Zu zweit auf Reise mit der Yamaha Tenere 700

Auf Reise mit Maximal-Bekofferung

Unter den Reiseenduros ist die Yamaha Tenere 700 eine der besten, wenn die Reise auf unbefestigten Untergrund führt. Dies wurde von uns bereits in zahlreichen Tests bewiesen, der “Enduro”-Aspekt ihrer Gattungsbezeichnung wird vollstens erfüllt. Doch wie schlägt sich das japanische Erfolgsmodell während einer langen Reise auf der Strasse? Und dann auch noch mit Sozia und Gepäck?! Kamerakind Schaaf bewegt sich durch den spätsommerlichen Balkan und findet es auf gut 3000 Kilometern Wegstrecke heraus.

Die Tenere und ich waren gute zwei Wochen unterwegs. Zunächst allein, mit hohem Schotter- und Offroadanteil. Die zweite Hälfte der Reise wurde dann zu zweit und ausschliesslich auf der Strasse absolviert. Ich kann und werde hier also beide Zustände schildern. Über die Fahrerei im Gelände jedoch wird es hier nichts zu lesen geben. Falls es ausgerechnet dieser Aspekt ist, der euch interessiert, verweise ich euch höflich auf das von mir gemachte Testvideo. In diesem teile ich nämlich auch meine Offroad-Erfahrungen:

Die Reiseroute im Überblick

Die Route führt mich über kurvige Umwege und weniger kurvige Autobahnetappen von Wien nach Venedig. Von dort aus geht es per Fähre nach Metsovo, Nord-Griechenland. Gemeinsam mit Gregor, der mich auf der Tour begleitet, bleiben wir vier Tage in den Bergen und machen Gelände-Sternfahrten. Danach geht es in den Norden, nach Tirana in Albanien. In der Hauptstadt sammeln wir unsere Freundinnen auf, verfrachten sie auf die Rücksitze und setzen die Reise zu viert fort. Nach einer Woche Kurven, Sightseeing und Badeurlaub erreichen wir schliesslich die kroatische Grossstadt Split. Beendet wird unser wundervoller Urlaub schliesslich mit dem Autoreisezug, der uns und die Motorräder an den Start, also retour nach Wien bringt.

Der Motor der Yamaha Tenere 700 im Dauerbetrieb

Wie erwähnt, mein Bericht konzentriert sich vor allem auf das Reisen. Wie fühlt sich die Yamaha Tenere 700 also im Dauerbetrieb an? Beginnen wir mit dem Motor:

Das CP2-Aggregat nervt nicht, auch nicht auf der Langstrecke. Das Geräuschniveau ist angenehm. Das Getriebe rastet schön ein und arbeitet sauber. Das starke Drehmoment von unten lässt schaltfaules Fahren zu, in den meisten Ortsgebieten passt der 5., wenngleich mir persönlich aber auch oft der 4rer lieber war. Der Motor ist unten und mittenrum wirklich kraftvoll, im oberen Drehzahlbereich passiert dann aber nichts mehr. Die Tatsache, dass der CP2-Motor ursprünglich für ein Nakedbike und keine Reiseenduro entwickelt wurde, lässt mich immer wieder schmunzeln. Seine Charakteristik passt perfekt in die geländetaugliche Reisemaschine.

Yamaha Tenere 700 in Montenegro
Der Motor der Tenere macht auch auf Dauer glücklich.

