MotoGP News – Pierer schimpft Ducati, Lorenzo raus bei Honda?

MotoGP News – Pierer schimpft Ducati, Lorenzo raus bei Honda?

Die wichtigsten Neuigkeiten vom MotoGP-Zirkus

Genau genommen hat Stefan Pierer ja nur seine orange KTM-Truppe verteidigt, immerhin hegen die anderen Teams Zweifel daran, dass das Konzept eines MotoGP-Bikes mit Stahl-Gitterrohrrahmen langfristig Erfolg haben kann. KTM wird laut Pierer aber nicht seine Philosophie ändern und wie etwa Ducati vom Stahlrahmen auf den üblichen Alu-Rahmen wechseln. Derweil muss Jorge Lorenzo ob seiner ernüchternden Ergebnisse bisher um seinen Platz bei Honda zittern.

Elf Jahre dauerte es, bis KTM im Supercross erfolgreich war, aber dann gewannen die Mattighofener fünf Titel in Folge. Bei der Dakar waren es sieben Jahre, um erstmals zu siegen, nun stehen 18 Triumphe in Folge auf dem Konto. Vielleicht braucht KTM nun zehn Jahre, aber früher oder später werden die Orangen auch in der MotoGP dominieren. So ähnlich formulierte KTM-Boss Stefan Pierer selbstbewusst den Plan in der Königsklasse.

KTM-Boss Pierer teilt einen Befreiungsschlag aus

Auslöser für diesen Rundumschlag war die Kritik am Stahl-Gitterrohrrahmen, auf den KTM eben auch in der MotoGP setzt und somit seit 2017 einen ganz eigenen Weg geht. Auf das KTM-Chassis angesprochen, äusserten verschiedene Teamverantwortliche anderer Hersteller Zweifel daran, dass man damit langfristig Erfolg haben könne. KTM wird den Gitterrohr-Rahmen laut Pierer aber nie beiseite schieben, denn er ist einer der Hauptvorteile der KTM-Motorräder. Sie gewinnen damit Flexibilität und verlieren Gewicht.

Das KTM-Motto: Win on Sunday, sell on Monday

Der letzte Hersteller, der vor KTM auf ein Stahl-Chassis setzte, war Ducati, allerdings nahm man mit der Ankunft von Valentino Rossi im Team davon Abstand und schwenkte 2012 auf den üblichen Aluminium-Rahmen um. Diesen Weg schliesst KTM-Boss Pierer für die österreichische Marke explizit aus, denn KTM ist aus zwei Gründen im Rennsport tätig: In erster Linie, um Innovationen einzuführen. Aber dann natürlich auch, weil Motorräder verkauft werden sollen. „Ducatis MotoGP-Bikes haben nichts mit denen zu tun, die man in den Geschäften kaufen kann“, so Stefan Pierer, das bekannte Motto lautet: Win on Sunday, sell on Monday (am Sonntag gewinnen, am Montag verkaufen). Die Statistik gibt ihm rein nach Verkaufszahlen auch recht, KTM bringt die fünffache Menge an Motorrädern an die Frau und den Mann.

Steht Lorenzo vor dem Aus bei Honda?

Probleme anderer Art plagen indes Jorge Lorenzo, der stolze Spanier muss sich mit Gerüchten herumschlagen, dass Honda wegen seiner bisher nicht allzu berauschenden Ergebnisse im Repsol Honda MotoGP-Team den Vertrag vorzeitig aufzulösen. Die Ausgangssituation war aber auch erdenklich schlecht, körperlich angeschlagen in die Saison gegangen, hat er es bei vier Rennen auf der Honda RC213V auf gerade mal elf WM-Punkte gebracht, zwei zwölfte Plätze sind bisher die Höhepunkte. Daher mussten früher oder später die Gerüchte auftauchen, Lorenzo solle vorzeitig von seinem Dienst bei Honda entbunden werden.

Der Kämpfer Lorenzo hat schon schlimmere Phasen überstanden

Der dreimalige Weltmeister weist die Vorwürfe allerdings zurück und fügt hinzu, dass er von Honda kein Ultimatum gesetzt bekommen hätte und allen Beteiligten klar ist, dass die Umstellung auf die RC213V sehr lange dauern wird. Diverse „Abflüge“ mit der Honda stärken das Vertrauen in das Material natürlich nicht, allerdings hat Lorenzo nach eigenen Aussagen schon schlimmere Phasen überstanden. Beim MotoGP-Lauf in Le Mans könnte er jedenfalls erstmals wieder gross brillieren gewann er dort doch schon fünf Mal in der Königsklasse.

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Bericht vom 16.05.2019 | 16'481 Aufrufe

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