Test-Video | Horex VR6 Classic

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Dauer: 00:04:22
Online seit: 02.09.2013

Testbericht

Horex VR6 Classic

Horex VR6 Classic

Der einzigartige Horex-Sechszylindermotor im neuen Modell VR6 Classic.

Der einzigartige Horex-Sechszylindermotor im neuen Modell VR6 Classic.























































































































































Horex VR6 Classic
 

Horex VR6 Classic – revolutionäre Technik im klassischen Kleid.



Hat die Horex VR6 Roadster noch den hohen
technischen Anspruch hervor gekehrt, zelebriert die neue Horex VR6
Classic nun in Sachen Design die Geschichte der Marke - ohne dabei
peinlich zu werden. Speichenfelgen, Zweiton-Lackierung und die zeitlose
Gesamtoptik reichen, um die Classic als die noch schönere Horex da
stehen zu lassen.
 
Die Hauptunterschiede der
neuen Horex VR6 Classic zu ihrer ”normalen” Schwester VR6 Roadster sind
gut und eindeutig zu erkennen – die Abgrenzung der beiden Modelle
funktioniert also bereits auf den ersten Blick: die feschen
Kineo-Speichenfelgen und die rote Lackierung mit den silbernen
Zierstreifen, wirken nicht nur elegant sondern auch überaus klassisch,
indem sie an die alten und legendären Modelle von früher erinnern.
Technisch hat die neue VR6 Classic glücklicherweise aber rein gar nichts
mit diesen Modellen zu tun, das Herzstück ist nämlich ein einzigartiger
VR-Sechszylindermotor modernster Bauweise.

Horex VR6 Classic


Extrem kompakter VR-Sechszylinder-Motor.

Wem die Bezeichnung ”VR6”
bekannt vorkommt, liegt nicht ganz falsch, Volkswagen hat diesen Begriff
bereits vor einigen Jahren für einen stark verschränkten
Sechszylinder-Motor verwendet, sozusagen ein V-Reihenmotor, bei dem die
beiden Zylinderreihen extrem nahe beisammen liegen. Horex macht sich nun
die Kompaktheit dieser Bauweise zugute und ordnet die beiden
Zylinderreihen mit einem Winkel von nur 15 Grad an, was den Motor
gleichsam kurz und schmal macht. Allerdings ist diese exotische Bauweise
auch schon die einzige Gemeinsamkeit der Motoren, die
Anforderungsunterschiede zwischen Auto- und Motorradtriebwerken könnte
unterschiedlicher kaum sein.

Horex VR6 Classic







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Horex VR6 Classic

Horex VR6 Classic
 
Denn auch
wenn der VR6-Murl der Horex VR6 im Stand herrlich seidig läuft und kaum
eine Bewegung spürbar ist, wollten die Ingenieure gar nicht alle
Vibrationen herausfiltern – ganz steril darf ein solches Kraftwerk ja
doch nicht wirken. Tut es auch nicht, bereits beim ersten Gasstoß spürt
man die Kraft, die aus den sechs Zylindern mit insgesamt 1218 Kubik
Hubraum gewonnen wird. Im Falle der neuen Classic sind es ”nur” 126 PS
bei 8500 Touren und 120 Newtonmeter Drehmoment bei 7000 Umdrehungen,
womit Leistung und Drehmoment nicht an jene Werte des Roadster-Modells
(161 PS, 137 Newtonmeter) heranreichen.

 

 

Horex VR6 Classic

Horex VR6 Classic
Die
außen gespeichten Kineo-Felgen verbinden Klassik und Moderne - und sind
ein absoluter Eyecatcher.
Unter
anderem ein extra für die Classic-Version designter Motordeckel
rechtfertigt den höheren Preis.

Horex VR6 Classic

An Fahrdynamisch mangelt es der VR6 Classic nicht, lediglich der letzte
Kick im obersten Drehzahlbereich fehlt ihr gegenüber der
Roadster-Version. Der Motorsound geht aber bei beiden durch  Mark
und Bein.


Mehr Drehmoment im unteren und mittleren Bereich.

Das Stutzen der
Spitzenwerte soll allerdings einem besseren Ansprechverhalten bei
niedrigen Drehzahlen zugute kommen, die VR6 Classic bietet schon im
untersten Drehzahlbereich einen akzeptablen Antritt. Erreicht wurde dies
durch den Einbau von Interferenzrohren in die Krümmerrohre der
Aupuffanlage, die den Abgasgegendruck reduzieren und damit den
Drehmomentverlauf gerade im unteren Bereich stärken.

Horex VR6 Classic
 
Wer
allerdings den gewissen Kick des Sechszylinder-Aggregats erleben möchte,
kommt um die Roadster-Variante nicht herum. Die gewaltigen 161 PS stehen
bei 8800 Touren zur Verfügung und die Power wird auch explosionsartig
bei rund 9000 Umdrehungen abgegeben. Das schiebt an wie eine Gasturbine,
begleitet von einem infernalischen Kreischen des Motors, das anfangs
noch als besonders eigenständig bewertet werden kann, mit der Zeit aber
sogar etwas zu stark in die Ohren fährt.

