Hochpräzises GPS Datarecording von RaceAnalyse im Test

Hochpräzises GPS Datarecording von RaceAnalyse im Test

Schnell dank feinster Technik aus der Schweiz

Schnelle Rundenzeiten auf der Rennstrecke leicht gemacht. Das verspricht zumindest der Hersteller. Der sympathischen CEO, Andres Tschupp, seineszeichens studierter Ingenieur aus der Schweiz schickte uns ein Testgerät seiner neuesten Schöpfung mit dem treffenden Namen "RaceAnalyse". Da machten wir doch glatt die Probe aufs Exempel. Soviel sei verraten: Das Teil ist richtig gut und kann nahezu als Geheimwaffe für jeden Hobbyracer bezeichnet werden. Die Basisfunktion "Laptimer" können natürlich andere auch, die integrierte Online-Datenauswertung macht das System von RaceAnalyse allerdings zu etwas Einzigartigem!

Swissmade Hightech

Doch von Vorne: Das Teil sieht ähnlich wie eine klassische "GPS-Maus" aus, ist allerdings mit 10 cm Länge etwas grösser. Was fällt gleich bei der ersten Handhabe mit dem Gerät auf? Die Wertigkeit! Made in Switzerland eben...

In der Grundkonstruktion handelt es sich bei der RaceAnalyse-Hardware um einen hochpräzisen GPS Empfänger mit integriertem Akku, welcher das globale Navigation Satelliten System (GNSS) verwendet um bis zu 10 mal pro Sekunde die aktuelle Position zu erfassen. Mit Gyrosensor, Neigungsmesser und einem Magnetfeldsensor werden weitere Daten aus dem aktuellen Fahrzustand erhoben. Diese Messungen werden augenblicklich mit einer persönlichen ID verschlüsselt und vollautomatisch via integriertem GPRS/GSM Modem in die Cloud (= Online-Server) von RaceAnalyse übermittelt. Kommt der Fahrer in die Box, braucht er nur mehr ein internetfähiges Notebook, Tablet oder Smartphone in Betrieb zu nehmen, die RaceAnalyse Livetracking-Webseite aufzurufen und ist sofort über seine aktuellen Fahrdaten im Bilde. Ganz ohne Software-Installation, Verkabelung oder sonstigen Hilfsmitteln. Der GPS Empfänger kann dabei sogar in seiner Arretierung am Bike verbleiben. Der Akku hält einen Tag auf der Rennstrecke locker durch.

Schnelle Rundenzeiten auf der Rennstrecke leicht gemacht. Das verspricht zumindest der Hersteller. Der sympathischen CEO, Andres Tschupp, seineszeichens studierter Techniker aus der Schweiz schickte uns ein Testgerät seiner neuesten Schöpfung mit dem treffenden Namen "RaceAnalyse". Da machten wir doch glatt die Probe aufs Exempel. Soviel sei verraten: Das Teil ist richtig gut und kann nahezu als Geheimwaffe für jeden Hobbyracer bezeichnet werden. Die Basisfunktion "Laptimer" können natürlich andere auch, die integrierte Online-Datenauswertung macht das System von RaceAnalyse allerdings zu etwas Einzigartigem!

Die Software - hier wird´s interessant

Nun kommt der revolutionäre Punkt zum Einsatz - die Analyse Software. Das spannende hierbei ist, dass RaceAnalyse für nahezu jede Rennstrecke auf diesem Planeten Referenz-Daten zur Verfügung stellt. Und das Ganze gleich zweimal, eine Zeit für Profis und eine Zeit für Hobby/Amateur-Fahrer. Mittels dieser Referenzwerte zeigt RaceAnalyse ganz klar auf wo in den zuletzt gefahrenen Runden noch Potential steckt. Diese angesprochenen Referenzwerte liefern dabei durchaus bekannte Namen, wie beispielsweise Max Neukirchner, Lukas Trautmann oder Gábor Rizmayer, welche immer wieder für RaceAnalyse im Einsatz sind.

Ich wollte immer schon wissen wo Rossi bremst.

Ist die entsprechende Website geöffnet, darf man sich sich diese Analyse als Google-Maps Overlay vorstellen, mit eingezeichneten Kurvengeschwindigkeiten, Bremspunkten sowie Top-Speed Angaben auf den Geraden. Nach Begutachtung der eigenen Daten, kann man sich in diese Grafik auch gleich die Referenzrunden, welche RaceAnalyse bereitstellt, reinziehen. Auf diesem Wege lassen sich Differenzen bei der Linienwahl (bis auf 0,5m genau) sowie Differenzen bei den Bremspunkten und Geschwindigkeiten in diversen Streckenabschnitten beobachten. Für alle User, die weiter ins Detail gehen möchten, empfiehlt sich ein Blick in die Timeline, welche noch mehr Feinheiten offenbart. In einem nüchternen Chart, ähnlich dem des Schweizer Aktien Indizes, erwarten den Benutzer weitere Parameter. Hier sieht man noch deutlicher, in welchem Abschnitt man welche Zeit, Geschwindigkeit und auch Distanz zur Referenz liegen lässt. Etwas Einarbeitungszeit und Interesse an der Materie vorausgesetzt, lässt sich mit Raceanalyse richtig viel herausholen. Das schöne dabei ist, dass die solide Technik, die unkomplizierte Handhabe sowie Tipps und Tricks auf der Hersteller-Website den Umgang mit dem Gerät deutlich erleichtern. Aufladen, einklicken, fahren, analysieren, Spass haben. Echtes Plug & Play, kein Einbau, keine Verkabelung - eine Seltenheit in der heutigen Welt!

Laufend Updates und neue Funktionen

Die Software von RaceAnalyse bietet zudem noch eine Art Social-Media-Plattform für alle registrierten Racer. Es können untereinander Daten freigegeben, ausgetauscht und auch nebeneinander gestellt werden. So können ganze Benutzergruppen Vergleiche anstellen, in dem sie in der Auswertung nahe ran zoomen und sich so die unterschiedliche Linienwahl oder beispielsweise auch die individuellen Bremspunkte ansehen. Super interessant für die Trainings-Einheiten am Ring!

Um zukünftig noch weitere Analyse-Funktionen anbieten zu können, existiert aktuell auch eine Entwicklungskooperationen mit der Universität Zürich. Konkrete Ideen gibt es dabei bereits zur Genüge: Beispielsweise die Berechnung der Ideallinie abgestimmt auf das eigenen Fahrzeug, oder auch die Berechnung der optimalen Beschleunigungs- und Bremspunkte anhand der Leistungs- und Konstruktionsmerkmale des jeweiligen Fahrzeugs. Des Weiteren soll künftig auch eine Funktion integriert werden, welche es erlaubt, die Datenverwaltung für Instruktoren bei Rennstreckentrainings mit mehreren Teilnehmern zu vereinfachen.

Nicht jeder von uns heisst NastyNils...

...und hat eine R1M mit integriertem Datarecording in der Garage. Für alle anderen Rennstreckenpiloten, Trackday-Besucher, Hobbyracer und solche die es noch werden möchten empfiehlt sich das System von RaceAnalyse sehr. Aktuell vertreibt RaceAnalyse selbst seine Geräte im Onlineshop zum Preis von 595,- Schweizer Franken. In der Schweiz gibt es des Weiteren die Firma MotoMader als kompetenten Partnerhändler. In Österreich eventuell in Kürze unsere Freunde von Zweiradprofi Pauer. Stay tuned!

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Bericht vom 13.09.2017 | 8'171 Aufrufe

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