Benelli Leoncino 800 2020 - Angriff auf die Retro-Mittelklasse

Benelli Leoncino 800 2020 - Angriff auf die Retro-Mittelklasse

Die Italo-Chinesen präsentieren den Big Brother der Leoncino 500

Bereits auf der letztjährigen EICMA präsentierte Benelli die Studie eines Scramblers. Dieser als Leoncino 800 Concept bezeichneter Prototyp, erregte einiges Aufsehen und war einer der Hingucker der Messe. Jetzt steht das Serienbike in den Startlöchern und wird wohl dieses Jahr auf der EICMA präsentiert.

Entgegen der Studie setzt das Serienmodell auf Alufelgen statt Speichenfelgen. Die Leoncino bleibt also zunächst definitiv strassenorientiert, wenngleich eine geländetauglichere Version natürlich nicht ausgeschlossen ist. Der Motor ist bereits aus der, heuer auf den Markt gekommenen, Benelli 752S bekannt. Dieses Aggregat sollte für ausreichende Fahrleistungen sorgen. Das ist auch gut so, denn die Konkurrenz- namentlich Suzuki SV 650, Ducati Scrambler 800, Yamaha XSR 700, Triumph Street Scrambler u.a. - hat hier ordentlich vorgelegt.

Ausstattung, Zahlen, Daten, Fakten

Ein flüssigkeitsgekühlter 750 cm³ Zweizylindermotor mit einer maximalen Leistung von 77 PS bei 8.500 U/min, und einem maximalen Drehmoment von 67 Nm bei 6.500 U/min soll die Basis für Fahrspass bieten. Zwei obenliegende Nockenwellen steuern die acht Ventile. Diese Daten aus der 752S werden so, oder beinahe so auch für die Leonicno 800 gelten. Gleiches gilt für das 6-Gang-Getriebe und die Bremsanlage, zwei Bremsscheiben mit vier Bremskolben und 320 mm Durchmesser vorne und einer 260 mm-Bremsscheibe hinten, sowie ABS sorgen für sicheres Anhalten. Ein Hauptständer wird ebenfalls serienmässig verbaut, mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr, schon gar nicht in dieser Preisklasse. Zum Fahrwerk und zu Preisen lässt sich noch nichts Abschliessendes sagen. Da aber auch Benelli 752S und Leoncino 500 nicht gerade überteuert angeboten werden, muss sich die Konkurrenz hier wohl warm anziehen.

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten - die Optik

Klassische Linienführung, ein "schwebender" Sitz und ein Hingucker zwischen Sitzbank und Tank für den Modellschriftzug und ein kleiner Löwe am vorderen Kotflügel- soweit so gut. Leider ist dem Designer bei der Gestaltung des Frontscheinwerfers kein Volltreffer gelungen, er wirkt etwas zu globig. Auch die Plastikabdeckungen im Gitterrohrrahmen trüben den hochwertigen Gesamteindruck ein wenig.

Nichtsdestotrotz steht hier ein durchaus gelungenes Retro-Bike vor uns, das auf den ersten Blick als Benelli zu erkennen ist. Wir sind gespannt, wie sich die Leoncino 800 in der heiss umkämpften Scrambler-Liga schlagen wird. Bei der EICMA im November werden wir ganz bestimmt am Benelli-Stand vorbeischauen, dranbleiben zahlt sich also aus.

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Bericht vom 02.10.2019 | 4'709 Aufrufe

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