Walkner goes Dakar

Walkner goes Dakar

Im Flow ist es brandgefährlich

Vom 4. bis 17. Jänner müssen 9.000 zum Teil härteste Kilometer in Argentinien, Bolivien und Chile absolviert werden. Heuer ist wieder ein Österreicher im KTM-Werksteam der Dakar: MX-Weltmeister Matthias Walkner. Wie schaut's aus?

"Wenn du bei einem guten Hunderter den Blick von der Piste auf das Roadbook fokussieren musst, ist das sehr heikel und schwierig", erklärt Matthias Walkner im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich seines Starts bei der Dakar 2015. Das Roadbook muss mechanisch mit einem kleinen Knüppelschalter an der linken Lenkerarmatur manuell weitergedreht werden. Routinier, oberste Wildsau und Superhero Heinz Kinigadner: "GPS-unterstützte Steuerung ist strikt verboten. Ein wesentlicher Teil beim Rallyefahren ist das Navigieren." Man muss also blitzschnell die Informationen, die das Roadbook bietet, erfassen und sich dann wieder mit voller Konzentration dem Gelände widmen. Die längsten Tages-Etappen der Dakar können 13 Stunden dauern. 13 Stunden?! MX-Weltmeister Walkner: "Ein Motocross-Rennen dauert 35 Minuten. Die Dakar ist etwas vollkommen anderes." Kini: "Die Fahrtechnik eines sehr guten Motocrossers hilft beim Bewältigen der Aufgaben, aber MX und Rallye sind schon zwei paar Schuhe."

Walkner ist im besten Team der Welt.

Im seit vielen Jahren dominierenden KTM-Werksteam (Leitung seit 2006: Pit Beirer) ist Walkner natürlich perfekt aufgehoben. Kini weiss genau, worum es geht. Er ist sieben Mal angetreten, war immer unfassbar schnell, hat aber auch fürchterliche Brezen gerissen und das Ziel nie gesehen: "Vor dem Start der Rallye gab es immer schon Wetten, wieviele Tage ich durchkommen würde." Matthias Walkner weiss, was auf ihn zukommt: "Niemand erwartet von mir den Sieg. Aber Etappen unter den Top 5 und eine Endplatzierung unter den ersten 15 nehme ich mir vor. Ich habe jetzt ein halbes Jahr ganz gezielt darauf hintrainiert." Angesprochen auf das Rennfahren in Trance, sagte Kini: "Den Flow gibt es in vielen Sportarten. Beim Rallyefahren ahnt man dann schon die richtige Linie und ist wirklich schnell, aber es ist halt auch brandgefährlich. Ausserdem muss eines klar sein: Ein einziger Sturz rückt den Gesamtsieg bei der Dakar schon in weite Ferne." Start des grössten Racing-Abenteuers: 4. Jänner. Go Matthias go! Alles Gute!

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Bericht vom 17.12.2014 | 6'146 Aufrufe

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