Horex VR6 Classic
Das Handling geht dafür
wieder voll in Ordnung, wer nicht weiß, dass der Motor alleine rund 100
Kilo auf die Waage bringt und die gesamte Horex VR6 Classic fahrfertig
ohne Sprit fast 250 Kilo wiegt, würde sie anhand des guten Handlings
bestimmt leichter einschätzen. Es wurde aber auch lange daran getüftelt,
die Geometrie auf den aktuellen Stand zu bringen, laut Testfahrer war
der Prototyp sehr hecklastig, weshalb die Schwinge ein wenig verlängert
wurde. Auch die Bereifung spielt auf der Horex eine wichtige Rolle – die
Vorserie, mit Pirelli-Pneus bereift, war noch störrisch wie ein alter
Bock, während die aktuellen Modelle mit dem Metzeler Roadtec Z8 sehr
agil einlenken, sodass man vor kurvigem Geläuf keine Angst haben muss.

Horex VR6 Classic
Lediglich im Stand und
beim Rangieren merkt man unter anderem wegen des recht breiten Sattels,
der für kleinere Piloten einen sicheren Stand nur auf Zehenspitzen
erlaubt, das anständige Gewicht. Während der Fahrt erfreut man sich aber
an dem straff abgestimmten Fahrwerk, das vorne mit einer voll
verstellbaren WP-Upside-Down-Gabel mit 48 Millimeter Durchmesser und
hinten mit einem ebenfalls voll justierbaren Sachs-Federbein eher die
sportliche Note als den klassischen Gedanken hervor kehrt. Und auch die
Bremse wird den sportlichen Fahrer freuen, passt allerdings nicht ganz
optimal zur Classic-Version, ist sie doch ein wenig zu giftig
abgestimmt. Allerdings hatten unsere Testmaschinen erst wenige 100
Kilometer am Tacho, das wird sich gewiss noch einspielen und optimieren.

Horex VR6 Classic

FAZIT

Wer auf Individualität bei Motorrädern steht, ist mit nichts anderem
besser bedient als mit einer Horex. Gegen eine Maschine aus der
Augsburger Manufaktur wirken alle anderen, noch so exklusiven Motorräder
wie Massenware und dank dieser geballten Horex-Exklusivität geht auch
der Preis ab 24.500 Euro in Deutschland und 28.700 Euro in Österreich in
Ordnung. Hinzu kommt das einmalige VR6-Motorprinzip, das kein anderer
Motorradhersteller verwendet und die noch speziellere Abstimmung auf den
eigenen Geschmack mit einer Vielzahl an Individuallisierungs-Optionen ab
Werk (siehe unten).

Horex VR6 Classic
 
Dass solch
eine Horex VR6 dann auch noch sehr gut funktioniert, versteht sich da
eigentlich von selbst. Wer sich der einmalig homogenen Kraftentfaltung
des Motors hingeben möchte, findet mit der hübscheren VR6 Classic die
Horex fürs Leben, wer hingegen die volle Kraft der 161 Pferde spüren
will, greift besser zur VR6 Roadster und erlebt ab 8000 Touren ein
unbeschreibliches Spektakel. Apropos volle Kraft, mit 161 PS ist das
Limit des Motors noch lange nicht ausgereizt, das Thema Kompressor ist
immer noch nicht ganz vom Tisch, wenn die Leute von Horex wollen,
schüttelt das Triebwerk mit Aufladung locker über 200 PS aus dem Ärmel.
Ich hoffe, dass sie es sehr bald auch wirklich wollen.


Horex VR6 Classic



Individuallisierungs-Optionen:

Selbst bei einer Horex ”von der Stange” merkt man, welche Vorteile es
hat, in Kleinstserie zu produzieren: Die VR6 Classic ist das einzige
serienmäßige Motorrad, das auf einem außermittig gespeichten
Kineo-Felgensatz fährt – die Funktion ist tadellos, die Optik ein
absoluter Hammer. Dank der innovativen Geometrie der Speichennippel
erlauben die Kineo-Felgen den Einsatz von modernen Schlauchlos-Reifen.
Da jede Maschine einzeln von Hand und nur auf Bestellung gefertigt wird,
können außerdem für die VR6 Roadster noch eine Menge anderer
Kundenwünsche berücksichtigt werden.

Horex VR6 Classic

Horex VR6 Classic

In Kürze wird es auf der Horex-Homepage
www.horex.com
zur besseren Veranschaulichung der vielen
Optionen einen Konfigurator geben, der es ermöglicht, seine ganz
spezielle, persönliche Traum-Horex zusammen zu stellen. Zur Verfügung
stehen dann 10 Außenfarben, Rahmen, Motordeckel und Auspuff jeweils in
Schwarz oder Silber, Sattel außer Schwarz und Braun auch in Alcantara
Schwarz oder Grau, Gepäcklösungen von SW-Motech (eigens für Horex in
einer Kleinserie angefertigt), ein kleines, durchsichtiges Windschild,
Heizgriffe und noch viel mehr.


Interessante Links:

Text: Vauli

Fotos:
Horex

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