Ruckartige Gasannahme als bekanntes Manko der Yamaha Tenere

Bloss ein sehr kleines und seit Jahren bekanntes Manko trübt hin und wieder die Fahrfreude, und zwar die ruppige Gasannahme. Genauer gesagt ist es ein leichter Ruck, der durch die Maschine fährt, wenn man das Gas anlegt. Sobald dies erledigt ist, lässt sich die Leistung, wie erwähnt, ganz fein dosieren. Aber der erste Millimeter am Gasgriff wird unweigerlich etwas rüpelhaft in Vortrieb umgesetzt. Mit einer ultimativ feinen Gashand lässt sich zwar auch dieser Initialruck glattbügeln. Allerdings gibt es dann ab und zu Fahrsituationen, in denen es besonders schwer ist, diese feine Gashand an den Tag zu legen. Damit meine ich vor allem richtig enge Kehren, mit welchen wir in Albanien zuhauf konfrontiert wurden. Um diese sauber und innerhalb der eigenen Fahrspur durchziehen zu können, muss das Motorrad in den Radius gedrückt werden. Dazu braucht es dann einen vorgebeugten und verdrehten Oberkörper, welcher die Gashand in einen etwas untypischen Winkel verfrachtet. In dieser Verrenkung dann mit allerhöchster Präzision am Gas zu sein, das gelingt beim besten Willen nicht immer.

Das Fahrwerk der Yamaha Tenere 700 auf Reise

Das Fahrwerk funktioniert, ohne dabei mit feinem Ansprechverhalten zu punkten. Was für Fahrzeuge in der Tenere-Preisklasse aber sowieso eher selten der Fall ist. Durch die langen Federwege ist ausreichend Komfort vorhanden. Es tut nicht weh, wenn man über schlechte Strassen rollt, aber es ist eben auch kein Highlight. Schon gar nicht, wenn man weiss, wie unfassbar sämig und gut sich das Öhlins Zeug in der blauen Tenere von Gregor anfühlt. Dafür bietet das Standardfahrwerk ebenso wirklich gute Stabilität. Selbst mit voller Bekofferung muss man schon sehr radikal die Richtung ändern, um Unruhe in die Fuhre zu bringen. Allein im Sattel kann man mit der Yamaha ordentlich Spass haben, auch auf der Strasse. Wenn man den flotten Spass nicht sucht, bietet es sich an, die einstellbaren Federelemente zu justieren. Ich selbst habe mir die Gabel nach den Offroadtagen ganz soft gemacht, man rollt danach etwas sanfter über Schläge hinweg. Eine himmlische Sänfte wird aber keine kreiert, dafür ist der Einstellbereich dann doch zu klein.

Yamaha Tenere 700 in Griechenland
Das Fahrwerk funktioniert. Nicht mehr und nicht weniger.

Windschutz und Vibrationen auf der Yamaha Tenere 700

Auf der Autobahn fällt dann auf, dass der Windschutz zwar spartanisch, aber dennoch vorhanden ist. Die Verkleidung inklusive Schild nimmt spürbar Druck vom Oberkörper, die Schultern und Oberarme bleiben im Wind. Bei 184cm Körpergrösse sind minimale Verwirbelungen am Helm zu spüren, aber eben so minimal, dass sie nie störend werden. Auch in Sachen Lautstärke ist die Aerodynamik zufriedenstellend, ich wurde zwar am Helm vom Fahrtwind getroffen, aber auf keine unangenehm laute Art und Weise. Lange Autobahnetappen oder auch ein zäher Sprint von Metsovo nach Tirana waren keine Qual. Ab 120 Stundenkilometern machen sich die ersten spürbaren Vibrationen bemerkbar, allerdings nur in den Fussrasten. Die Hände werden immer verschont. Und auch das Kribbeln in den Füssen spürt man nur dann, wenn man viel Kontakt mit Metallteilen der Rasten hat. Werden die Gummieinsätze verwendet und der Fuss ordnungsgemäss platziert, bekommt man von den Vibrationen fast nichts mehr mit.

Sitzbank und Sitzposition Tenere 700

Was man aber auf jeden Fall mitbekommt, ist die erbarmungslose Härte der Standard-Sitzbank. Die verursacht auf Dauer nämlich Schmerzen im Gesäss. Abhilfe kann mit Yamaha-eigenem Zubehör wie der Rallysitzbank verschafft werden, welche sich auf Dauer ein wenig hochwertiger anfühlt. In meinem Fall habe ich auf einen ganz alten Schmäh aus meinen 500er Zeiten zurückgegriffen, die im Schritt gepolsterte Radlerhose. Die hab ich ab Tag zwei unter der Textilhose angelegt, das Hinternweh wurde damit zuverlässig eliminiert.

