Die letzte Reise-Diva! - Test der Ducati Multistrada V2 S 2022

Ballern ist die Devise!

Auf den katalanischen Küstenstrassen in Spanien wird die Multistrada V2 S entfesselt. Dabei offenbart sie einen starken Charakter, immensen Fahrspass und, dass sie auch mal zickig werden kann. Was die Multistrada V2 S alles kann und nicht kann, das haben wir für euch herausgefunden.

Bei unserer 1000PS-Winterflucht nach Spanien bei Barcelona haben wir das warme Wetter und die salzfreien Strassen genutzt, um die interessantesten Motorrad Neuheiten des Jahres zu testen. Mit dabei waren auch drei 900er Reiseenduros, die jedoch das Adventure Bike-Thema gänzlich unterschiedlich angehen. Aber nicht nur im Vergleich mit der Husqvarna Norden 901 und der Triumph Tiger 900 Rally Pro (Der Dreiervergleich kommt demnächst) hat die Multistrada V2 S einen eigenen Zugang, sondern auch allgemein betrachtet ist die kleine Multi ein ziemliches Unikum im Reiseenduro-Segment. Sie ist sogar so eigen, dass ich mir die Frage Stelle: Ist das überhaupt noch eine Reiseenduro?

Ein erstes Indiz - Ergonomie & Sitzposition der Ducati Multistrada V2 S 2022

Optisch hat sich beim 2022er Update der Multistrada V2 ja dermassen wenig getan, dass man sie mit ihrer 950er Vorgängerin glatt verwechseln kann. Doch unter dem bekannten Gesicht wurde sehr wohl Hand angelegt, vor allem um die kleine Multi zugänglicher zu machen. Was genau alles verändert wurde, das hat Schaaf schon beim ersten Test der Ducati Multistrada V2 S in der Toskana analysiert.

Eine wichtige Neuerung und besonders nützlich für eine Reiseenduro ist die Anpassung der Sitzbank. Mit einer Sitzhöhe von 830 mm ist der Sattel nicht nur 10 mm niedriger als bisher, auch die schmalere Form kommt kurzen Beinen zugute und verkürzt den Schrittbogen um 40 mm. Am bemerkenswertesten ist jedoch an der Sitzposition, dass sie deutlich Vorderrad-orientierter als auf anderen Adventure-Bikes ist. Man sitzt nicht wie bei vielen Reiseenduros üblich hoch am eisernen Ross, die Zügel breit und hoch und mit komplett aufrechtem Oberkörper, sondern geht instinktiv in Angriffsposition. Der Kniewinkel ist deutlich spitzer als üblich, man sitzt tief im Motorrad anstatt obendrauf und der Lenker ist zwar auch schön breit, jedoch gerader und hinunter in Richtung des Tanks gekrümmt statt dem Piloten entgegen. Das ergibt ein gänzlich anderes Gefühl im Sattel. Selbst innerhalb der feurigen Rosse aus Bologna ist das Feeling einzigartig. Zum Beispiel sind die Griffe auf der Multistrada V2 gefühlt 10 cm niedriger positioniert, als auf der Multistrada V4 (Den ausführlichen Vergleich zwischen Ducati Multistrada V2 S & V4 S findet ihr hier.). Das könnte jetzt auch nur eigenwilliges Design sein, doch in Wirklichkeit ist es schon das erste Indiz auf den wahren Charakter der Multi V2.

