Ducati Scrambler Icon, Nightshift, Desert Sled, 1100 Sport 2021

Welcher Scrambler ist der richtige? Die 1000PS-Kaufberatung!

Ducati Scrambler ist nicht gleich Ducati Scrambler, die Italiener haben ein umfangreiches Sortiment an Scramblern aufgebaut, das nahezu alle Wünsche der Fans dieser Retro-Bikes abdeckt. Wir klären also, für welchen Typ Motorradfahrer sich welche Ducati Scrambler eignet. Soll es eher der gemütliche Einstieg in Form der Scrambler Icon sein, oder doch lieber die verwegene, düstere Scrambler Nightshift? Steht auch ein wenig Offroad am Programm, wäre vielleicht die Scrambler Desert Sled schlau. Oder im Falle der Scrambler 1100 Sport Pro samt Öhlins-Fahrwerk - darf´s ein bisserl mehr sein?

Nahezu alle namhaften Hersteller versuchen sich mittlerweile im Segment der Retro-Eisen, immerhin ist dieser Trend immer noch nicht vorbei. Offenbar stehen viel mehr Biker auf moderne Maschinen im Klassik-Outfit, als ursprünglich erwartet wurde. Ducati ist einer jener Hersteller, der durch die langjährige Geschichte und Tradition der Marke nicht nur rein optische Vorbilder für die aktuellen Scrambler-Modelle hat, sondern auch gleich zwei Motoren, die dank Luftkühlung und typischer Desmo-Ventilsteuerung auch von innen diesen gewissen Retro-Charme mitbringen. Das ganze natürlich sauber nach Euro5-Norm, aber immer noch so kernig und angenehm rappelig, dass man ausgezeichnet die guten alten Zeiten hochleben lassen kann.

In den Ducati Scrambler-Modellen werken noch die guten, alten Motoren!

Dazu passt natürlich auch der typische Ducati-Zylinderwinkel von 90 Grad und nicht zuletzt der dumpfe Sound, der laut genug ist, um Emotionen aufkeimen zu lassen, aber leise genug, um niemanden in der Nachbarschaft zu stören. Der kleinere der beiden Motoren ist ein 803 Kubik grosser V2, der 73 PS bei 8250 Umdrehungen leistet und 66 Newtonmeter bei 5750 Touren abdrückt. Wem das nicht reicht, der greift zum grösseren Scrambler-Triebwerk, das noch aus der (zumindest von mir) hochgelobten Monster 1100 stammt. In der Scrambler 1100 Sport Pro leistet es 86 PS bei 7500 Touren und stemmt ordentliche 88 Newtonmeter bei nur 4750 Umdrehungen. Die entscheidenden Unterschiede zwischen den vier Scrambler-Modellen lassen sich aber am besten bei jedem einzelnen Modell erläutern.

Ducati Scrambler Icon - mehr als nur ein Einstiegsmodell

Die Icon ist aktuell die Basis in der Welt der Scrambler (obwohl es eine nochmals günstigere, völlig baugleiche Icon Dark in Schwarz gibt - aber ein bisschen Farbe darf schon sein) und muss abgesehen vom Kurven-ABS (ganz grosses Lob an Ducati, dass bereits die Icon dieses sicherheitsrelevante Feature besitzt!) auf jeglichen Firlefanz verzichten. In Wahrheit tut es der Icon meiner Meinung nach aber richtig gut, dass sie auf unnötiges Lametta verzichten DARF, denn wer auf ehrlichen Purismus steht, ist mit der Icon bestens bedient. Der 800er-Motor treibt die 192 Kilo fahrfertig und vollgetankt (die Leichteste im Quartett) anständig vorwärts und das Fahrwerk bügelt eher Unebenheiten aus dem Asphalt, als dass es sonderlich präzise für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt wäre. Es geht eher um ein herrlich einfaches Handling - und genau das erlaubt der ultrabreite Lenker, der perfekt zu dieser lässigen aufrechten Sitzposition auf dem gemütlichen, fett gepolsterten Sattel passt. Die Einzel-Scheibenbremse an der Front werkt zwar wie auf den beiden anderen 800er-Scramblern etwas mau, doch gerade auf der gemütlichen Icon, die am wenigsten sportlich sein muss, tritt diese Tatsache in den Hintergrund. Grundsätzlich ist die Einstiegs-Ducati Scrambler die ehrlichste unter den vier Scramblern, denn sie wird mit ihren beachtlichen 150 Millimeter Federweg vorne und hinten ihrem Namen voll und ganz gerecht.

