MotoGP-Rennbericht Phillip Island

MotoGP-Rennbericht Phillip Island

Das verrückteste MotoGP-Rennen der Saison!

Marc Marquez wirft den sicheren Sieg weg, Cal Crutchlow stürzt in der letzten Runde auf Platz Zwei und Pol Espargaro legt sich knapp vor dem Podest nieder. Verrückter kann ein Rennen kaum sein - alle Fahrer, die es ins Ziel schaffen, bekommen Punkte. Ach ja, Valentino Rossi holt sich souverän den Sieg!

Das Wetter beim MotoGP-Lauf auf Phillip Island in Australien blieb zwar trotz bewölktem Himmel trocken, dennoch waren unzählige Stürze zu verzeichnen. Es war offensichtlich eine vielfach falsche Reifenwahl - an Spannung und Positionswechseln war das Rennen dadurch sehr reichhaltig. Den besten Start erwischte wie so oft Jorge Lorenzo, auf seiner Yamaha schoss er von Position drei aus an die Spitze. Schon nach wenigen Kurven verteidigte aber Marc Marquez seine Pole und holte sich wieder die Führung. Pol Espargaro stürmte noch vehementer nach vorne und lag nach zwei Runden bereits auf Rang drei, bis er kurz darauf von Valentino Rossi geschnappt wurde.

Der Sturzreigen beginnt...

Zu dieser Zeit schien es wieder mal eine klare Sache für Marquez zu werden, lag er doch bereits rund eine Sekunde vor seinen Verfolgern Lorenzo und Rossi, die sich ein sehenswertes Duell mit etlichen Positionswechseln um Platz zwei lieferten. Auf den Rängen vier und fünf lagen die beiden Ducati-Piloten Cal Crutchlow und Andrea Dovizioso mit komfortablem Vorsprung auf die Verfolger - darauf zurückzuführen, dass Andrea Iannone stürzte und dabei leider auch Dani Pedrosas Honda so beschädigte, dass dieser in weiterer Folge aufgeben musste.

Marquez wirft seine Honda weg!

Zehn Runden vor Schluss hätte wohl niemand mehr gedacht, dass Marquez mit einem Vorsprung von vier Sekunden auf Rossi das Rennen noch wegwirft - er tat es aber doch! In Kurve 4 verlor der frischgebackene Weltmeister die Kontrolle über siene Repsol-Honda und stürzte, womit nun Vale Rossi Platz 1 erbte und die Führung vor Lorenzo mit Reifenproblemen kontinuierlich ausbaute. Wenig später trug sich ein ähnlicher Sturz wie bei Iannone und Pedrosa zu, der Deutsche Stefan Bradl stürzte und kollidierte dabei mit Aleix Espargaro, der eine Runde später aufgeben musste.

Lorenzo wird attackiert

Lorenzo konnte mit seinem extraweichen Vorderreifen nicht nur das Tempo von Rossi nicht halten sondern wurde auch noch von hinten attackiert - der Engländer Cal Crutchlow pirschte sich auf seiner Ducati heran und überholte den Spanier fünf Runden vor Schluss. Dahinter witterte auch Pol Espargaro seine Chance, stürzte aber in der drittletzten Runde. Besonders bitter war es am Ende für Cal Crutchlow, der in der letzten Runde auf einem sicheren zweiten Platz ein wenig die Geschwindigkeit heraus nahm - und so offenbar die Reifen zu sehr abkühlte und stürzte.

Dreifach-Podium für Yamaha

Damit gewann Valentino Rossi in seinem 250. Rennen, Jorge Lorenzo übernahm wieder den zweiten Platz und Bradley Smith fuhr sensationell auf Rang drei. Durch die vielen Ausfälle ergatterten alle Fahrer, die es ins Ziel schafften, Punkte, in der Gesamtwertung schob sich nun Rossi mit 7 Punkten Vorsprung auf Lorenzo an die zweite Stelle, Pedrosa liegt durch den unglücklichen Ausfall bereits 25 Punkte hinter Rossi. Marquez kam erstmals wirklich nicht ins Ziel und schaffte somit nicht einmal einen einzigen Punkt - was ihm als vorzeitiger Weltmeister natürlich ziemlich egal sein könnte...

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Bericht vom 20.10.2014 | 6'714 Aufrufe

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