Bissig, spassig, unkultiviert? - Der Diva-Motor der Ducati Multistrada V2 S 2022

Noch eine Eigenheit der Multistrada V2 und der Grund, warum sie die vielleicht letzte echte Diva unter den Reisemotorrädern ist, findet man in Form des Motors. Blickt man sich das restliche Feld der Adventure Bikes an, so fokussieren sich fast alle auf die Vielseitigkeit. Sie wollen gleichzeitig gemütliche Reisemaschinen, kompetente Offroad-Eisen und sportliche Kurvenjägerinnen sein. Nicht so die Multistrada V2. Sie will vor allem eines: Ballern! Das zeigt uns schon der 937 ccm 90°-V2-Motor, der es im Gegensatz zur Konkurrenz nicht allen Recht machen will. Starterknopf betätigen, die neue, aber etwas streng zu betätigende Kupplung ziehen und entspannt losfahren...aber nur nicht zu entspannt! Weniger als 3500 Umdrehungen mag der Motor gar nicht, so richtig flüssig wird es erst ab 4500 Touren. Darüber hinaus entfaltet sich die Leistung quirlig und rasant, das Grollen wird schnell zum markanten Röhren und steigert sich bis 9000 U/min zum mächtigen Brüllen. Hier liegt auch die Maximalleistung von 113 PS an und in genau diesem Bereich, 4500 bis 9000 Touren, will die Ducati Multistrada V2 auch gefahren werden. Auf kurviger Landstrasse macht der V2 unfassbar viel Spass. Knackig hängt er am Gas, fordert richtig zum Heizen auf und zaubert durch die Klangkulisse und die spritzige Leistungsentfaltung ein breites Grinsen unter den Helm. Aber was ist, wenn man nicht gerade auf der Heizerstrecke unterwegs ist?

Die Ducati Multistrada V2 S als Alltagsgerät in der Stadt

Sagen wir mal so, als Daily-Driver im urbanen Grossstadtdschungel wird die Multistrada V2 nie brillieren. Dabei ist sie eigentlich agil genug, um sich flott durch den dichten Verkehr zu schlängeln. Ihr fahrfertiges Gewicht von 225 kg fühlt sich in der Realität leichter an. Das liegt an der tiefen Sitzposition und der Vertrauen spendenden Ergonomie, mit der man die Multi sehr intuitiv dirigiert. Aber der Motor bleibt ein Landstrassenheizer und ist mit dem langsamen Verkehr Barcelonas schwer unzufrieden. Eine schlagende Kette und unrunden Motorverlauf bei niedrigen Touren kennt man heutzutage kaum noch im durchoptimierten Reiseenduro-Segment. Die Multi ist aber noch vom alten Schlag, eine klassische Sportskanone und deshalb in vielen Belangen auch eher ein hochbeiniger Sporttourer, als Adventure-Bike. Um bei langsamen Geschwindigkeiten den Motor etwas zu entschärfen, bietet sich die Kupplung an. Aber während diese sehr feinfühlig und präzise trennt, fällt mir nach 30 Minuten innerstädtischer Fahrt durch Barcelona fast die Hand ab. Von unten heizt der V2 auch noch gehörig ein, der serienmässige Quickshifter ist auch kein Freund der niedrigen Drehzahlen und so bin ich heilfroh, als endlich die letzten Gebäude weichen und das Gelände sich öffnet.

Endlich im Element der Ducati Multistrada V2 S - Landstrassen & sportliche Performance

Zeit der Multistrada V2 die Chance zu geben, in ihrem Revier zu überzeugen. Unsere Ortskenntnis rund um Barcelona ist beschränkt, deshalb werfen wir die Calimoto App an, lassen uns automatisch eine möglichst kurvige Tagestour zusammenstellen und navigieren mit dem Handy am Lenker (SP Connect Halterung macht es möglich) zur Costa Brava, einem Küstenabschnitt in der Nähe von Girona in Richtung Frankreich. An dieser kitschigen Strecke, voller roter Klippen, gelber Sandstrände und bezaubernder Pinienwälder, befindet sich eine der besten Strassen, die ich je unter die Räder bekommen habe. Eine Kurve reiht sich nahtlos an die vorherige, verbunden von extrem rauen Asphalt und umgeben von der traumhaften Landschaft. Ein wahrer Hit für jeden Kurvenjäger und auch genau das richtige Gebiet, um die Multistrada V2 S zu bewegen. Es fehlt zwar an längeren Geraden, um die 113 Pferdchen mal ordentlich galoppieren zu lassen, doch die Multi überzeugt weniger mit ihrer massiven Endleistung, als mit ihrer unfassbaren Agilität und Spritzigkeit.