Wer soll die Ducati Scrambler Icon kaufen?

Mit rund 9500 Euro in Deutschland, 11.000 Euro in Österreich und 10.700 Euro in der Schweiz ist sogar die Scrambler Icon als Einstiegsmodell kein günstiges Motorrad, allerdings verkörpert sie perfekt diesen herrlich spassigen Scrambler-Gedanken - für den man schon mal etwas springen lassen kann. Wer auf einen coolen, unverspielten Look steht und tatsächlich den ein oder anderen Feld- oder Schotterweg unter die Räder nehmen möchte, ist mit ihr bestens bedient. Hat man sogar vor, direkt an den Beach zu cruisen (und sei es nur der Baggersee), gibt es eigentlich kaum Alternativen.

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Poky

"Den Einstieg in die Welt der Scrambler bildet die Icon. Das bedeutet aber nicht, dass man bei ihr im Sattel Abstriche machen müsste. So bietet sie, wie alle anderen, serienmäßig Kurven-ABS. Die Icon ist zudem das stimmige Gesamtpaket im Quartett, der hohe Lenker erlaubt müheloses dirigieren und die niedrige Sitzhöhe stellt keinen Piloten vor Probleme."

McGregors Senf zur Scrambler Icon:

Die Icon ist die Gemütliche unter den Ducati Scramblers, genau das richtige Bike für die entspannten Cruiser und Trips zum Strand. Aber der breite, hohe Lenker sorgt nicht nur für eine angenehme Sitzposition, sondern ermöglicht es auch die Icon flott in die Radien zu drücken und im Winkelwerk mit ihr richtig Spass zu haben. Für wirklich sportliche Andrückerei ist ihr Fahrwerk zwar zu weich, aber Genussausfahrten mit flotteren Passagen sind allemal drin.

Ducati Scrambler Nightshift - die extravagante Alternative zur Icon

Der Name sagt schon viel über die Scrambler Nightshift aus - eine Nachtschicht muss für Ducati offenbar düster und verwegen sein! Und obwohl sich die Nightshift grundlegende Komponenten wie Motor, Chassis und Bereifung mit der Icon teilt, haben es die Italiener tatsächlich geschafft, mit dem tiefer positionierten und schmäleren Lenker eine völlig andere Sitzposition zu schaffen - und damit auch ein anderes Fahrgefühl. Im direkten Umstieg von der Icon auf die Nightshift ist Letztere natürlich viel unbequemer, allerdings startete ich den Tag mit der Nightshift und war überrascht, dass sich dieser angedeutete Cafe Racer-Stil doch sehr alltagstauglich benimmt. Lediglich der harte Sattel trübt das Vergnügen von weiten Ausfahrten ein wenig. Durch die sportlichere Haltung auf der Nightshift kommen aber auch mehr sportliche Ambitionen auf - wodurch mich auf der spürbar teureren Nightshift (im Schnitt 1500 Euro/Franken mehr als die Icon) der, mit 73 PS nicht allzu starke Motor und die vergleichsweise schwache Einzelscheibenbremse doch mehr stören, als auf der Icon.

Wer soll die Ducati Scrambler Nightshift kaufen?

Wie bereits erwähnt, sind nahezu alle Komponenten der Nightshift identisch mit dem Icon-Einsteigermodell, sogar Radstand, Sitzhöhe und die stolzen 150 Millimeter Federweg sind gleich. Warum also so viel mehr ausgeben? Nun, da kommt dann der Look ins Spiel, wer auf dunkle Lackierungen steht, den minimalistischen Stil am Heck schätzt und auf gewisse Details, wie etwa die seitlich montierten Rückspiegel Wert legt, kommt mit der Nightshift voll auf seine Rechnung.

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Poky

"Die optisch coolste Scrambler ist meiner Meinung nach die Nightshift. Andere Blinker, Speichenfelgen, eine geänderte Auspuffanlage und die flache Sitzbank im Cafe Racer Stil machen echt was her. MIt der 1100er Sport Pro teilt sie sich den breiten Lenker, sowie die Lenkerendspiegel. Ersterer ist ein optischer Genuss, nimmt der kleinen Nightshift aber etwas von der Handlichkeit der anderen Geschwister."

