MV Agusta Brutale 800 NEU 2021!

Die brutalen Italienerinnen stark modernisiert

Der Name Brutale ist Programm, steht er doch seit vielen Jahren für extravagantes italienisches Motorrad-Design gepaart mit druckvollen Triebwerken und State of the Art-Elektronik-Features. Doch gerade bei den letztgenannten kam MV Agusta bei der letzten Generation der 800er-Brutales ins Hintertreffen - für 2021 wird die Elektronik wieder mächtig aufgemöbelt!

Am Grundkonzept der Brutale 800-Modellreihe gibt es also nichts zu rütteln, es sind und bleiben ziemlich radikale, reduzierte Naked Bikes, die sich mit ihrem verspielten italienischen Design von der Masse abheben. Das soll sich auch 2021 nicht ändern, die Optik wird behutsam überarbeitet, bleibt aber eindeutig Brutale. Der Scheinwerfer dient mit seiner ovalen Form sogar offensichtlich als Vorlage für andere Hersteller, die neue Honda CB1000R und sogar die brandneue Ducati Monster könnten das vordere Licht vermutlich 1:1 übernehmen. Die neuen Brutale 800 haben dafür sogar eine Kurvenlichtfunktion im Voll-LED-Scheinwerfer integriert.

Der herrliche Schaltassistent geht in die 3. Generation

Auch bei den Motoren hat sich auf den ersten Blick nichts geändert, zumindest leistungstechnisch bleibt es bei argen 140 PS aus dem 798 Kubik Reihen-Dreizylinder in Brutale 800 RR und RR SCS (Smart Clutch System für eine Bedienung der Maschine ohne Kupplungshebel), das Einstiegsmodell Brutale 800 Rosso hat nun 112 PS. Allerdings wurde sehr wohl im Triebwerk Hand angelegt, die Kolben und Zylinder wurden reibungsoptimiert und mitsamt neuer Einspritzanlage und ECU schaffen die Motoren nun die Euro5-Norm. Ausserdem bekommt die neue Brutale 800 einen robusteren Kupplungskorb und der Schaltassistent EAS 3.0 befindet sich - Nomen est Omen - in seiner 3. Generation, wird also noch besser die Gänge reinknallen, als es die Vorgänger-Brutale ohnehin schon tat.

An den MV Agusta Brutale 800 musste nicht alles neu erfunden werden

Nicht sicht- aber vermutlich spürbar sind die Änderungen am Rahmen, der von den Technikern nun an den Seiten steifer ausgeführt wurde, um eine erhöhte Stabilität zu gewährleisten. Am Fahrwerk selbst wurde die Aufnahme des hinteren Federbeins verändert, an den Federelementen selbst aber nichts geändert, Marzocchi-Gabel und Sachs-Federbein leisten ohnehin gute Dienste. Und die Bremsanlage von Brembo war ja auch zuvor schon nicht schwächlich oder schlecht dosierbar, da wird man sich freuen, dass sie wohl genauso gut bleibt, wie sie war.

Die Elektronik der neuen Brutale 800 - endlich State of the Art

Der wahre Overkill kommt nun aber bei der Elektronik, die Brutale 800 hat nun wirklich alles an Bord, das ein modernes, vollausgestattetes Mittelklasse-Eisen haben kann - im Falle der MV Agustas aufgrund der ohnehin sehr hohen Preise eigentlich haben muss. Dank Sechsachsen-IMU steht nun also ein Kurven-ABS sowie eine schräglagenabhängige Traktionskontrolle am Programm, besonders erfreulich ist nun endlich der Wechsel auf ein 5,5 Zoll grosses Farb-TFT-Display. Die mickrigen LCDs der Vorgänger waren ja wirklich nicht mehr zeitgemäss. Auch die mögliche Verbindung mit einem Smartphone über die MV Ride App entspricht dem, was man heutzutage erwarten darf. Erfreulich für alle Wheelie-Fans, die den Punch des Dreienders voll auskosten wollen: Die FLC (Front Lift Control) will nicht unbedingt Wheelies verhindern, sondern sie kontrollierbar machen. Ein Tempomat ist bei allen Brutale 800 ab Werk mit an Bord - falls es jemand wider Erwarten doch gemütlich mit den Italo-Schönheiten angehen möchte.

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Bericht vom 12.02.2021 | 22'008 Aufrufe

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