Sportmodus aktiviert, der die Leistungsentfaltung schön direkt, quirlig einstellt und auch das semi-aktive Skyhook Fahrwerk auf maximale Sportlichkeit trimmt, und los geht's! Schon beim Anfahren der ersten Kurve merkt man, hierfür wurde die Multistrada V2 geschaffen. Ausserhalb des kritischen Bereichs funktioniert der V2 richtig gut. Fein dosierbar und direkt hängt er am Gas, will spürbar mehr und schäufelt am Kurvenausgang bis knapp vor dem Drehzahlbegrenzer harmonisch Leistung nach. Die nächste Kurve folgt sogleich, also schnell einbremsen, was mit den Brembo Bremsanlagen fein und präzise funktioniert. Die 320 mm Doppelscheiben vorne beissen zwar nicht brachial zu, doch mit zwei Fingern schafft man dennoch flotte Verzögerungen. Eine dezente Verlagerung des Körpergewichts oder sanfter Input am breiten Lenker reichen, und die Multi kippt wie von selbst in Schräglage. Mit der 265 mm Bremsscheibe hinten lässt sich die Kurvengeschwindigkeit weiter fein regulieren, dank dem hochwertigen Fahrwerk zieht sie sauber und auch bei Unebenheiten unbeeindruckt durch den Radius. Auch trotz 19-Zoll Vorderrad gibt sie ein sehr gutes Gefühl für das Vorderrad und so bin ich schon nach wenigen Kurven flotter und schräger unterwegs, als mit vielen anderen Bikes nach Hunderten Kilometern. Inzwischen kenne ich auch den Charakter des Motors und weiss, dass ich tendenziell einen Gang tiefer fahren muss, als mit anderen Reiseenduros. So halte ich die Multi schon am Kurveneingang auf Drehzahlen, nutze die dadurch recht starke Motorbremswirkung für mich, lege am Scheitelpunkt bei ca. 5000 Umdrehungen langsam Gas an und steigere es, bis ich unter lautem Brüllen und genau im Sweet-Spot des V2 wie ein Geschoss aus der Kurve schiesse. Was für ein Spass! Da kann ich mir auch einen Juchzer hier und da nicht verkneifen. Hier sind die Mühen der Stadt schnell vergessen und die Freude ist perfekt. Fast! Denn ein Manko tritt auch hier leider auf.

Sehnsüchte nach der Schweiz? - Getriebe der Multistrada V2 S 2022

Bild von Schaaf
Schaaf

"Auf über 400 Testkilometern bleibe ich kein einziges Mal in einem Leerlauf zwischen den Gängen hängen, sie rasten sogar spürbarer ein. Verglichen zu anderen Herstellern wirkt der Gangwechsel immer noch ein wenig hölzern, aber dennoch wurde die Schaltpräzision spürbar erhöht."