McGregors Senf zur Scrambler Nightshift:

Die Nightshift ist die stylische Variante unter den 800er Scramblern. Die wichtigsten Komponenten sind quasi ident zur Icon, allerdings fühlt sie sich durch den niedrigen Lenker sportlicher an und sieht dank kleinen LED-Blinker, durchgehend geschwärzten Bauteilen und schickem Endtopf schon edler aus, als ihre gelbe Schwester. Ihr niedriger, breiter Lenker kostet sie aber etwas Agilität in engen Kurven und ist ausserdem auch auf einer für die Stadt recht ungünstigen Höhe, da die Lenkerendspiegel genau auf der Höhe der meisten PKW-Seitenspiegel liegen.

Ducati Scrambler Desert Sled - die glaubwürdige Retro-Enduro

Mit der Desert Sled bekommt die Icon vor allem in Sachen Offroad eine mehr als ernst zu nehmende Konkurrentin, die Nightshift ist ja ohnehin ganz stark auf den Strassenbetrieb ausgelegt. Für wahre Gelände-Talente verbaut Ducati an der Desert Sled eine fette 46er-USD-Gabel mit 200 Millimeter Federweg, spendiert dem hinteren Federbein ebenfalls 20 Zentimeter Hub und stattet den Wüstenschlitten sogar mit einem Offroad-Modus aus, in dem das ABS am Hinterrad abgeschaltet werden kann. Garniert mit Pirelli Scorpion STR-Reifen samt (ansatzweise) Blockprofil, am Vorderrad im Format 120/70-19 gestatten tatsächlich Ausflüge abseits der Strasse. Die Sitzposition würde ich persönlich sogar über jene der Icon stellen, da sie richtig bequem ist und trotzdem noch ein präzises ernsthaftes Handling ermöglicht - während die Icon eben vorrangig auf chilliges Vergnügen ausgelegt ist. Der Aufpreis von stolzen 2800 Euro in Österreich, 2400 Euro in Deutschland und 2500 Franken in der Schweiz gegenüber der Icon müssen natürlich erst mal verdaut werden, dafür kann der Desert Sled auch optisch kaum eine andere Ducati Scrambler das Wasser reichen.

Wer soll die Ducati Scrambler Desert Sled kaufen?

Es gibt wohl genug Motorrad-Gattungen, die speziell auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt sind, wer ein Superbike will, findet es, wer eine Reiseenduro sucht, ebenfalls. Wer sich also eine Ducati Scrambler interessiert, will wohl auch diesen ganz speziellen Look, den diese feschen Italienerinnen perfekt hinbekommen. Vor allem die Desert Sled samt ihren goldenen Felgen und dem martialischen Gitter vor dem Rundscheinwerfer markiert eine grossartige Retro-Enduro. Dass sie auch noch ausgezeichnet stimmig funktioniert, macht sie für all jene interessant, die bei all der Retro-Optik nicht auf Funktionalität verzichten wollen. Auch bei der Desert Sled kann man die (nur) 73 PS durchaus vertreten und die Einzel-Bremsscheibe geht bei einer Enduro auch durch. Der Preis ist natürlich ordentlich, aber hey, eine funktionale Schönheit darf kosten!

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Poky

"Die coolste Offroad-Optik der Scrambler-Palette weist eindeutig die Desert Sled auf, sie ist allerdings auch die teuerste 800er im Bunde. Mit Stollenreifen, 200 mm Federweg vorn und hinten, abschaltbarem Hinterrad-ABS und eigenem Offroad-Fahrmodus scheut sie auch den Abstecher ins Gelände nicht. Doch wehe sie fällt einem um, die herrliche Zwei-Farben Lackierung des Tanks würde einem das wohl nicht verzeihen."

McGregors Senf zur Scrambler Desert Sled:

Die Desert Sled hat meiner Meinung nach das Scrambler-Thema am besten verstanden. Sie ist die Einzige, welche sich auch in leichtes Gelände trauen kann, macht dabei aber trotzdem eine sehr gute Figur am Asphalt. Nicht nur ist sie optisch ein Traum, dank den Pirelli Scorpion Rally STR Schlappen und einem schön straff abgestimmten Fahrwerk lässt sie sich, trotz "Offroad-Reifen" und langen Federwegen, recht flott durch die Radien bewegen. Für mich das beste Scrambler-Paket.

