Reiseenduro Vergleichstest 2019 KTM 790 Adventure

Reiseenduro Vergleichstest 2019 KTM 790 Adventure

"Ready to Race" - Trifft das auch bei KTMs neuer Reiseenduro zu?

7 Reiseenduros, 5 Redakteure, 1 Testsiegerin: Das sind die wichtigsten Zahlen zu unserem grossen Reiseenduro-Vergleichstest 2019. Welche ist die Offroad-Tauglichste? Welche die Sportlichste? Welche bietet das rundeste Gesamtpaket? Das und mehr haben NastyNils, Mex, Schaaf, Vauli und Gastredakteur Wolf für euch getestet.

Die Streiterinnen um den heiss begehrten Sieg beim grossen Reiseenduro-Vergleichstest 2019 sind wahre Adventure-Bikes, gemacht für das Abenteuer. In der schönen Steiermark geben unsere knallharten Tester den Bikes ordentlich die Sporen und überprüfen sie auf Herz und Nieren. Gefahren wird 50% Strasse und 50% Offroad, um wirklich festzustellen, wie viel Abenteuer in diesen Reiseenduros steckt. Um die Testsiegerin auswählen zu können, verteilt jeder unserer 5 Tester seinen Helm und beide Handschuhe an seine Favoriten. Der Helm bringt 2 Punkte, pro Handschuh gibt es einen Punkt. Verteilt können Sie beliebig werden. Mit der KTM 790 Adventure geht es heiss zur Sache: sportlicher Motor, radikales Fahrwerk und ein Design das polarisiert. Ist das die Formel zum Sieg?

NastyNils zur KTM 790 Adventure

Für Nils ist die 790er Adventure keine Mogelpackung. Das Aussehen trügt nicht, denn mit ihrem spritzigen Ansprechverhalten strahlt sie für Nils den sportlichsten Flair der Testmotorräder aus. Sie will einfach immer nach vorne, will aggressiv sein, und das gefällt ihm. Auch top findet er die üppige Ausstattung an technischen Hilfsmitteln und Zubehör.

Mex zur KTM 790 Adventure

Bei diesem grossen Reiseenduro Vergleich ist Mex die KTM 790 Adventure zum ersten Mal gefahren. Obwohl er von der Optik überhaupt nicht angetan ist, überzeugen ihn das niedrige Gewicht und der sportliche, hoch-drehende Motor. Traumhaft gut funktionieren für ihn der Schaltautomat und Blipper der Adventure. Das Einlenkverhalten empfindet er auf der Strasse als etwas träge, doch im Gelände macht sie dank top Knieschluss und gut eingestellter Elektronik viel Spass. Selbst kleine Drifts sind mit eingeschalteten Assistenzsystemen noch möglich. Das Gesamtpaket gefällt ihm gut genug, dass er einen Punkt in Form seines Handschuhes vergibt.

Schaaf zur KTM 790 Adventure

Ein enspannter Kniewinkel macht die KTM laut Schaaf auch für grosse Piloten geeignet. Für eine reine Reisemaschine hält er sie aber für zu sportlich, vor allem aufgrund des Fahrwerks. Ihm ist die Optik wurst, denn das sieht man beim Fahren eh nicht. Vielmehr achtet er auf die Leistungsentfaltung, von welcher er schwer begeistert ist. Der Motor funktioniert mit dem tollen Quickshifter optimal. Bei flotter Fahrweise macht ihm die 790er Adventure extremen Spass. Passend zum KTM-Motto: "Ready to Race"