Jetzt wird es schwer zu beurteilen. Während Kollege Schaaf bei der Präsentation der Multistrada V2 keine Probleme mit dem Getriebe hatte, kann ich das gleiche in meiner Woche mit der Multi nicht behaupten. Vielleicht wurde mein Getriebe ja von einem Schweizer verbaut, denn immer wieder springt es zwischen dem ersten und zweiten Gang ins Neutrale. Allzu oft passiert das zwar nicht, aber generell scheint meine Multi den Gangwechsel zwischen Gang 1 und 2 nicht zu mögen. Auch der Quickshifter, der sonst wirklich anständig funktioniert, wenn auch nicht so locker und schnell wie mancher Konkurrentin, tut sich zwischen den untersten beiden Gängen schwer. Dieses Problem wird durch die Charakteristik des Motors noch verstärkt. Kurven, die ich mit fast allen anderen Bikes im zweiten Gang durchfahren würde, muss ich mit der Multi im Ersten nehmen. Doch beim Versuch mit dem Quickshifter runterzuschalten, brauche ich so viel Kraft, dass ich schon fürchte der Schalthebel könnte abbrechen wie ein Stäbchen. Mit etwas Hilfe von der Kupplung lässt sich auch dieses Problem lösen und in Summe bleibt der Fahrspass auf der Multi enorm, doch es stört die spassige Anraucherei ein wenig. Da der Schaaf dieses Problem anscheinen nicht hatte, könnte die von mir gefahrene Multistrada V2 S auch einfach ein schlechter Griff sein, ein sogenanntes Montagsfahrzeug.

Elektronik der Ducati Multistrada V2 S 2022

Am Umfang des Elektronikpakets auf der Multistrada V2 S ist nichts auszusetzen. Neben dem elektronisch gesteuerten Fahrwerk sind noch vier Fahrmodi (Sport, Touring, Urban & Enduro), schräglagenabhängige Traktionskontrolle und Kurven-ABS mit an Bord. Die Ducati Traction Control ist in acht Stufen verstellbar, das ABS in drei Stufen. In Stufe 1 ist zum Beispiel das ABS nur am Vorderrad aktiviert und regelt nicht abhängig von der Kurvenlage. Gesteuert und abgelesen werden all diese Systeme über das 5-Zoll-TFT-Display, welches man bereits von den 1260er Multistradas kennen könnte. Dermassen erprobt gibt es bei der Anzeige keine grossen Überraschungen. Die Bedienung funktioniert recht intuitiv über einen Kippschalter. In Zeiten von Motorrädern von 5-Wege-Joysticks am Lenker ist das System auf der Multistrada V2 S zwar spürbar nicht mehr das modernste, aber das ist nur eine Randnotiz und in der Realität nicht weiter störend.

Touring, Windschutz & Komfort auf der Ducati Multistrada V2 S 2022

Trotz ihrer klar sportlichen Ausrichtung gehört die Multistrada V2 S den Reiseenduros an und sollte dementsprechend auch in puncto Touring gut performen. Nachdem wir die Costa Brava auf- und abgefahren sind bis die Reifen glühen, ist es Zeit in die Casa de 1000PS zurückzukehren. Auf der folgenden Autobahnetappe lässt sich auch endlich der Windschutz und Komfort im Sattel der V2 testen. Mit Blick auf den doch recht schmalen Windschild war ich eher skeptisch bezüglich des Windschutzes, doch die Sorge bleibt unbegründet. Der praktisch mit einer Hand und während der Fahrt verstellbare Windschild leitet den Wind sauber von Oberkörper und Helm weg. Generell sitzt es sich gut auf der kleinen Multi. In der Sitzkuhle versteckt man sich vor Wind und Wetter, die Heizgriffe (nicht serienmässig) wärmen die Finger und der Tempomat (serienmässig) regelt präzise. Das Skyhook-Fahrwerk beweist auf dieser Etappe seine Vielseitigkeit und zeigt mir nach der sportlichen Härte an der Costa Brava nun die weiche, komfortable Seite. Und die Umstellung kostet mich nur einen Tastendruck.

Sehr grosse Piloten könnte bei langen Fahrten der spitzere Kniewinkel stören, mit meinen 1,85 m kam ich hier aber gut zurecht. Interessanterweise ist auch der Komfort für den Sozius sehr gelungen. Zwischenzeitlich nehme ich hinter Poky als Sozius Platz und stelle fest, dass der Soziussitz nicht nur breit und angenehm ist, sondern dass auch die tiefe Position Fahrers dem Sozius gute Sicht nach vorne ermöglicht und sich der bucklige Tank zum Abstützen bei schärferen Bremsmanövern bietet. Selbst der rabiate Motor gibt beim Touren Ruhe und cruist lässig dahin. Allerdings mit einem etwas höheren Drehzahlniveau, was zwar nicht wirklich störend auffällt, aber für den leicht erhöhten Verbrauch verantwortlich sein kann. In unserer Woche pendelt sich die Multistrada V2 S zwischen 5,5 und 6 Liter auf 100 km ein, je nach Fahrweise.

