Kawasaki Z1000 2014

Die brandneue Kawasaki Z1000 im ultra-aggressiven Look für 2014.
Kawasaki Z1000 2014 in Action Seite
 

Kawasaki Z1000 2014 – die schärfste Z aller Zeiten!

 

Es war ja zu erwarten, dass eine neue Kawasaki Z1000 nicht plötzlich wie ein langweiliges 08/15-Durchschnitts-Motorrad aussieht. Mit dem ultra-aggressiven Sugomi-Design wirkt aber vor allem die Front der Neuen wie ein tollwütiger Predator auf Crystal Meth - und die Vorgängerin wird zum braven Schosshündchen.

 

Gleich vorweg, die neue Z1000 ist keine nackte Abwandlung der aktuellen, bärenstarken ZX-10R, wie es sich vermutlich einige erhofft haben. Kawasaki rüstet damit weder gegen die neue 180 PS starke KTM 1290 Super Duke R samt umfangreichem Elektronikpaket auf, noch orientieren sich die Grünen an der BMW S 1000 R mit dem 160 PS leistenden Superbike-Triebwerk und ebenso vielen elektronischen Helferlein. Die Kawasaki Z1000 geht lieber ihren eigenen Weg, den Weg eines wahren Männer-Motorrads - den Weg, der für eine Z1000 seit Jahren der einzig gangbare ist.

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Dazu muss natürlich auch die Optik passen, bereits die erste Generation der Z1000 hat den Look für einen ultimativen Streetfighter vorgegeben, ohne dabei ins Peinliche abzudriften. MIt der letzten Generation wurde die Z1000 dank der gedrungenen Mitte zum muskulösen Pittbull und die brandneue Z1000 geht noch einen Schritt weiter. Vor allem diese unfassbar stylishe Frontverkleidung mit Voll-LED-Beleuchtung (erstmals bei Kawasaki) stellt alles bisher da gewesene in den Schatten - und versägt zusätzlich den Großteil der Konkurrenz. Natürlich ist die Designfrage sehr subjektiv, meiner Meinung nach ist die neue Z1000 aber gerade noch herrlich gelungen, hart an der Grenz zum Übertriebenen. Der Grat zwischen Cool und Prolo ist nämlich sehr schmal, Kawasaki wandelt zur Zeit aber sehr sicher darauf.

Kawasaki Z1000 2014 in Action Front

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Geradlinig ist die Z1000 auch in technischer Hinsicht, denn die puristische Auslegung des Designs setzt sich bei der restlichen Ausstattung fort. Wer will, bekommt die neue Z1000 sogar ohne ABS und nach wie vor ohne jeglichen Elektronik-Firlefanz. Aber keine Sorge, das ultimative Super-Naked Bike, wie Kawasaki vollmundig verkündet, wird damit nicht zur unbezwingbaren Bestie sondern stellt sich so wie die Vorgängerin als sehr umgängliche Kanone vor. Wer also die vorherige Z1000 gemocht hat, wird die neue lieben. Immerhin baut das neue Modell auf der vorjährigen Z1000 auf, wurde aber in allen wichtigen Belangen verbessert. Kawasaki Z1000 2014 coole Optik


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Auch der Motor wurde gründlich überarbeitet, ist glücklicherweise jedoch ganz der Alte geblieben - man erkennt den kräftigen und sonor bellenden Reihen-Vierzylinder mit 1043 Kubik sofort wieder. Dass er mit 142 PS bei 10.000 Touren nun 4 PS mehr abliefert und das maximale Drehmoment mit 111 Newtonmeter bei 7300 Umdrehungen geringfügig erstarkt ist, spielt keine großartige Rolle. Auch nicht, dass die Kawa-Techniker erklären, die Z1000 hätte nun vor allem im unteren und mittleren Drehzahlbereich mehr Punch. Denn davon hatte sie auch schon vorher genug, da gab es nie etwas zu meckern. Kawsaki Z1000 2014 Motor
Kawsaki Z1000 2014 Kawsaki Z1000 2014
Die kurzen, pummeligen Endtöpfe passen bestens zum restlichen Auftritt der Z1000 - ein Männermotorrad muss auch optisch so wirken!. Die Sattelgrafik wurde vermutlich zusammen mit Nespresso entwickelt. Die Funktion ist tadellos - bequemer als man glaubt.
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Für Kawasaki ziemlich wenig Grün - die Anthrazit/Grüne Version sieht dennoch verdammt giftig aus. Auch das Orange passt bestens, in Schwarz gehen die scharfen Kanten etwas unter.

