SBK Brünn

In Brünn gab es neben Regentropen auch mehr Tränen, Umarmungen und nassgeduschte Hemden als sonst.
Enormes Interesse bei der BMW-Pressekonferenz am Freitagvormittag
 

Superbike WM News 2012

In Brünn gab es neben Regentropfen auch mehr Tränen, Umarmungen und nassgeduschte Hemden als sonst.


BMW-Rennchef Bernhard Gobmeier hatte fast Tränen in den Augen, als Marco Melandri nach seinen beiden Siegen auf dem Podium ganz oben stand und für Hersteller BMW die deutsche Hymne gespielt wurde. An der Hand seiner Gattin blickte er auf das Podium, wo in Lauf 2 statt ihm Melandris Elektroniker Max Gadda stand. Gobmeier hatte nach Lauf 1 die Schampus-Dusche abbekommen und bekommt nun Routine: „Wir müssen diese Auftritte langsam zu zählen beginnen“, grinste er. Gobmeier wird 2013 nicht mehr den Posten des Rennsport-Chefs bekleiden. Andrea Buzzoni wird als BMW-Italia-Boss an den Motorrad-Vorstand berichten.

Feuchte Feier

Johnny Reas Hochzeit im Lake District war lange und dementsprechend ziemlich feuchtfröhlich. Der Nordire hatte auch zahlreiche Freunde und Verwandte aus der Heimat seiner Braut Tatia Weston aus Australien eingeladen. „Es dauerte ziemlich lange und am nächste Tag habe ich mich ziemlich kaputt gefühlt“, zwinkerte Honda-Pressemann Stephen Booth, der gemeinsam mit Teamboss Ronny ten Kate de Honda-Leute vertrag.
 

Melandri jubelte ausgelassen in Biaggis „Wohnzimmer“

Luki Wimmer holte sich in Brünn den zweiten
Sieg im European Junior Cup


Zweiter Geburtstag

Der Sieg von Fabien Foret nach dem Abbruch im Supersport-Rennen war wieder Anlass für Teamboss Josef Kubicek auf seine unnachahmliche Weise eine Show abzuziehen. „Ich hatte im März Geburtstag, aber dieser Tag ist für mich wie ein zweiter Geburtstagstermin“, frohlockte „Josko“ mit den Tränen in den Augen und winkte seinen Landsleuten zu, nachdem er auf dem Podium von Sofuoglu, Foret und Parkes komplett geduscht wurde. Nach Gino Rea war es der zweite Brünn-Sieg für Intermoto in Folge.

Wieder „Freunde“

Kenan Sofuoglu war in Brünn wieder guter Laune. In Aragon hatte er noch eine Strafe in Form einer Rückversetzung kassiert, weil er gegen Foret einen gefährlichen Schlenker auf der Geraden gezeigt hatte. In Brünn umarmte er seinen Widersacher sogar, bevor sie nacheinander auf das Podium stiegen. „Ich habe die Sache von Aragon vergessen. Wenn wir den Helm abnehmen, sieht es anders aus“, versicherte der Türke.

Indien kommt in die WM

In der Supersport-WM trat erstmals ein Team aus Indien an. Als Fahrer der Truppe von „MSD-RN“ Kawasaki trat der Franzose Florian Marino an, der auch gleich vier WM-Zähler einfahren konnte. Kurios: Das Team ist nach eine indischen Cricket-Superstar benannt. Marketing-Manager Satya Tadimeti ging, begleitet von Pressechef Julian Thomas, durch das Mediacenter und verteilte seine Visitenkarte. Die Motorräder waren alles andere als auf dem letzten Stand. Die Kawasaki ZX-6R verfügte auch über keine elektronischen Hilfsmittel, wie sie die Bikes von Foret und Sofuoglu haben. MSD-RN ist die Vorhut des Rennens 2013 auf dem Buddh Circuit nahe Delhi.
 

Melandri war im Mittelpunkt des Interesses


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Text: Hannes Orasche
Fotos: Preissler, Infront, Cavadini, Orasche

Bericht vom 25.07.2012 | 2'818 Aufrufe

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