Die Sitzposition sagt mir im Übrigen sehr zu. Sie ist einerseits aufrecht und entspannt, mit lockerem Kniewinkel. Andererseits aber sitzt man nicht ewig weit weg von der Front, wie das gefühlt auf manch anderen Fabrikaten, zum Beispiel der neuen Transalp, der Fall ist. Das heisst, man kann sich auf der Yamaha ausreichend nach vorne orientieren und sportliches Fahren fühlt sich dann nicht mehr fehl am Platz an.

Zwei Personen auf Yamaha Tenere 700
Auch für zwei Personen ist ausreichend Platz vorhanden.

Hitzeentwicklung im Sattel der Yamaha Tenere 700

Hitzeentwicklung war für mich während der gesamten Reise kein Thema, obwohl es an manchen Tagen sogar richtig heiss war. Einzig eine kleine Schutzabdeckung des Kupplungszugs hat mich hin und wieder daran erinnert, dass unter mir permanente Explosionen stattfinden. Das kleine Metallteil wird heiss und das spürt man dann bei manchmal vorkommenden Berührungen. Abhilfe würde hier unter anderem ein hoher Offroadstiefel verschaffen.

Bedienbarkeit der Yamaha Tenere 700

Im Cockpit gibt es nun eine USB-Dose und ein hübsches, grossartig ablesbares TFT-Display. Was es im Vergleich zur ersten Generation leider nicht mehr gibt, ist ein Knopf für die Deaktivierung von ABS. Dafür gibt es jetzt einen Knopf zu dessen Aktivierung. Was völlig sinnlos ist, weil bei jedem "Zündung aus" durch Killswitch oder Schlüssel das ABS sowieso wieder automatisch aktiviert wird. So darf man sich nun mit dem wahrlich beschissenen Wahlrad jedes Mal durch das Menü plagen, wenn man seine Räder blockieren lassen möchte. Eine Lappalie, möchte man meinen, welche aber auf Dauer durchaus nerven kann. Vor allem, weil sich das kleine Wahlrad in seiner Bedienung einfach nur ungut anfühlt. Mit dünnen Offroad-Handschuhen tut manch ein Druck am Rad sogar ein klein wenig weh. Allerdings war dies eben nur im Gelände spürbar. Während des Strassenteils mit Sozia blieb das ABS selbstverständlich permanent aktiv und mein Daumen vor weiterer Malträtierung verschont.

Wahlrad Yamaha Tenere 700
Das nervige Wahlrad zur Menü-Bedienung

Gepäcklösung SW-Motech DUSC Kofferset für die Yamaha Tenere 700

Bei der Wahl meiner Gepäcklösung war mir möglichst viel Stauraum wichtig. Nachdem wir unsere Offroadfahrten von einer festen Basis ausgehend angingen, konnte ich mich für feste Seitenkoffer entscheiden. Denn diese blieben dann einfach im Hotel, wenn es in die griechische Botanik ging. Das dafür notwendige Werkzeug wurde freundlicherweise von Gregor auf dessen Tenere in soften Taschen transportiert. Nachdem ich privat ständig Taschen von SW-Motech verwende, war für mich klar, dass ich mich dort auch in Sachen Seitenkoffern und Topcase bedienen werde. Fündig wurde ich bei den neuen DUSC Koffern, die ich hauptsächlich aus Gründen der Bequemlichkeit gewählt habe. Und, weil sie mir optisch auch ganz gut gefallen und die Tenere nicht komplett entstellen, laut mir zumindest. Bequem sind die Koffer deshalb, weil sie einerseits ausreichend Stauraum für meine Freundin und mich bieten. Dabei ebenso komplett wasserdicht, aber doch ein wenig leichter sind, was sich dann beim Rumschleppen positiv bemerkbar macht. Und die Hartplastik Aussenschale macht einen sehr robusten Eindruck, was sich bei etwaigen Offroadumfallern bezahlt machen könnte.

