Bridgestone Battlecross E50

Bridgestone Battlecross E50

Wir testen den neuen Enduro Reifen von Bridgestone

Mit dem Battlecross E50 erweiterte Bridgestone Anfang des Jahres sein Offroad Sortiment. Mit der Battlecross Reihe beginnend mit X10 bis zu X40 boten die Japaner bis jetzt ausgezeichnete MX Reifen. Der E50 soll nun die klaffende Lücke bei den Enduros füllen.

Da kann man schon mal Klartext sprechen: Bridgestone hatte zwar stets ein herzeigbares MX Reifen Sortiment, allerdings wurde der Enduro Bereich immer etwas links liegen gelassen. Der ED668 wurde zwar offiziell als Enduro Reifen geführt, wirklich warm wurde damit aber niemand. Dessen war man sich mit Sicherheit auch in Tokyo bewusst. Die Tatsache, dass der Endurosport immer mehr Anhänger findet, war dann wahrscheinlich auch mit ein Grund warum sich die Ingenieure wieder an die Reissbretter setzten und den E50 entwickelten.

Unsere Neugier war natürlich gross und so durften sich Airbert Lindtner und Arlo zu den ersten zählen die den Reifen testen durften. Beim eintreffen der Reifen gleich mal der erste Test - das typische Herumgedrücke und die Stoppeldreherei. Im Vergleich zur Konkurrenz fühlt sich der Battlecross deutlich härter an. Laut unserem langjährigen Bridgestone Tester Airbert, zieht sich die härtere Mischung durch das gesamte BS Offroad Sortiment. Rückschlüsse auf den Grip sollte man daraus aber nicht ziehen.

Wir vergleichen ED668 mit dem neuen Battlecross E50

In der Pressemitteilung liesst man, dass Form und Kontur der Seitenwand optimiert wurden. Man verspricht sich dadurch neben einem verbesserten Sitz auf der Felge auch eine leichtere Montage. 1000PS Reifenmonteur Airbert unterschreibt das sofort. Während er mit hochrotem Schädel und unter Geschrei den ED668 montiert, geht die Montage des E50 deutlich schneller und leichter von der Hand. Bei der Montage sollte die Laufrichtung beachtet werden. Während das Vorderrad in beide Richtungen montiert werden kann ist das Hinterrad Richtungsgebunden.

Test in Stockerau

Um zu sehen was der Neue kann wählen wir das Gelände des HSV in Stockerau. Dort finden wir zwei Enduro Tracks eine MX Piste und einen selektiven Hard Enduro Parkour. Montiert wurden die beiden Bridgestones auf 450er Endruos von Yamaha. Schon nach der ersten Runde war dann klar, mit seinem Vorgänger hat der E50, bis auf den Hersteller, so gar nix gemein. Zwischen den beiden Gummis liegen Welten. Während der ED668 bockhart daherkommt und wirkt als wären 3 Bar eingefüllt, gibt sich der E50 komplett anders. Der Neue passt sich dem Boden deutlich besser an, und dämpft somit auch entscheidend besser als sein Vorgänger. Gefahren wurde übrigens mit einem Druck von 1 Bar auf allen Reifen.

Auch in den sandigen und losen Auffahrten lässt der Battlecross den ED668 richtig alt aussehen. Zwar kommen wir mit dem ED auch jeden Hügel rauf, aber mit dem E50 gehts dann doch immer spürbar leichter von der Hand. Nicht so deutlich gibt sich der Unterschied beim Vorderreifen, hier hatte Bridgestone mit dem ED663 schon einen guten Reifen im Sortiment. Der E50 macht an der Front gute Arbeit, hält immer die Spur und gibt immer ein sicheres Gefühl.

Beeindruckt haben uns die Runden auf dem MX Track. Auch dort zeigte sich der E50 von seiner besten Seite, bot guten Seitenhalt und vermittelte stets leicht verständliche Rückmeldung. Trotz der im Vergleich zum ED668 weicheren Mischung, war die Abnutztung nach einigen schnellen Runden mininmal. Zwar wiesen die Stollenkanten kleine Riefen auf, aber von grober Abnutzung oder eingerissenen Stollen war keine Spur.

Gut aber nicht hervorragend schlägt sich der Neue auf dem Hard Enduro Parkour. Hier will das Gas schon gut gewählt werden um das Hindernis zu bewältigen. Man merkt, das die Stollen etwas zu steif sind um sich an den harten Untergrund anzupassen. Doch lassen wir die Kirche im Dorf, Bridgestone liefert mit dem E50 einen Enduro Reifen und keinen Hard Enduro Reifen. Doch wenn man dem einen oder anderen Vögelchen glauben darf, kommt im nächsten Jahr eine Supersoft Mischung auf den Markt die genau in dieser Disziplin brillieren soll.

Erhältlich ist der E50 vorne in 90/90-21 und hinten als 120/90-18 und 140/80-18. Der Reifen ist FIM homologiert und auch für den Strassenverkehr zugelassen. Der Preis für den Battlecross liegt bei 49€ für den vorderen und 65€ für den 140er beiZweiradprofi Pauer .

Bridgestone Battlecross E30 Fazit

Mit dem E50 ist den Japanern ein richtig guter Wurf gelungen. Er ist ein gutes Allround Talent, das eigentlich alles gut bis sehr gut meistert und nirgendwo massiv abkackt. Zusätzlich ist auch die Preisgestaltung eine massive Kampfansage an Mitas, Metzeler und Co. - der E50 wird euch also in Zukunft öfters im Fahrerlager begegnen.

Für eine unverbindliche Preisempfehlung und weitere Top Reifen kontaktiere das Team von Zweiradprofi Pauer.

Alle Reifen der Saison 2019:

Bericht vom 21.03.2019 | 3'474 Aufrufe

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