Auch die Multi muss mal ran! - Offroad-Test der Ducati Multistrada V2 S 2022

Dass Offroad nicht das bevorzugte Terrain der Multistrada V2 sein wird, war schon allein aufgrund der Raddimensionen klar. Dennoch mussten wir sie auch einmal durch den Dreck scheuchen. Während das Fahrwerk und die Agilität sie auch hier gut dastehen lassen wollen, ist die Ergonomie eindeutig für die sitzende Fortbewegung ausgelegt. Stehend krümmt sich der Rücken schon sehr und Bedienelemente, wie Schalthebel und Hinterradbremse, sind falsch positioniert. Hinzu kommt noch, dass die Charakteristik des Motors langsame Passagen in schwierigerem Gelände auch nicht gerade leicht macht. Aber für Schotterstrassen oder gepflegte Wege ist auch die Multistrada kompetent genug.

Die letzte Reise-Diva fährt trotz Mankos ins Herz

Trotz all ihrer Eigenheiten, des ruppigen Motors und launischen Getriebes, soll hier nicht der falsche Eindruck entstehen. Die Ducati Multistrada V2 S ist ein sehr gutes Motorrad, vorausgesetzt man setzt sie richtig ein. Nicht umsonst ist sie das Lieblingsmotorrad von Schaaf. Sie ist halt nicht wirklich eine Reiseenduro, denn dafür ist sie zu sehr aufs sportliche Fahren ausgelegt, legt den Fokus zu stark auf ambitionierte Ausfahrten, statt auf Zugänglichkeit und Komfort. Nichtsdestotrotz ist sie mir in unserer Zeit in Spanien richtig ans Herz gewachsen, denn ihre Fehler können den Fahrspass im Sattel der Diva kaum trüben und selten hat eine Reiseenduro, oder was auch immer die V2 Multistrada eigentlich ist, so viel Freude gespendet.

Fazit: Ducati Multistrada V2 S

Die Multistrada V2 S ist eine ungewöhnliche Enduro in dem Sinne, dass sie nicht, wie viele ihrer Konkurrentinnen, eine Allrounderin sein möchte. Sie weiss was sie will und das ist hauptsächlich: Ballern! Sie kann zwar prinzipiell alles, aber als urbanen Daily-Driver oder Offroad-Bezwingerin wird sie und auch ihr nicht glücklich werden. Sie ist vor allem etwas für Piloten, die es gerne sportlicher angehen, dabei aber einen gewissen Komfort beim Touren nicht vermissen wollen. Je kurviger jedoch die Strasse, je leiwander die Radien, desto breiter wird der Grinser unter dem Helm und man möchte nirgends lieber sein, als im Sattel der Multistrada V2 S.


  • Ab 6000 Umdrehungen lässt der Motor die Sau raus. Spassgarantie!
  • Sehr agil und quirlig
  • Vielseitiges semi-aktives Fahrwerk
  • Gut dosierbare Bremsen
  • Sportliche Sitzposition
  • Gut geeignet für kleinere Piloten
  • Umfangreiche Serienausstattung
  • Guter Windschutz
  • Angenehm für Sozia
  • Motor ruckelt bei niedrigen Drehzahlen
  • Getriebe schaltet nicht sauber in den unteren Gängen
  • Quickshifter störrisch bei niedrigen Drehzahlen

Bericht vom 19.03.2022 | 17'921 Aufrufe

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