SW-Motech DUSC Koffer auf Yamaha Tenere 700
Laut mir passen die DUSC Koffer sehr gut zur Tenere!

Montage SW-Motech DUSC Koffer

Ich hab die entsprechenden Träger und die Koffer selbst auf der Tenere installiert, also kann ich hiermit offiziell bestätigen, dass die Montage deppensicher ist. Auch die Wasserdichtigkeit wurde leider ausgiebig, dafür aber erfolgreich überprüft. Ebenso gut gefallen hat mir der Mechanismus zur Verriegelung bzw. Entriegelung der Koffer. Dieser funktioniert ohne jegliches Herumgefummel. Die Koffer lassen sich schnell und unkompliziert abnehmen und dank der Tragegriffe auch ganz passabel aufs Hotelzimmer transportieren. Für Strassen- und Schottertouren kann ich die DUSC Koffer uneingeschränkt empfehlen!

Reifenempfehlung Yamaha Tenere 700

Als Reifenwahl kam eigentlich nur ein 50/50 Reifen in Frage. Entschieden hab ich mich für den Bridgestone AX41. Warum? Weil ich privat fast immer auf Bridgestone unterwegs bin. Ich würde mich sogar durchaus als Bridgestone Fan bezeichnen. Meine Reifenwahl beruhte allerdings rein auf Sympathie, ich kannte den AX41 nämlich noch nicht. Glücklicherweise musste ich meine blinde Entscheidung später allerdings nicht bereuen. Der gefühlte Unterschied zu der Standardbereifung, dem Pirelli Scorpion STR, ist natürlich vorhanden. Schliesslich handelt es sich beim Italo-Pneu um einen 80/20er, wenn nicht sogar um einen 90/10 Reifen. Dieser lenkt auf der Strasse naturgemäss harmonischer ein als der offroadlastigere AX41.

Bridgestone AX41 auf Yamaha Tenere 700
Der Bridgestone AX41 in seinem Element!

Fahrverhalten Bridgestone AX41 auf Yamaha Tenere 700

Der Bridgestone ist auf den ersten Einlenkimpuls hin zwar willig, braucht aber in weiterer Folge schon ein wenig Druck am Lenker, um in Schräglage zu gehen. Was für einen 50/50er aber eben nicht ungewöhnlich ist. In Schräglage vermittelt der Reifen dann sehr viel Vertrauen, weil er sich sehr stabil anfühlt. Es ist wirklich bemerkenswert, zu welcher Strassenperformance moderne Offroadprofile fähig sind. Die Fahrt durch langgezogene Kurven fühlt sich wie auf Schienen an. Offroad war ich wunschlos glücklich. Meine Fähigkeiten und nicht das Material waren hier die limitierenden Faktoren. Viel Traktion und ansprechende Seitenführung, so hat sich der AX41 auf losem Untergrund angefühlt. In Sachen Abrollgeräusch kann er die Gesetze der Physik nicht aushebeln. Ab 60,70 Stundenkilometern fängt der Reifen an zu singen. Als störend empfand ich das überhaupt nicht, im Gegenteil, ein sattes Abrollgeräusch gehört für mich auf einem Offroadfahrzeug irgendwie sogar dazu. Abschliessend konnte ich noch positiv feststellen, dass der AX41 scheinbar unempfindlich auf Luftdruckunterschiede reagiert. Fürs Gelände hab ich rund 0,6 bar abgelassen, das vertrauenerweckende Gefühl auf der Strasse blieb damit vorhanden. Zusammenfassend kann ich somit sagen, dass auch der AX41 ein empfehlenswerter Bridgestone Gummi ist.