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Dementsprechend kann man sich als Z1000-Fan weiterhin über die ganz besondere Eigenheit des rassigen Streetfighters freuen: Die kurze Getriebeabstufung wurde beibehalten, ruckzuck schaltet man bereits im Ortsgebiet bis in den sechsten Gang durch, den man dank des herrlichen Durchzugs bereits ab 30 km/h bis zum bitteren Ende jenseits der 200 km/h verwenden kann - irgendwie ein Automatikmodus ohne Automatik. Wegen dieser flotten Durchschalterei befindet man sich alledings auch schneller im sechsten Gang als mit anderen Motorrädern und versucht immer wieder noch einen Gang höher zu schalten. Kawsaki Z1000 2014

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Gerade bei einer so speziellen Auslegung wäre es wohl sinnvoll gewesen, den Fahrer mit einer Ganganzeige im Cockpit zu unterstützen. Vor allem, weil die Armaturen ohnehin erneuert wurden und nun besser ablesbar sind als die zugegebenermassen sehr coolen Anzeigen der Vorgängerin im spacigen Raumschiff-Enterprise-Look. Ganz ohne Spielereien geht es aber auch bei der neuen Z1000 nicht, der Drehzahlmesser scheint bis 3000 Touren im Digitaldisplay auf, danach wandern am oberen Ende der Armaturen grell leuchtende LEDs je nach Drehzahl nach rechts. Damit ist der Drehzahlmesser erstaunlich gut ablesbar, abgesehen davon, dass man den Blick wegen der sehr aufrechten und Vorderrad-orientierten Sitzposition stark senken muss. Kawsaki Z1000 2014

Apropos Sitzposition, Kawasaki denkt bei seinem Männer-Motorrad auch an alte Männer. Der Sattel ist zwar gewiss nicht zu weich, allerdings auch für Tagestouren ausreichend gepolstert und die bereits erwähnte aufrechte Sitzposition schont den Rücken, ohne dabei einer sportlichen Fahrweise im Weg zu stehen. Etwas zu sportlich nahmen es die Ingenieure allerdings mit der Abstimmung der Federelemente. Die neue 41-Millimeter-BPF-Gabel (Big Piston Front Fork) von Showa wurde von der Supersportlerin ZX-6R adaptiert, das hintere Federbein gar vom Superbike ZX-10R, was die Techniker offenbar dazu animierte, das Grund-Setup der Z1000 sehr hart einzustellen.
Das passt nicht so recht zu der ansonsten so souveränen Maschine, die bei gutem Asphalt wegen des gewohnt stabilen Chassis wie auf Schienen um jegliche Radien zieht. Kommen aber Unebenheiten ins Spiel, wird die neue Z1000 unnötig nervös. Allerdings lässt sich dieser Makel flott beheben, die Gabel ist voll verstellbar, das hintere Federbein ist in Zugstufe und Federvorspannung justierbar. Zusammen lassen sie sich also durchaus auf mehr Komfort und somit weniger Nervosität im Fahrwerk auslegen.
Kawsaki Z1000 2014 BPF-Gabel

Die Bremse packt (auf Wunsch) heftig zu.

Eine sehr feine Abstimmung gelang Kawasaki bei der Bremse, die beiden 310-Millimeter-Scheiben mit radial montierten Monobloc-Vierkolbensätteln würden auch einem Supersportler gut stehen, so brachial können sie zupacken. Allerdings nur auf ausdrücklichen Wunsch des Fahrers, ansonsten sind sie bei sehr geringer Handkraft ausserordentlich gut zu dosieren. Greift man doch einmal zu heftig zum Hebel, bewahrt das optionale ABS vor schlimmeren Folgen. Auch die Stotterbremse hält sich lange zurück, bis sie die Initiative ergreift, auf trockener Fahrbahn mischte sie sich jedenfalls selbst bei härteren Anbremsmanövern vor Kurven nicht ins Geschehen ein - so soll es sein.

FAZIT
Insgesamt ist die neue Z1000 also eine rundum geglückte Weiterentwicklung der Vorgängerin. Dass eine Traktionskontrolle, wie sie nun schon auf vielen Konkurrentinnen Standard ist, fehlt, stellt meiner Meinung nach weniger ein Problem für den Endkunden dar, eher eines für die Marketing-Abteilung bei Kawasaki. Denn irgendwie fehlt der Aufhänger, mit dem man die neue Z1000 gut bewerben kann. Männermotorrad? Ja, klar, obwohl Frauen mit der Z1000 gewiss auch gut umgehen können. Allerdings sind Naked Bikes mit 160 oder gar 180 PS ebenfalls alles andere als Anfänger-Mopeds. Dafür verwöhnt die neue Z1000 mit ganz speziellen Details, die eine Z1000 nun mal ausmachen: Ein ebenso souveränes wie kräftiges Triebwerk, ein cooler Sound und nicht zuletzt eine Optik, die mit nichts anderem zu vergleichen wäre - bereits das alleine dürfte die Fangemeinde der grossen Z weiter wachsen lassen.
Kawsaki Z1000 2014

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Text: Vauli
Fotos:
Kawasaki

Bericht vom 28.11.2013 | 68'355 Aufrufe

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