Von Cagliari ins aussergewöhnliche Museumsdorf San Sperate

Von Cagliari ins aussergewöhnliche Museumsdorf San Sperate

Im Jänner von Cagliari ins Museumsdorf San Sperate

Von der Hauptstadt von Sardinien in ein kleines Dorf mit äusserst interessanten Wandmalereien

Mit einer Scrambler Ducati vom einzigen offiziellen Ducati-Händler in Sardiniens durch die historische Altstadt von Cagliari und dann weiter in das rund 20 Kilometer entfernte Museumsdorf San Sperate, das berühmt ist für seine frei zugänglichen Malereien an den Hauswänden und viele weitere Kunstwerke.

An diesem Tag war ich vom Wetter zwar nicht wie üblich verwöhnt worden, das kann im Jänner aber sogar mal in Sardinien vorkommen. Die Lufttemperatur war angenehm, die Wetterlage aber nicht ganz stabil. Daher hab ich zu Beginn das so edle, traditionelle und zugleich mit seinen Graffitis auch coole historische Zentrum von Cagliari (Castello di Cagliari) genutzt, um die fetzig gelbe Scrambler Ducati von Joe Cow Motos ein wenig in Szene zu setzen. Nach der Fotosession in der Via Giuseppe Mano, einer noblen Einkaufsstrasse in der Altstadt von Cagliari, hab ich mich auf den Weg entlang der Küste in Richtung Villasimius gemacht. Bei einem kurzen Tankstopp beim sechsbeinigen Hund von Agip, ist mir klar geworden, dass ich auf der Suche nach angenehmen Cruisen in legerer Motorradkleidung in dieser Himmelsrichtung auf der falschen Fährte war. Dunkle Regenwolken zogen auf und so beschloss ich, mein Glück in die andere Richtung zu versuchen.

Also wieder retour Richtung Cagliari entlang des Golfs von Cagliari und dem Hafen der Hauptstadt mit den eindrucksvollen, grossen Fährschiffen. Die Scrambler Ducati war sehr angenehm zu fahren und bei genügend Drehzahl auch einigermassen flott zu bewegen. Mit meiner Monster 821 ist sie natürlich nicht zu vergleichen, aber es geht mit diesem Bike ja mehr um das entspannte Cruisen als um sportliches Kurvenräubern. Die Sitzposition ist sehr komfortabel, das Fahrwerk auch auf Unebenheiten gut abgestimmt. Ich erinnerte mich auf meinem Weg in Richtung Westen an Alessio, den ich vergangenen September am südlichen Ende der Costa Rei gemeinsam mit einer Freundin von ihm kennenlernen durfte. Wie ich waren die beiden mit dem Motorrad zum Strand von Santa Giusta und zum benachbarten Peppino Rock gekommen, um dort zu fotografieren und die Aussicht zu geniessen. Alessio hat mich damals eingeladen seinen Heimatort San Sperate rund 20 Kilometer nordwestlich von Cagliari zu besuchen, da der Ort berühmt ist für seine Malereien an den Hauswänden und viele weitere Kunstwerke.

Aussergewöhnliches Museumsdorf

San Sperate wird auch als Museumsdorf bezeichnet, da hier an nahezu jeder Hauswand ein Kunstwerk zu sehen ist. Viele namhafte Künstler verewigten sich seit Ende den 60er Jahren dort. Noch heute ist dort der bedeutende, einheimische Künstlernachwuchs im Bereich Bildhauerei, Malerei und Keramik sehr aktiv. Mehr als 200 Wandmalereien zieren das Dorf, wovon ich mich bei einer Rundfahrt mit Alessio durch das Dorf überzeugen durfte. Dabei zeigte er mir laufend neue Kunstwerke, von denen ich immer wieder von neuem erstaunt und begeistert war. Von San Sperate aus war von weitem zu sehen, dass in Cagliari ein starker Regen niedergegangen war. Da dieser aber, wie aus meiner Erfahrung meistens hier, nicht lange andauerte, konnte ich mich wieder auf den Weg zurück nach Cagliari machen und dort auch trocken ankommen.

Text und Fotos: ARMIN ON BIKE | Armin Hoyer – arminonbike.com

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Bericht vom 21.03.2018 | 1'782 Aufrufe

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