KTM 1290 Super Duke R - Öhlins Fahrwerk

KTM 1290 Super Duke R - Öhlins Fahrwerk

Upgrade der KTM 1290 SuperDuke R.

Federbein von Öhlins, Gabelumbau von MB BikePerformance. Test der umgebauten KTM auf der Rennstrecke in Brünn.

Die 1290er SuperDuke von KTM ist ein ein arges Gerät. Die 144 Nm fahren mächtig ins Herz aber auch ins Fahrwerk. Auf der Strasse ist die 1290er grandios unterwegs und das Fahrwerk richtig abgestimmt. Auf der Rennstrecke ist es uns aber noch nicht gelungen die KTM perfekt hinzustellen.

Auf der einen Seite fehlt es dem grossen Herzog am Kurveneingang ein wenig an Präzision. Ausserdem schafft man es nicht immer die Linie zu halten, die SuperDuke verliert immer wieder mal den scharfen Innenstrich. Kann sein, dass sie hinten zu stark in die Federn geht und dadurch wird der Radius dann zu weit. Zusätzlich dazu bietet sie auf der Strecke zu wenig Schräglagenfreiheit für würdige Rundenzeiten. Auf kompakten Rennstrecken ist ihr daher sogar die alte 990er SuperDuke R mit dem hochwertigeren Fahrwerk etwas überlegen.

Öhlinsfederbein für die KTM 1290 SuperDuke R

Im Winter kam dann die gute Nachricht von Öhlins. Sie bieten ab sofort ein hochwertiges TTX Federbein für die SuperDuke an. Damit sollte auf alle Fälle mal „hinten“ alles erledigt sein. Doch vorne muss unser Fahrwerksexperte Martin Bauer in seine persönliche Trickkiste greifen.

Martin Bauer: “Die Komponenten der SuperDuke sind nicht schlecht, aber klarerweise ist das Setup ein Kompromiss. Die Maschine soll ja auch auf der Landstrasse gut und sicher unterwegs sein. Wer hauptsächlich auf der Rennstrecke unterwegs ist, der muss das Setup daher anpassen.“

Gesagt, getan! Bauer installierte uns das Öhlins Federbein und baute vorne die Gabelinnerein um. Dabei wurde aber kein komplettes Cartridge installiert, sondern nur ein anderes Öl eingefüllt und andere Shims installiert. Die Feder blieb wie sie ist.

Erste Ausfahrt mit dem SD1290 Tuning-Fahrwerk

Bei der 1000PS Bridgestone Gripparty in Brünn bekam die 1290er das erste Mal Auslauf. Die Streckentemperatur war zwar etwas niedrig, aber auch damit muss das edle Fahrwerk zurecht kommen. Die SuperDuke lenkte nun am Kurveneingang präziser ein. Das funktionierte wirklich gut. Auch konnte die Linie besser gehalten und die Maschine schneller in die richtige Position fürs Vollgas gebracht werden. Die SuperDuke war nun einer Rennmaschine deutlich näher als vorher. Kein Vorteil ohne Nachteil! Bei den Bodenwellen kam nun etwas mehr Unruhe ins Fahrwerk aber insgesamt war die SuperDuke R noch auf der sicheren Seite.

Noch immer nicht perfekt ist aber das Thema mit der Schräglagenfreiheit. Die Fussrastenanlage von MG Biketec schaffte nur etwas Abhilfe und das Fahrwerk lindert das Problem ein wenig - doch die SD1290R setzt noch immer zu früh auf. Martin Bauer meint zwar, dass er die Maschine problemlos noch etwas höher hinstellen kann, aber dann wird das Motorrad mehr und mehr instabil. Er plädierte dafür am Fahrstil zu feilen, engagierter in Hangoff zu gehen und Schräglage zu sparen.

Die Gesamtkosten vom Umbau inkl. Einbau belaufen sich auf rund 2.000 Euro. Rund 1.500 gehen schon alleine für das Federbein drauf. Empfehlenswert ist der Umbau aber nur für Duke-Fans die zum überwiegenderen Teil auf der Rennstrecke fahren. Dort macht der Umbau Sinn und macht die SD1290R auch spürbar besser.

KTM 1290 Super Duke Tuneup - alle Storys

Bericht vom 13.04.2015 | 28'430 Aufrufe

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