Rhys Lawrey umrundet als jüngster Mensch auf dem Tigger die Welt

Rhys Lawrey umrundet als jüngster Mensch auf dem Tigger die Welt

Zwei Weltrekorde auf einen Streich!

Eine Weltreise am Motorrad ist heutzutage vielleicht nichts Aussergewöhnliches mehr, werden im Zuge dessen aber gleich zwei Guinness Weltrekorde aufgestellt, werde auch ich hellhörig. Der Brite Rhys Lawrey schafft dieses Kunststück - einerseits ist er mit seinen 23 Jahren der jüngste Mensch, der mit einem Motorrad um die Welt fährt, andererseits hat er es schon jetzt gechafft, die meisten Hauptstädte nacheinander zu besuchen - und somit bereits einen Guinness Weltrekord in der Tasche!

Es mag ja unendlich viele verschiedene Menschentypen auf dieser Welt geben, all jene, die mit dem Motorrad die Welt erkunden oder sogar umrunden, sind aber vom gleichen Schlag: Abenteuerlustig, neugierig und vor allem positiv gestimmt. Notorische Nörgler würden die vielen Strapazen, die solche "Ausflüge" mit sich bringen, bestimmt nicht auf Dauer ertragen. Dementsprechend fröhlich und gut gelaunt begegnet mir Rhys Lawrey, der erst 23-jährige Brite, der zwei Guinness Weltrekorde auf einen Schlag in die Tasche steckt.

Wie der Papa, so der Sohn

Die Idee, die Welt auf zwei Rädern zu erkunden, kam allerdings nicht von heute auf morgen sondern wurde Rhys förmlich in die Wiege gelegt. Sein Vater stellte bereits vor über 10 Jahren den Guinness-Weltrekord für die schnellste Umrundung der Welt auf einem Motorrad auf - nur 20 Tage hat er dafür gebraucht. Diesen Rekord wollte Rhys zwar nicht brechen, in seines Vaters Fussstapfen tritt er mit seinen eigenen Rekorden aber dennoch.

Mit dem treuen "Tigger" um die Welt

Als Arbeitstier, Lastesel und treue Begleiterin dient ihm dabei eine Triumph Tiger 800 XC, die erstaunlich wenig für das Abenteuer umgerüstet wurde. Der Motor ist original und schnurrt auch nach über 85.000 Kilometern wie man es von dem zuverlässigen Dreizylinder-Triebwerk erwartet. Auch die Gepäcklösung lässt nicht vermuten, dass jemand damit die Welt umrundet - zwei schmale Koffer, eine Gepäckrolle am Heck, fertig. So manch andere Reiseenduro wird für den Ausflug zum Badesee mehr bepackt. Rhys wollte sich aber die Handlichkeit seines agilen "Tigger" nicht durch ausladende Gepacksysteme ruinieren.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Ein leichtes Handling war zu Beginn der Reise auch notwendig, stand doch gleich schwieriges Terrain am Programm: Von London aus ging es über Nordeuropa durch China nach Bangkok und von dort nach Australien über alleUntergründe, die man mit einem Motorrad eher schlecht als reicht befahren kann. Dann flog Rhys nach Los Angeles, fuhr nach Südamerika und absolviert nun seine letzten Tourkilometer relativ entspannt in Europa. Da eine solche Mammuttour natürlich auch einiges an Planung bedarf, hat Rhys eine genaue Route festgelegt, das gesamte Projekt nennt sich "2MoroRider" und auf www.2mororider.com kann man alle Stationen und Informationen nachlesen.

Geschunden aber lebendig

Nach über 400 Tagen legte er über 85.000 Kilometer zurück, da gibt es natürlich eine Menge Erlebnisse, die nicht jeden Tag passieren und schon gar nicht in der vertrauten Heimat. Fragt man Rhys aber nach Höhepunkten der bisherigen Reise, fällt es ihm schwer, einzelne Ereignisse hervorzuheben. Es war einfach alles herrlich und selbst wenn er sich nach einem anstrengenden Tag mit einer Herausforderung nach der anderen geschunden fühlt, fällt ihm so richtig auf, wie lebendig er doch ist. Landschaftlich beeindruckten ihn am meisten die chinesischen Sanddünen.im Westen des Landes - er dachte bis dahin nicht, dass es in China Wüsten gibt!

Fremde Kulturen

Die Erfahrungen, die man von solch einer Weltreise mitmimmt sind natürlich vielfältig und erlauben einen völlig anderen Blickwinkel. "Zuhause in England und vermutlich überall auf der Welt hören wir viel über die Welt, Orte, Leute und Kulturen", meint Rhys, "daher hat es mich sehr schockiert, wie falsch die Medien verschiedene Menschen darstellen. China hat mich am meisten erstaunt, weil die Menschen einfach überwältigend waren. Aber auch Kolumbien, ein Staat, der als „gefährlich“ gilt, hat sich mir ganz anders dargestellt. Mir wurde klar, dass die meisten Menschen einfach Menschen sind, die versuchen zu überleben und ihre Familien zu schützen und zu ernähren. So einfach ist das!"

Hauptsächlich Eigenmittel

Bei der Frage nach der Finanzierung dieses grossen Projekts muss Rhys ein wenig schmunzeln und meint, dass bisher seine Kreditkarte erstaunlich viel finanziert habe. Nun müsse er aber doch wieder dem Ernst des Lebens ins Auge blicken und zu einer normalen Arbeit zurückkehren. Den Drang zu Aussergewöhnlichem wird er damit, anders als seine Schulden, aber nicht los. Vor allem möchte er weiterhin andere dazu inspirieren, sich aufzumachen und das zu tun, was sie tun möchten. "Wenn du etwas tun möchtest, denke darüber nach, wie du es erreichst, nicht darüber, was dich davon abhält. Träume nicht nur, mach einen Plan und setze ihn um, geniesse einfach das Leben!"

Autor

Bericht vom 24.06.2015 | 8'589 Aufrufe

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