Wolf zur KTM 790 Adventure

Würde er alleine auf Touren gehen, dann würde sich Wolf die KTM nehmen. Sie lässt sich flott über Schotter bewegen und schluckt mit dem tollen Fahrwerk alle Muggeln und Unebenheiten. Durch das grosse 21-Zoll-Vorderrad ist sie etwas schwerer zum Einlenken zu bewegen. Diese Manko machen aber die top Ergonomie und der tiefe Schwerpunkt wieder wett. Das Handling ähnelt laut Wolf eher dem einer 690er KTM, als dem einer grossen Reiseenduro. Auch er ist ein Fan des Quickshifters, wobei er es schade findet, dass dieser nicht zur Serienausstattung gehört. Er würde diesen jedem empfehlen. Genauso wie den Offroad-Pro-Modus. Der erlaubt ordentliches durchdrehen des Hinterrades bevor das System eingreift und bringt mörderischen Spass im Gelände. Insgesamt begeistert die KTM 790 Adventure Wolf mit ihrem sportlichen Auftreten, dem mehr als ausreichenden Fahrwerk und dem leichten Handling so sehr, dass er sie zu seiner Favoritin erklärt und seinen Helm an ihren Lenker hängt. Das bedeutet 2 Punkte für die Wertung.

Vauli zur KTM 790 Adventure

Die Optik findet Vauli zwar nur mittelmässig, die Fahrerei ist für ihn aber ein Wahnsinn. Der quicklebendige, spritzige Motor zieht das Bike sportlich durch die Landschaft und vor allem das spürbar niedrige Gewicht (189 kg Trockengewicht) tut der Adventure in puncto Handling sehr gut. Das grosse Vorderrad weckte bei Vauli anfangs zwar bedenken, doch die wurden schnell zerstreut. Auch die Ergonomie geht in Ordnung. Die Sitzhöhe von 850 mm ist gemütlich, und auch in stehender Position ist alles da, wo es hingehört. Kritik gibt es für das nur mit Werkzeug verstellbare Windschild. Das ginge auch ohne, und sogar einhändig, wie die Ducati Multistrada 950 S bewiesen hat. Die Vorteile überwiegen für Vauli aber klar die Nachteile, und so gibt auch er einen Handschuh her.

Endwertung der KTM 790 Adventure im Reiseenduro Vergleich 2019

Die 790er Adventure überzeugt mit ihrer Sportlichkeit, dem niedrigen Schwerpunkt und toll funktionierenden Zusatzaustattungen, wie dem Quickshifter oder dem Offroad-Pro-Modus. Abgesehen davon leistet sie sich aber auch sonst keine grossen Fehler und sichert sich so insgesamt 4 Punkte. Das bringt Platz drei bei unserem grossen Reiseenduro Vergleich 2019.

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Preis und weitere Informationen zur KTM 790 Adventure

Weitere Informationen unter https://www.ktm.com/at/travel/790-adventure

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Fazit: KTM 790 Adventure

Passend zum Motto KTMs "Ready to Race" lässt sich die KTM 790 Adventure sehr flott bewegen und liefert mit ihrem sportlichen Motor, top Fahrwerk und niedrigen Gewicht ein tolles Gesamtpaket. Von der Zusatzaustattung empfehlen unsere Tester den gelungenen Quickshifter und Offroad-Pro-Modus. Ergonomie, Handling, Komfort - die 790er Adventure leistet sich keine üblen Schnitzer, alles funktioniert gut. Einzig beim Design scheiden sich die Geister. Die Fahrerei begeistert aber selbst die kritischsten unserer Tester.

1
Vorteile
  • sportlicher, Motor mit ordentlich Durchzug und top dimensionierter Leistung
  • niedriges Gewicht
  • tolles Handling dank tiefem Schwerpunkt
  • mächtiges Fahrwerk der etwas härteren Seite
  • Ergonomie und Komfort passt
  • Quickshifter und Offroad-Pro-Modus (beides nicht Serienausstattung) funktionieren prima
1
Nachteile
  • durch 21-Zoll-Vorderrad etwas träges Einlenkverhalten
  • Windschild nicht ohne Werkzeug verstellbar
  • Quickshifter leider nicht Serie

Bericht vom 11.05.2019 | 11'318 Aufrufe

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