauem Himmel, Meerblick und diesem südlichen Gefühl, das beim KRKA fast genauso dazugehört wie Felskontakt.
Strandrennen als Finale eines langen Tages
Das legendäre Strandrennen war nicht der Kern der Veranstaltung, sondern der würdige Schlusspunkt nach langen Enduro-Runden. Am ersten Tag standen rund 150 Kilometer am Plan, am zweiten etwa 120 Kilometer. Wer danach noch direkt am Strand vor Publikum Gas gibt, hat den Tag schon ordentlich in den Knochen. Für Zuschauer ist dieses Finale natürlich ein Spektakel, für die Fahrer eher die letzte Konzentrationsprüfung vor der Strandparty. Genau dort entsteht dieser Mix aus Sport, Urlaub und lässigem Enduro-Zirkus.
Steine prägen den Charakter des KRKA Enduro
Wer Steine nicht mag, darf beim KRKA Enduro nicht jammern. Die Strecke führt ständig über Felsplatten, lose Brocken und ruppige Passagen, die technisch sauber gefahren werden wollen. Genau das macht den Reiz aus. Wer über Stein und Fels besser werden möchte, bekommt dort eine ehrliche Lehrstunde, ohne dass es steril oder künstlich wirkt. Die Route ist hart genug, um Respekt zu verlangen, bleibt aber eingebettet in eine Landschaft, die Endurofahren und Kroatien-Urlaub ziemlich gut zusammenbringt.
Ich war diesmal nicht nur als Beobachter vor Ort, sondern selbst im Rennen, und zwar mit der CFMOTO 450MT in der Zweizylinderklasse. Am Ende stand Platz fünf in der Wertung, was bei diesem Gelände und diesem Motorrad kein schlechter Arbeitstag war. Der Einsatz war intensiv genug, um der Maschine wirklich auf den Zahn zu fühlen. Dazu folgt noch ein eigener Testbericht mit allen Details, denn so ein Big-Enduro-Einsatz am KRKA liefert mehr Erkenntnisse als jede gemütliche Test-Runde. Der Bericht folgt, sobald der Fotograph vom Event die Fotos geliefert hat :-) und wird hier veröffentlicht. Einen kurzen Eindruck vom Motorrad habe ich hier auf Instagram in Videoform veröffentlicht: https://www.instagram.com/reel/DXjTESHABu1/
KLIM betreut Fahrer und Motorräder im Wald
Ein Fixpunkt beim Rennen war auch diesmal die KLIM Labestation. Der Bekleidungshersteller aus Idaho trat nicht laut, sondern angenehm bodenständig auf und kümmerte sich sichtbar fürsorglich um Teilnehmer und Motorräder. Genau solche Details machen bei einem langen Enduro-Tag einen Unterschied, weil zwischen Start, Sonderprüfung, Strand und Heimfahrt jede kleine Unterstützung willkommen ist. Der Auftritt passte zum Event: professionell, unkompliziert und sympathisch, ohne das Rennen zu überlagern. So bleibt Marke im Kopf, ohne dass es nach Werbeplakat riecht.
Dieter Rudolf holt den Sieg in Primošten
Sportlich gab es vorne eine klare Ansage: Dieter Rudolf gewann auf seiner GAS GAS die Gesamtwertung beziehungsweise Enduro Light mit 49:30 Minuten. Dahinter folgten Manuel Eder auf KTM in 53:38 und Leopold Marschnig auf KTM in 55:04, knapp vor Felix Zöhrer und Tjaša Fifer. Bemerkenswert war auch, wie eng es im Bereich der Top fünf zuging. Rudolf setzte sich deutlich ab, dahinter blieb jede Sekunde sichtbar wertvoll. Für die Gesamtwertung war das ein starkes, sauberes Statement.
| Position | Startnummer | Name | Marke | Time |
| 1 | 429 | Dieter Rudolf | GAS GAS | 00:49:30 |
| 2 | 1 | Manuel Eder | KTM | 00:53:38 |
| 3 | 4 | Leopold Marschnig | KTM | 00:55:04 |
| 4 | 506 | Felix Zöhrer | KTM | 00:55:10 |
| 5 | 593 | Tjaša FIFER | GAS GAS | 00:55:25 |
| 6 | 22 | Bernhard Gressenbauer | HUSQVARNA | 00:56:31 |
| 7 | 19 | Philip Seteram | BETA | 00:56:36 |
| 8 | 8 | Nico Maier | KTM | 00:56:56 |
| 9 | 9 | Valentin Otter | KTM | 00:56:58 |
| 10 | 616 | Lars Enoeckl | GAS GAS | 00:57:20 |
Ladies Klasse
In der Ladies-Klasse gewann Tjaša Fifer auf GAS GAS mit 55:25 Minuten vor Vanessa Danz auf KTM in 1:12:04 und Anja Biethahn auf KTM in 1:25:19. Dahinter reihten sich Linda Mörtl, Anna-Lena Hiebl, Anna Rieder, Maria Frey, Yvonne Dürrenberger, Nina Buchholz und Tamara Pettit ein.
