Yamaha MT-125 2018 vs. Kawasaki Z1000SX 2019
Bewertung
Yamaha MT-125 2018 vs. Kawasaki Z1000SX 2019 - Vergleich im Überblick
Der Yamaha MT-125 mit ihrem 4-Takt 1-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 125 Kubik steht die Kawasaki Z1000SX mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor mit 1.043 Kubik gegenüber. Die Kawasaki hat mit 142 PS bei 10.000 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur Yamaha mit 15 PS bei 9.000 U / min.
Das maximale Drehmoment der Z1000SX von 111 Newtonmeter bei 7.300 Touren bietet einen deutlich stärkeren Punch als die 12 Nm Drehmoment bei 8.000 Umdrehungen bei der MT-125.
Bei der MT-125 federt vorne eine Telegabel konventionell. Die Z1000SX setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Yamaha vorne eine Einzelscheibe und hinten eine Scheibe. Die Kawasaki vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 300 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Tokico. Hinten ist eine Scheibe mit 250 mm Durchmesser und Einkolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt MT-125 auf Schlappen mit den Maßen 100 / 80 - 17 vorne und 130 / 70 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Z1000SX Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 190/50-17 hinten.
Der Radstand der Yamaha MT-125 misst 1.355 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 810 Millimeter. Die Kawasaki Z1000SX ist von Radachse zu Radachse 1.440 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 815 Millimeter.
In den Tank der MT-125 passen 11,5 Liter Sprit. Bei der Z1000SX sind es 19 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Yamaha MT-125 beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 4.746 Euro und ist damit spürbar günstiger als der Preis der Kawasaki Z1000SX mit 6.240 Euro im Durchschnitt.
Von der Yamaha MT-125 gibt es aktuell 20 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Kawasaki Z1000SX sind derzeit 4 Modelle verfügbar.
Technische Daten im Vergleich
Yamaha MT-125 2018 |
Kawasaki Z1000SX 2019 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Zylinderzahl | 1 | 4 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 124,7 ccm | 1043 ccm |
| Bohrung | 52 mm | 77 mm |
| Hub | 58,6 mm | 56 mm |
| Leistung | 15 PS | 142 PS |
| U/min bei Leistung | 9000 U/min | 10000 U/min |
| Drehmoment | 12,4 Nm | 111 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 8000 U/min | 7300 U/min |
| Verdichtung | 11,2 | 11,8 |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Zündung | Transistor | Digital |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Motorbauart | Reihe | |
| Ventilsteuerung | DOHC | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Drosselklappendurchmesser | 38 mm | |
| Starter | Elektro | |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | Aluminium |
| Rahmenbauart | Deltabox | |
| Lenkkopfwinkel | 65,5 Grad | |
| Nachlauf | 102 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel konventionell | Telegabel Upside-Down |
| Durchmesser | 41 mm | |
| Federweg | 120 mm | |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Einzelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 300 mm | |
| Kolben | Vierkolben | |
| Aufnahme | Semi-Schwimmsattel | |
| Betätigung | hydraulisch | |
| Technologie | radial, Monoblock, Petal | |
| Marke | Tokico | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 250 mm | |
| Kolben | Einkolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 100 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 80 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 130 mm | 190 mm |
| Reifenhöhe hinten | 70 % | 50 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 1955 mm | 2100 mm |
| Breite | 740 mm | 790 mm |
| Höhe | 1040 mm | 1185 mm |
| Radstand | 1355 mm | 1440 mm |
| Sitzhöhe von | 810 mm | 815 mm |
| Gewicht fahrbereit | 138 kg | |
| Tankinhalt | 11,5 l | 19 l |
| Führerscheinklassen | A1 | A |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 235 kg | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Vergleicht man die Yamaha MT-125 mit ihrer Konkurrenz aus 2018 wird schnell klar, dass sie in Hinsicht auf die Austattung und die Optik nicht mehr mithalten kann. Unter ihrem angestaubten Kleid steckt jedoch ein hervorragendes Naked Bike, das den sportlichen Aspekt auf Spitzenniveau hält. Die MT-125 ist stabil in der Kurve und bietet genug Punch aus der Kurve, um die Konkurrenz abzuhängen. Ihre Geometrie ist ebenfalls sehr einladend und erweckt das Gefühl, auf einem deutlich stärkeren Naked Bike zu sitzen. Die MT-125 hat es also geschafft - auch vier Jahre nach ihrer Veröffentlichung fährt sie in der A1 Naked Bike Klasse ganz vorne mit.
Die Nakedbike Gene der ursprünglichen Z1000 sind glücklicherweise in den richtigen Arealen erhalten geblieben, aber das Motorrad wurde konsequent auf die Tourentauglichkeit abgestimmt. Eine angepasste Sitzposition mit einer deutlich komfortablen Sitzbank (auch und vor allem für den Sozius), ein fein dosierbarer Motor und ein ausreichender Windschutz bieten die optimale Basis für lange, ausgiebige und nicht zuletzt sportliche Ausfahrten. Der recht kompakte Kniewinkel könnte bei dem Ein oder Anderen unter euch auf langen Ausfahrten für eine frühzeitige Zwangspause sorgen. Im Gegenzug erhaltet Ihr aber eine aufrechte Sitzposition, in welcher Ihr euren Oberkörper frei entfalten könnt. Die Z1000SX ist ein aufs wesentlich reduziertes Tourenbike mit einem Top Preis-Leistungsverhältnis! Dabei ist eines besonders aufgefallen, es müssen nicht immer unbedingt alle elektronischen “Helferlein” mit an Board sein, um ein sehr gut fahrbares sportliches Motorrad zu kreieren - ein TOP Sporttourer zu einem im Verhältnis zu den anderen zwei Bikes günstigem Preis!
- durchzugsstarker Motor
- erwachsene Geometrie
- stabiles Fahrverhalten
- gut für grosse Leute
- veraltete Optik
- Bremse
- Spürbares Leistungsplus im Vergleich zur Versys 1000
- Feinfühliger Reihenvierzylinder der sich kontrolliert dosieren lässt
- Der Preis-Leistungs-Sieger unter den getesteten Sporttourern
- Idealer Kompromiss aus Sportlichkeit und Tourerfähigkeiten
- Elektronisch eher rudimentär ausgestattet
- Armaturen bei direkter Sonneneinstrahlung nicht optimal ablesbar