Aprilia Tuareg 660 2022 vs. Ducati DesertX 2022

Aprilia Tuareg 660 2022

Ducati DesertX 2022

Bewertung

Aprilia Tuareg 660 2022
vs.
Ducati DesertX 2022

Aprilia Tuareg 660 2022 vs. Ducati DesertX 2022 - Vergleich im Überblick

Der Aprilia Tuareg 660 mit ihrem 4-Takt Reihe mit Hubzapfenversatz 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 659 Kubik steht die Ducati DesertX mit ihrem 4-Takt V 2-Zylinder-Motor mit 937 Kubik gegenüber.

Das maximale Drehmoment der DesertX von 92 Newtonmeter bei 6'500 Touren bietet ordentlich mehr Schmalz als die 70 Nm Drehmoment bei 6'500 Umdrehungen bei der Tuareg 660.

Bei der Tuareg 660 federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Kayaba. Die DesertX setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 46 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Kayaba.

Die Aprilia Tuareg 660 bietet mit 240 mm vorne und 240 mm hinten einen vergleichbaren Federwerg als die Ducati DesertX mit 230 mm vorne und 220 mm hinten.

Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Aprilia vorne eine Doppelscheibe mit 300 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange und hinten eine Scheibe mit 260 Millimeter Durchmesser und Einkolben-Zange von Brembo. Die Ducati vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 265 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo verbaut.

Bei der Bereifung setzt Tuareg 660 auf Schlappen mit den Maßen 90 / 90 - 21 vorne und 150 / 70 - 18 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der DesertX Reifen in den Größen 90/90-21 vorne und 150/70-18 hinten.

Der Radstand der Aprilia Tuareg 660 misst 1'525 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 860 Millimeter. Die Ducati DesertX ist von Radachse zu Radachse 1'608 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 875 Millimeter.

Mit einem fahrfertigen Gewicht von 223 kg ist die Ducati deutlich schwerer als die Aprilia mit 204 kg.

In den Tank der Tuareg 660 passen 18 Liter Sprit. Bei der DesertX sind es 21 Liter Tankvolumen.

Von der Aprilia Tuareg 660 gibt es aktuell 5 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Ducati DesertX sind derzeit 2 Modelle verfügbar.

Technische Daten im Vergleich

Aprilia Tuareg 660 2022

Ducati DesertX 2022

Aprilia Tuareg 660 2022 Ducati DesertX 2022
Motor und Antrieb
Motorbauart Reihe mit Hubzapfenversatz V
Zylinderzahl 2 2
Taktung 4-Takt 4-Takt
Ventile pro Zylinder 4 4
Ventilsteuerung DOHC Desmodromik, DOHC
Kühlung flüssig flüssig
Hubraum 659 ccm 937 ccm
Bohrung 81 mm 94 mm
Hub 63.93 mm 67.5 mm
Leistung 80 PS 110 PS
U/min bei Leistung 9250 U/min 9250 U/min
Drehmoment 70 Nm 92 Nm
U/min bei Drehmoment 6500 U/min 6500 U/min
Verdichtung 13.5 13.3
Gemischaufbereitung Einspritzung Einspritzung
Starter Elektro Elektro
Kupplung Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping
Antrieb Kette Kette
Getriebe Gangschaltung Gangschaltung
Ganganzahl 6 6
A2-Drosselung möglich ja ja
Grad 90
Chassis
Rahmen Stahl Stahl
Rahmenbauart Gitterrohr Gitterrohr
Lenkkopfwinkel 63.3 Grad 62.4 Grad
Nachlauf 113.3 mm 122 mm
Fahrwerk vorne
Aufhängung Telegabel Upside-Down Telegabel Upside-Down
Marke Kayaba Kayaba
Durchmesser 43 mm 46 mm
Federweg 240 mm 230 mm
Einstellmöglichkeit Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe
Fahrwerk hinten
Aufhängung Zweiarmschwinge Zweiarmschwinge
Material Aluminium Aluminium
Federbein Monofederbein Monofederbein
Aufnahme Umlenkung
Marke Kayaba Kayaba
Federweg 240 mm 220 mm
Einstellmöglichkeit Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe
Bremsen vorne
Bauart Doppelscheibe Doppelscheibe
Durchmesser 300 mm 320 mm
Kolben Vierkolben Vierkolben
Aufnahme Semi-Schwimmsattel
Betätigung hydraulisch
Technologie radial, Monoblock
Marke Brembo
Bremsen hinten
Bauart Scheibe Scheibe
Durchmesser 260 mm 265 mm
Kolben Einkolben Zweikolben
Aufnahme Schwimmsattel Schwimmsattel
Marke Brembo Brembo
Fahrassistenzsysteme
Assistenzsysteme ABS, Fahrmodi, Launch-Control, Ride by Wire, Schaltassistent, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle Fahrmodi, Kurven-ABS, Ride by Wire, Schaltassistent mit Blipper, Tempomat, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle
Daten und Abmessungen
Reifenbreite vorne 90 mm 90 mm
Reifenhöhe vorne 90 % 90 %
Reifendurchmesser vorne 21 Zoll 21 Zoll
Reifenbreite hinten 150 mm 150 mm
Reifenhöhe hinten 70 % 70 %
Reifendurchmesser hinten 18 Zoll 18 Zoll
Länge 2220 mm
Breite 965 mm
Radstand 1525 mm 1608 mm
Sitzhöhe von 860 mm 875 mm
Gewicht fahrbereit 204 kg
Gewicht trocken (mit ABS) 187 kg 202 kg
Gewicht fahrbereit (mit ABS) 204 kg 223 kg
Tankinhalt 18 l 21 l
Führerscheinklassen A2, A A2, A
Reichweite 450 km 375 km
CO²-Ausstoß kombiniert 99 g/km 133 g/km
Kraftstoffverbrauch kombiniert 4 l/100km 5.6 l/100km
Ausstattung
Ausstattung LED-Scheinwerfer Connectivity, Griffheizung, LED Tagfahrlicht, LED-Scheinwerfer, TFT Display

