MV Agusta Brutale 1000 RR 2020

MV Agusta Brutale 1000 RR 2020

Das stärkste Naked Bike der Welt?

Die MV Agusta Brutale 1000 ist zurück! Massiv Leistung und super-sportliche Austattung sagen Ducatis Streetfighter V4 den Kampf an. Der Wettstreit um den Titel des stärksten Naked Bikes ist in vollem Gange. MV Agusta führt ein Serienmodell in Form der Brutale 1000 RR und ein High-End Edelmodell in Form der Brutale 1000 Serie Oro ins Gefecht.

Die MV Agusta Brutale 1000 Serie Oro ist nichts neues. Schon letztes Jahr begeiserte sie auf der EICMA 2018 und wurde sogar vom italienischen Motorradmagazin "Motociclismo" zum "schönsten Motorrad der EICMA" gewählt. Doch neu ist dieses Jahr, dass zusätzlich zum Nobelmodell Brutale 1000 Serie Oro mit der Brutale 1000 RR auch ein Serienmodell kommt. Und laut Papier mit mächtig Furore.

Motor, Leistung und Race-Kit der MV Agusta Brutale 1000 RR

Generell steht die Brutale 1000 RR der Serie Oro in kaum was nach. Die Unterschiede begrenzen sich eigentlich nur aufs optische, die Felgen und ein paar Titan-Schrauben im Motor. Leistungstechnisch sind sie sich ebenbürtig. Der 998cc-Reihenvierzylinder-Motor leistet 208 PS bei 13.000 U/min und 116,5 Nm bei 11.000 Umdrehungen. Und das bei einem Trockengewicht von 186 kg! Damit liegt die Brutale knapp unter dem Niveau der Ducati Streetfighter V4, welche auch 208 PS aber mit 123 Nm mehr Drehmoment leistet. Allerdings mit 105 cm³ mehr Hubraum. MV Agusta bietet, wie auch Ducati, noch eine Upgrade-Möglichkeit an. Ein Racing-Kit soll die Top-Leistung auf 212 PS anheben. Ob die Streetfighter oder die Brutale den Titel des stärksten und schnellsten Naked-Bikes für sich beanspruchen kann, entscheiden aber nicht die Zahlen am Papier. Erst wenn sie sich Aug in Aug gegenüberstehen und unter gleichen Bedingungen getestet werden, wird sich die Siegerin offenbaren.

Von der Superbike WM direkt in die MV Agusta Brutale 1000 RR

MV Agusta hat sich mächtig in der Rennsport Trickkiste bedient. Neben Winglets an der Seite des Luftkühlers gibt es auch weniger augenscheinliche Technik aus der Superbike WM. Eine "halbtrockene" Sumpf-Schmierung, bei der das Öl von den beweglichen Teilen getrennt wird, ermöglicht eine kontinuierliche und gleichmässige Schmierung selbst während der stärksten Schräglagen.

Austattung der MV Agusta Brutale 1000 RR

Auch bei der restlichen Austattung geizt MV Agusta nicht. Das Fahrwerk von Öhlins ist vorne, als auch hinten, voll einstellbar. Wobei man nicht mehr selbst Hand anlegen muss, denn das neue Öhlins EC TTX Elektronik-Fahrwerk zieht sozusagen "von selbst" die Schrauben an. Um von der Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h herunterzubremsen, verzögert ein Brembo Stylema Radial-Bremssystem mit zwei 320 mm Bremsscheiben vorne und einer 220 mm Scheibe hinten. Über dem Lenker sitzt ein 5-Zoll TFT-Farbdisplay. Neben der Anzeige der wichtigsten Informationen dient das Display auch zur Kontrolle der zahlreichen elektronischen Features und Assistenzsysteme. Kontroll- und Assistenzsysteme wie Traktionskontrolle, Front Lift Control, Launch Control, Fahrmodi, Quickshifter und mehr sorgen dafür, dass die ungeheuerliche Power der Brutale auch beherrschbar bleibt. im Sinne der Benutzerfreundlichkeit ist es auch möglich, sich per Bluetooth und MVride-App mit der Brutale zu verbinden und sich so zum Beispiel die Navigation am Display anzeigen zu lassen.

Nur Euro 4 bei der MV Agusta Brutale 1000 RR

Interessant ist, dass sich MV Agusta im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern recht wenig um die kommende Abgasnorm Euro 5 schert. Auch die neue Brutale 1000 RR ist noch auf die Euro 4 Norm ausgerichtet. Laut Werksangabe soll sie auf einen Verbrauch von 6,7 l/100 km kommen. Bei einem Tankvolumen von 16 Liter ergibt das eine theoretische Reichweite von gut 200 km. Mächtige Anraucherei wird diesen Wert aber noch einmal nach unten korrigieren.

Design und Optik der MV Agusta Brutale 1000 RR

Bei Designs von Motorrädern scheiden sich oft die Geister. Doch die Brutale 1000 RR sieht schon sehr mächtig aus, finden wir in der Redaktion zumindest. MV Agusta hat auch ganz klar einen starken Fokus auf die Optik gelegt. Der massive LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht und der auffälligen X-Form im Inneren macht ordentlich was her und die vier Endrohre der Abgasanlage lassen mächtige Schreierei aus dem Vierzylinder-Motor vermuten. Ähnlich der Ducati Streetfighter V4 erinnert die Brutale an ein kauerndes Raubtier. Hinten schinden das interessant gestylte Rücklicht, eine Einarm-Schwinge und der mächtige 200er Reifen Eindruck. Aber am besten davon selbst einen Eindruck in unserer Bildergalerie machen. Die Brutale 1000 Serie Oro setzt dem ganzen Paket noch einmal eins drauf und steht mit eigenem Paint-Job, eloxierten Teilen und noch schönerer Abgasanlage unfassbar gut da.

Preis der MV Agusta Brutale 1000 RR

Nach dem Beinahe-Aus für die italienische Traditionsmarke haben Investoren mit kräftigen Finanzspritzen frisches Leben in die Werke von MV Agusta gehaucht und die Produktion der Brutale 1000 RR in Schiranna hat bereits begonnen. Die edle Brutale 1000 RR gibt es ab 29.990 € (italienischer Preis). In Österreich wird man dank der Nova noch einen saftigen Batzen drauf zahlen müssen.

Die MV Agusta Brutale 1000 wird mit Sicherheit auf der EICMA 2019 vertreten sein. Vielleicht als Serienmodell Brutale 1000 RR, vielleicht wie letztes Jahr in der Spezial-Ausgabe Serie Oro, oder gar beide auf einmal? Zumindest das optische Battle um den Titel der Königin der Naked-Bikes ist schon voll entbrannt.

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Bericht vom 04.11.2019 | 28'060 Aufrufe

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