Ducati Scrambler 1100 Sport Pro - das auffällig unauffällige Topmodell

Wenn wahre Performance am Programm stehen soll, dann führt kein Weg an der Scrambler 1100 Sport Pro vorbei. Die Kubatur im Namen, auf die alle 800er-Scrambler verzichten müssen, steht für den 1079 Kubik grossen V2, der mich in der (altehrwürdigen) Monster 1100 schon begeisterte. 86 PS und 88 Newtonmeter am Papier sind heutzutage nichts Besonderes mehr, während der Fahrt begeistern sie aber umso mehr mit Dampf von ganz weit unten und herrlichem Sound bis ganz nach oben. Damit funktioniert natürlich eine sportliche Fahrweise weitaus besser und die Doppelscheibenbremse mit 320er-Scheiben und radial montierten Brembo M4.32er-Sätteln bringt richtig viel Performance ins Spiel. Das Tüpfelchen auf dem i beschert das voll verstellbare Öhlins-Fahrwerk, klarerweise in herrlichem Gold gehalten, das für mein Empfinden fast schon zu viel des Guten auf einem Scrambler darstellt. Aber für den Auftritt vor dem Eissalon passt es aber wiederum sehr gut und rechtfertigt auch den enormen Preis von über 15.500 Euro in Deutschland sowie jeweils über 17.000 Euro/Franken in Österreich und in der Schweiz.

Wer soll die Ducati Scrambler 1100 Sport Pro kaufen?

Die Ducati Scrambler 1100 Sport Pro ist ein Widerspruch in sich - und gerade deshalb so einzigartig und interessant. Die hochwertigen Elemente von Öhlins und Brembo, sowie der grössere, stärkere Motor machen sie empfindlich teurer als die 800er Scrambler-Palette, daher aber auch erstrebenswerter für all jene, die ganz gerne zeigen, dass sie sich das Topmodell einer Baureihe leisten können. Dass bei den zuvor genannten Komponenten natürlich auch die Performance gesteigert wird, ist ein toller Nebeneffekt, wer allerdings tatsächlich Sport will, findet bei Ducati klarerweise viele Alternativen zum gleichen Preis. Doch gerade diese Mischung aus Hightech und Retro ist vermutlich für viele das Interessanteste an der 1100 Sport Pro.

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Poky

"Vier Scrambler, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hat uns Ducati hier zum Test zur Verfügung gestellt. Dabei teilen sich drei sogar denselben Motor! Der luftgekühlte V2 mit 803 Kubik blickt auf eine lange Historie zurück und passt wunderbar zu den leichten Retro-Eisen. Das Pendant in der 1100 Sport Pro mit 1079 ccm macht dann alles noch ein bisschen besser und verleiht dem Topmodell ein höheres Maß an Souveränität. Die 1100er ist die richtige Wahl für alle, die trotz rustikaler Optik nicht auf modernste Fahrwerkstechnik verzichten wollen. Außerdem macht die schweden-goldene Gabel vorm Eiscafe natürlich einiges her."

McGregors Senf zur Scrambler 1100 Sport Pro:

Ausstattungsmässig spielt die 1100 Sport Pro natürlich in einer anderen Liga. So macht sie vor dem Eissalon am meisten her und hat auch für mächtige Kurvenhatzerei die geeignetsten Komponenten verbaut. Allerdings scheint das Öhlins Fahrwerk im Verhältnis zu den 86 PS fast etwas überdimensioniert. Trotz flachem Sport-Lenker ist sie ein eher gemütliches Fahrzeug, da wird man die teuren Bauteile kaum vollends ausnutzen. Etwas weniger Top-End-Komponenten und ein dafür günstigerer Preis wären womöglich passender gewesen.

Fazit: Ducati Scrambler Icon

Während die vielen verschiedenen Motorradgattungen immer mehr verschwimmen und sich überlagern, ist die Ducati Scrambler Icon tatsächlich der unkomplizierte und robuste Scrambler, der im Namen versprochen wird. Der breite Lenker erlaubt ein unglaublich einfaches Handling, da verzeiht man schnell, dass beim komfortorientierten Fahrwerk die Gabel nicht verstellbar ist, das Federbein wenigstens in Zugstufe und Federvorspannung. Ebenso verzeiht man ihr, dass die vordere Einzelscheibe ziemlich viel Handkraft braucht, immerhin ist sehr löblich ein Kurven-ABS serienmässig verbaut. Der Rest der Ausstattung entspricht aber wieder dem minimalistischen Stil, der bei den (veralteten) LCD-Armaturen vielleicht sogar etwas übertrieben ist. Insgesamt überzeugt die Scrambler Icon aber vor allem mit ihrer gelungenen Optik, die schon im Stand vermittelt, worum es geht: Lebensstil statt Fahrstil!