Stärken und Schwächen im Vergleich

Aprilia Tuareg 660 2022

Fazit von Gregor vom 19.10.2022:

Ducati DesertX 2022

Fazit von Gregor vom 23.10.2022:

Insgesamt bekommt man mit der gut ausgestatteten Tuareg 660 von Aprilia nicht nur richtig viel Reiseenduro im wahrsten Sinne des Wortes für 11.990 Euro in Deutschland bzw. 13.490 in Österreich, sondern eben auch - wenn man so will - eine „Tenere mit Alles“. Dafür muss man eben etwas tiefer in die Tasche greifen. Wobei man mit der doch zugänglicheren Tuareg rasch vertraut ist und sie so auch sicher eine gute Wahl für jene darstellt, die ihre ersten Abenteuer abseits der befestigten Straßen suchen - ohne deshalb erfahrene Piloten zu langweilen, ganz im Gegenteil. Auf jeden Fall ist die Aprilia eine Bereicherung fürs Sequment und eine gute Option für jene, die auch auf einer offroad-orientierten Reissenduro auf elektronische Fahrhilfen nicht verzichten wollen.

Die erste echte Enduro der Neuzeit von Ducati ist gelungen - und wie! Ein herzerwärmendes Design im Look der glorreichen 90er Dakar-Bikes aber vollgepackt mit edlen Komponenten und modernster Technik. Das hochwertige und stabile Chassis-Konzept spielt im On- wie Offroad-Betrieb voll seine Vorzüge aus. Die DesertX vermittelt auf Anhieb ein unglaublich souveränes und sicheres Fahrgefühl. Bewundernswert auch die Grätsche, welche Ducati mit den Federelementen hinbekommen hat, egal ob Straße oder Gelände, es fühlt sich einfach gut an.

  • Handling und Ergonomie
  • Gute Fahrwerkskomponenten mit ordentlichen Federwegen
  • Fahrmodi gut abgestimmt bzw. Unterschiede gut spürbar
  • Traktionskontrolle auch während der Fahrt einfach verstellbar
  • Tempomat serienmässig
  • Der gute Quickshifter ist nicht serienmässig
  • Die fesche weiss-blau-rote Farbvariante "Indigo Tagelmust“ ist aufpreispflichtig
  • Der Windschutz könnte besser sein
  • tolles Chassis mit voll einstellbarer Federung
  • ausgeklügelte Fahrmodi
  • kräftiger Motor
  • starke Bremse
  • durchdachte Detaillösungen
  • umfangreiche Serienausstattung
  • Laufkultur des Motors im unteren Drehzahlbereich
  • Ansprechverhalten Federbein leicht hinter dem der Gabel
  • Sehr hohe, nicht verstellbare Sitzhöhe
  • Wenig Platz und keine Haltegriffe für Sozia

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