| Position | Startnummer | Name | Marke | Time |
| 1 | 593 | Tjaša FIFER | GAS GAS | 00:55:25 |
| 2 | 101 | Vanessa Danz | KTM | 01:12:04 |
| 3 | 545 | Anja Biethahn | KTM | 01:25:19 |
| 4 | 169 | Linda Mörtl | BETA | 01:27:22 |
| 5 | 366 | Anna-Lena Hiebl | BETA | 01:27:47 |
| 6 | 186 | Anna Rieder | BETA | 01:32:42 |
| 7 | 379 | Maria Frey | GAS GAS | 01:41:28 |
| 8 | 212 | Yvonne Dürrenberger | BETA | 01:52:21 |
| 9 | 196 | Nina Buchholz | HUSQVARNA | 09:41:38 |
| 10 | 609 | Tamara Pettit | HUSQVARNA | 16:05:58 |
Old Men 50+
In der Over-50-Klasse setzte sich Klaus Huemer auf BETA mit 1:02:28 klar durch, nur 22 Sekunden vor Manfred Reithofer und 33 Sekunden vor Steffen Jagielski.
| Position | Startnummer | Name | Marke | Time |
| 1 | 570 | Klaus Huemer | BETA | 01:02:28 |
| 2 | 596 | Manfred Reithofer | HUSQVARNA | 01:02:50 |
| 3 | 306 | Steffen Jagielski | SHERCO | 01:03:01 |
| 4 | 339 | Rudolf Tolazzi | KTM | 01:03:25 |
| 5 | 470 | Gerhard Zöhrer | KTM | 01:07:11 |
| 6 | 532 | Kurt Hiebl | KTM | 01:07:11 |
| 7 | 500 | Günter Pötz | BETA | 01:08:18 |
| 8 | 195 | Alexander Schmölz | OTHER | 01:09:23 |
| 9 | 476 | Herbert Helm | HUSQVARNA | 01:09:32 |
| 10 | 505 | Hagen Murgg | SHERCO | 01:11:08 |
Enduro Twin zeigt die Härte der Big Bikes
Die Zweizylinderklasse hatte beim KRKA ihren ganz eigenen Rhythmus. Wilfried Schmidtmayr gewann auf KTM in 6:58:31 Stunden vor Manuel Hafen auf Aprilia und Bernhard Schmidtmayr auf Yamaha. Dahinter folgten Timo Reinhardt, ich selbst mit der CFMOTO auf Rang fünf und Norbert Strasser auf Rang 6, alle in einem Bereich, in dem Ankommen und sauber durchhalten bereits eine klare Ansage sind. Gerade auf grossen Motorrädern zeigt das KRKA, wie schnell ein lässiger Raid zum ernsthaften Material- und Konditionstest wird.
| Position | Startnummer | Name | Marke | Time |
| 1 | 408 | Wilfried Schmidtmayr | KTM | 06:58:31 |
| 2 | 220 | Manuel Hafen | APRILIA | 09:44:37 |
| 3 | 585 | Bernhard Schmidtmayr | YAMAHA | 14:54:09 |
| 4 | 436 | Timo Reinhardt | YAMAHA | 16:05:23 |
| 5 | 564 | Nils Mueller | CFMOTO | 16:05:58 |
| 6 | 517 | Norbert Strasser | OTHER | 16:06:31 |
| 7 | 433 | Darja Schlote | YAMAHA | 18:11:06 |
| 8 | 536 | Werner Diesenreither | KTM | 20:12:10 |
| 9 | 540 | Herbert Strauss | KTM | 22:11:56 |
| 10 | 158 | Andreas Püchler | HUSQVARNA | 1.00:12:10 |
Alles in allem war der KRKA Enduro Raid 2026 wieder genau das, was ihn seit Jahren stark macht: ein anspruchsvoller Enduro-Termin mit Meerblick, internationalem Starterfeld, viel Fahrzeit und einer Atmosphäre, bei der auch Familien gerne mitkommen. Die Startplätze waren wie immer schnell weg, was für die Qualität des Events spricht. Wer Steine lernen will, muss hier fahren. Wer Enduro mit Kroatien-Urlaub verbinden möchte, findet in Primošten einen ziemlich schönen Fixpunkt im Kalender.
Bericht vom 26.04.2026 | 2.887 Aufrufe