Kawasaki Vulcan S 1000PS-Test 2015

Kawasaki Vulcan S 1000PS-Test 2015

Wie sich das neue Cruiser-Konzept in der City anstellt

Mit ihrem vergleichsweise niedrigen Gewicht, dem einfachen Handling und der überschaubaren Motorisierung richtet sich die Kawasaki Vulcan S nicht nur an Cruiser-Fans, die das Ausgefallene mögen, sondern auch an Einsteiger, die einen einfach bedienbaren Crusier suchen. Ich teste die Vulcan S im Stadtbetrieb.

Schon bei der Präsentation der neuen Vulcan S war ich von deren aussergewöhlichem Konzept überzeugt: Ein Cruiser, der neben den typischen Merkmalen dieser Motorradgattung auch noch einige moderne Details hat und auch noch mit einem drehfreudigen Motor punktet. Dass viele verbaute Teile bereits im Kawasaki-Regal lagen, ist ein Vorteil für die Grünen aber sicher kein Nachteil für den Kunden. Denn so darf die Vulcan S als der wohl spritzigste Mittelklasse-Cruiser bezeichnet werden.

Die wichtigsten Kriterien für Anfänger

Eine wichtige Käuferschicht sollen aber auch Einsteiger sein, die nicht unbedingt auf Sport sondern eher auf einfache Bedienung Wert legen - weshalb ich die Vulcan S durch den Stadtdschungel scheuche. Schon alleine beim Aufsitzen fällt man so richtig in den Sattel hinunter, die Sitzhöhe von nur 705 Millimetern macht es möglich. Damit kommen dann auch kleinere Piloten ausgezeichnet mit den Füssen zum Boden - vermutlich das wichtigste Kriterium für Anfänger. Grosses Lob verdienen auch die verstellbaren Hebel für Kupplung und Vorderrad-Bremse, die somit von kleinen Patschhanderln genauso gut bedient werden können wie von Bärenpranken. Nun aber geht´s auf die Strasse und ich bin schon sehr neugierig, Cruisern wird ja bekanntlich durch den flachen Lenkkopfwinkel ein sehr unhandliches Kurvenverhalten nachgesagt. Das war bei der Präsentation im Frühjahr auf den weiten Strassen egal, nun muss die Vulcan S aber auch enge Ecken meistern.

Für einen Cruiser erstaunlich handlich

Und das funktioniert ersatunlich gut, der tiefe Schwerpunkt und das relativ niedrige Gewicht von 228 Kilo fahrfertig tragen gerade so viel zum einfachen Handling bei, dass man die Kawa für ein ziemlich agiles Kurvenverhalten loben muss - zumindest für einen Cruiser. Meiner Meinung nach ist rein für Kurvenfahrten ein Naked Bike, etwa eine ER-6n schon die bessere, agilere Wahl. Kommt aber das Argument der extrem niedrigen Sitzposition und vielleicht die eigenwillige Optik ins Spiel, so kann man getrost zur Kawasaki Vulcan S greifen.

Fazit: Kawasaki Vulcan S

Die Vulcan S belebt die Szene der "kleinen" Mittelklasse-Cruiser neu - und das nicht nur wegen ihres eigenwilligen Designs sondern auch wegen ihrer betont auf Einsteiger abzielenden leichten Fahrbarkeit. Die niedrige Sitzhöhe und der schmale Sattel begünstigen einen sicheren Stand des Fahrers bzw. der Fahrerin am Boden, der niedrige Schwerpunkt sorgt zudem für ein einfaches und sicheres Handling. Auch der Motor passt gut zum unkomplizierten Auftritt, lässt sich ab 2000 Touren anständig hochdrehen und setzt erst bei rund 10.000 Touren ein Ende - das hat es bei einem Cruiser überhaupt noch nie gegeben. Das "Ergo-Fit"-System, das die Sitzhöhe, den Abstand des Fahrers zum Lenker und zu den Fussrasten variiert, kostet zwar Aufpreis, erlaubt dem Vulcan S-Besitzer aber auch grosszügige Individualisierungs-Möglichkeiten.

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Vorteile
  • drehfreudiger Motor, der sich auch im unteren Drehzahlbereich gut benimmt
  • anständige Bremse mit ABS
  • eigenwillige Optik
  • schmaler und daher wendiger 160er-HInterreifen
  • Ergo-Fit-System für eine optimale Anpassung an den Fahrer
  • ausreichend komfortables Fahrwerk
1
Nachteile
  • Ergo-Fit-System kostet Aufpreis
  • mässiger Windschutz
  • Ganganzeige nur optional erhältlich

Bericht vom 30.07.2015 | 21'401 Aufrufe

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