  • klassischer Ducati V2-Motor mit Luftkühlung
  • bequeme Sitzposition
  • einfaches Handling
  • Kurven-ABS Serie
  • herrliche Scrambler-Optik
  • Armaturen schlecht ablesbar
  • nicht ganz billig

Fazit: Ducati Scrambler Desert Sled

Die Desert Sled ist vielleicht nicht für den harten Offroad-Einsatz gemacht, für Spasspartien auf Schotterstrassen und im leichten Gelände aber bestens gerüstet. Mit dem zusätzlichen Fahrmodus (ABS am Hinterrad abschaltbar), dem grossen 19 Zoll-Vorderrad und den voll einstellbaren Federelementen trägt sie diesen Anforderungen durchaus Rechnung. Die Sitzhöhe von 860 lässt ebenfalls erahnen, dass Geländeausritte nicht völlig absurd sind. Vermutlich ist es aber ohnehin diese atemberaubend hübsche Optik der Desert Sled, die das Interesse der Retro-Fans wecken wird.


  • coole Optik
  • kultivierter Motor
  • robuster Auftritt
  • wirklich geländetauglich
  • zusätzlicher Fahrmodus
  • Kurven-ABS
  • etwas hohe Sitzbank für kleine Fahrer
  • Bremse braucht Handkraft
  • nicht billig

Fazit: Ducati Scrambler 1100 Sport PRO

Der Retro-Flair, der bei den "kleinen" Scrambler 800-Modellen funktioniert, wird bei der Scrambler 1100 Sport Pro perfektioniert: Ein kräftiger, durchzugsstarker und herrlich zum Konzept passender "Old School"-Motor gepaart mit einer grossartigen Brembo-Bremsanlage und hochwertigen Öhlins-Fahrwerkskomponenten. Das macht die Scrambler 1100 Sport Pro einerseits äusserst bequem, andererseits auch sehr sportlich und im engen Winkelwerk jedem Cafe Racer überlegen. Auch die Optik stimmt, die 1100er-Modelle wurden mit viel mehr Detailliebe gestaltet als die 800er. Der Preis ist dadurch natürlich erwartungsgemäss um einiges höher angesiedelt.


  • kräftiger und durchzugsstarker V2-Motor mit viel Charakter
  • sehr bequeme Sitzposition
  • Top Brembo-Bremsanlage mit Kurven-ABS
  • hochwertiges Öhlins-Fahrwerk
  • einfaches Handling
  • harmonische Getriebeabstufung
  • richtig teuer
  • Armaturen könnten besser ablesbar sein

Fazit: Ducati Scrambler Nightshift

In der Scrambler 800-Modellreihe präsentiert sich die Nightshift als sportliche Vertreterin für die Stadt und die Landstrasse. Der Motor bringt dafür genügend Leistung und ein wunderbar sanftes Ansprechverhalten mit. Fahrwerk und Sitzposition bieten Komfort, um auch mit Kopfsteinpflaster fertig zu werden, lediglich der Sattel ist etwas zu hart gepolstert. Und bei allzu sportlicher Fahrweise kommt die Ernüchterung, wenn die Bremsanlage einiges an Kraft abverlangt und die Serienbereifung wenig Gefühl verübermittelt. Wer jedoch ein cooles Retro-Bike mit Pendler-Potential und viel Charakter sucht, sollte die neue Nightshift definitiv in Erwägung ziehen!


  • geschmeidiger Motor
  • bequemes Fahrwerk
  • Kurven-ABS
  • charakterstarkes Motorrad
  • coole Optik
  • niedrige Sitzhöhe von 798 mm
  • wenig Gefühl für das Vorderrad
  • Vorderbremse braucht Handkraft
  • Fahrwerk stösst bei sportlicher Gangart an seine Grenzen

Bericht vom 09.07.2021 | 9'466 Aufrufe

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