Yamaha MT-07 2014 Test

Das supergünstige Einsteigerbike Yamaha MT-07 - für alle, die Spass suchen!
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Yamaha MT-07 - das Funbike für´s kleine Börserl.

 

Bei einem Aktionspreis von weniger als 6000 Euro ist es in der heutigen, überteuerten Zeit nur ganz natürlich, dass man an ein billig gemachtes, langweiliges Einsteiger-Motorrad denkt. Kann ja keiner wissen, dass Yamaha alle Hosen herunter lässt - und mit der ultragünstigen MT-07 ein waschechtes, hochwertiges Fun-Bike auf die Räder stellt!

 
Der Begriff "Spass" lässt sich bekanntlich weit dehnen und ist auch extrem subjektiv -was der eine noch lustig findet, ist für den anderen bereits empörend. Und während man oft hört, dass "der Spass auch mal ein Ende haben muss", geht es für mich erst dann so richtig los. Auch der Spass am Motorrad ist breit gefächert, der eine erfreut sich an gemütlichen Ausfahrten durchs Grüne, der andere braucht 300 km/h um die wahre Freude geniessen zu können. Für alle dazwischen hat Yamaha nun mit der MT-07 ein herliches Paket geschnürt, das den Spass-Faktor auf ein sehr hohes Level hievt. http://www.motorrad-bilder.at/thumbs/500x375/slideshows/291/011188/yamaha_mt-07_22.jpg

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Kernstück und Hauptursache der Freudenspendung ist das herrliche Reihen-Zweizylinder-Triebwerk mit 689 Kubik und dem "Crossplane" genannten 270 Grad-Hubzapfenversatz, der für einen äusserst kernigen Krafteinsatz und Sound sorgt. Resultat sind 75 PS bei 9000 Touren und 68 Newtonmeter Drehmoment bei 6500 Umdrehungen - zugegeben, keine berauschenden Zahlen, im Fahrbetrieb dafür umso beeindruckender. Die MT-07 geht schon im unteren Drehzahlbereich flott zur Sache, in der Mitte kommt dann sogar noch ein spürbarer Punch dazu, der aus der MT-07 eine regelrechte Wheelie-Waffe macht. Ein erfahrener Fahrer wird sich über diese Kraftentfaltung wundern und freuen, ein übermotivierter Einsteiger hätte dann aber lieber zur XJ6 gegriffen.

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Dafür macht auch der Rest der MT-07 gerne bei dieser sportlichen Vorstellung mit: Die Bremsen mit Vierkolbenzangen an der Front packen ordentlich zu und würden auch einem teureren Naked Bike gut zu Gesicht stehen. Die Sitzposition ist angenehm aufrecht, aber doch sportlich genug, um das Potential der MT-07 auskosten zu können. Dank des, im vorderen Bereich stark taillierten Sitzes haben auch kleinere Piloten einen guten Stand. Und auch das Handling ist äusserst spielerisch, obwohl als Hinterreifen ein, für diese Klasse ziemlich breiter 180er-Reifen verbaut ist. Da macht sich aber auch das Fleigengewicht von nur 179 Kilo im fahrbereiten Zustand positiv bemerkbar.

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Das Fahrwerk könnte bei solcher Sportlichkeit zwar etwas straffer abgestimmt sein, allerdings bietet es so noch genug Komfort für den Alltag - nicht vergessen, die MT-07 soll auch Einsteiger ansprechen!. Etwas störend sind dabei lediglich die relativ früh schleifenden Fussrasten, die nicht nur bei einem leicht übergewichtigen Fahrer wie mir am Asphalt kratzen und somit dem ultimativen Kurvenspass ein wenig Einhalt gebieten. Das kantig aggressive Design entspricht wiederum voll und ganz dem minimalistischen und martialischen Stil auf der MT-07, nur die vordere konventionelle Telegabel hat eine wenig ansprechende Optik, da wäre eine Upside-Down-Gabel wie auf der MT-125 schon schöner gewesen.

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Anschaffen gehen für die Brez´n.


Dafür erfüllen die Armaturen ihren Dienst ausgezeichnet, das Display ist hoch positioniert und somit gut ablesbar, der Umfang samt Ganganzeige, Aussentemperatur und vielen anderen Informationen darf als komplett bezeichnet werden. Insgesamt ist wohl auch der absolute Dumping-Preis der MT-07 ein triftiges Argument für den Spass, den die kleine Japanerin macht. Immerhin müsste ich im Falle einer Schrottung nur mein Auto verkaufen und schon wäre die Sache erledigt. Bei einer KTM 1290 Super Duke R etwa müsste ich zuätzlich vieri Monate Tellerwaschen oder acht Monate anschaffen gehen, um mir die Brez´n leisten zu können - wovon Nasty Nils bekanntlich ein Lied singen kann... (Sturz Nasty Nils KTM 1290 Super Duke R)

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+ Stärken:
Extrem agiler Motor, sehr leichtes Handling, niedriges Gewicht, aggressiv kantige Optik, kräftige Bremsen, angenehme Sitzposition, kerniger Sound, umfangreiches und gut ablesbares Display.

- Schwächen:
Fahrwerk etwas weich, Fussrasten schleifen flott, teilweise günstige Plastikteile, langweilige Telegabel.

 

Vaulis Fazit:
Die MT-07 ist eine unglaubliche Spassmaschine, die sich extrem sportlich bewegen lässt. Die Bremsen packen ordentlich zu, das Handling ist herrlich und der Motor ist derzeit das mit Abstand agilste Triebwerk in dieser Klasse - und sogar darüber. Das leichte Handling passt da bestens dazu und auch das aggressive Design mit den vielen Ecken und Kanten kann gefallen. Lediglich das Fahrwerk geht den typisch guten Kompromiss zwischen Komfort und Sport ein und soll wohl daran erinnern, dass die günstige MT-07 auch für Einsteiger eingies zu bieten hat.
kotKots Fazit:
Skepsis ist die beste Basis, um positiv überrascht zu werden. Nachdem mich die MT-09 mit ihrem brachialen Dreizylinder-Triebwerk nachhaltig beeindruckt hatte, wollte ich von einer kleinen Schwester mit Parallel-Twin nichts wissen. Reihenzweizylinder sind angenehme, harmlose Motoren, die eine beschwingte, aber unspektakuläre Fahrdynamik ermöglichen – dachte ich. Die MT-07 hat mich eines Besseren belehrt. Jetzt will ich nur noch eins: Mehr davon! So baut man einen Bestseller, den man sich leisten kann und der auch sportliche Fahrer begeistert.

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Interessante Links:

Text: Vauli
Fotos:
Kaptain Kuk

Bericht vom 02.07.2014

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