Die Yamaha Tenere 700 zu zweit als Reisemotorrad mit Gepäck und Sozia

Am Ende meines Berichts angelangt möchte ich jetzt noch darüber berichten, wie sich die Yamaha Tenere 700 zu zweit anfühlt. Wie erging es mir und Sozia während der Reise?

Solange man den gemütlichen Tourenmodus nicht verlässt, funktioniert die Yamaha auch zu zweit sehr gut. Für uns beide war der gebotene Platz vollkommen ausreichend. Die gepolsterte Radlerhose ist am Rücksitz allerdings ebenso essentiell, da die Bank bretthart ist. Dafür kommt uns beiden die quasi durchgehende Form sehr zu gute. Auf getrennten Bänken mit grossem Höhenunterschied zwischen Fahrer und Sozia haben wir oft das Problem, dass zwischen uns eine ungemütliche Lücke entsteht. Ich sitze nämlich immer so weit vorne wie möglich und bin dabei recht schlank, das heisst, ich fülle den Fahrersitz oft nicht ganz aus und so entsteht dann hinter mir diese Lücke, in welcher meine Freundin manchmal auf eher ungute Weise eingeklemmt wird. Wir beide sitzen am liebsten eng beieinander und das funktioniert auf Bänken wie jener der Tenere am besten. Meine Freundin muss so zwar an meiner Seite vorbeischauen, ist dank mir aber komplett vorm Wind geschützt.

Mit Sozia unterwegs auf Yamaha Tenere 700
Zu zweit kann man - unter Umständen - auch auf der Tenere glücklich werden!

Motorleistung und Bremskraft mit Sozia auf der Yamaha Tenere 700

Der untenrum kräftige Motor sorgt dafür, dass sich Überholen eigentlich auch ganz entspannt anfühlt. Entspannter jedenfalls, als man es von 73 PS erwarten würde. Erst wenn man es generell schneller angehen möchte, stösst die Tenere an ihre erwartbaren Grenzen. Der Knocking on Heavens Door Modus zu zweit ist definitiv nicht empfehlenswert. Hierbei ist allerdings nicht das Fahrwerk für das Limit verantwortlich, dieses geht auch zu zweit nicht in die Knie. Beschränkt wird man vor allem durch die ausbaufähige Bremsleistung. Im Solobetrieb reicht mir die Bremskraft mit entsprechendem Einsatz am Hebel aus. Zu zweit aber muss man wirklich vorausschauend unterwegs sein, die Hardware ist mit dem erhöhten Gewicht schlicht und ergreifend überfordert. Wenn man mal unverhofft etwas schneller stehenbleiben muss, dann werden die Augen beim ersten Versuch sicherlich etwas weiter aufgerissen werden, es dauert einfach eine Spur zu lang, bis man zum Stillstand kommt. Das heisst, ich würde solche Fahrsituationen tunlichst vermeiden. Und damit den flotten Fahrstil zu zweit komplett bleiben lassen. Auch die Kopflastigkeit der Tenere fällt mit entsprechender Beladung natürlich noch stärker auf. Meine gefahrene Konfiguration, also Freundin am Rücksitz plus ein Berg an Gepäck hinter ihr, spürt man vor allem dann, wenn man mal schneller in einer Wechselkurve umlegen möchte. Auf der Front ist verhältnismässig kaum noch Gewicht. Ein weiterer guter Grund dafür, den adrenalingetränkten Fortbewegungsmodus zu unterlassen. Wer also auf rabiate Fahrmanöver verzichten kann und einen gepolsterten Hintern hat, der kann auch zu zweit auf der Tenere glücklich werden. Es ist ausreichend Platz vorhanden und das Fahrwerk bietet aushaltbaren Komfort. Meine Freundin und ich, wir waren beide zufrieden.

Durchschnittlicher Verbrauch Yamaha Tenere 700

Auch zufrieden war ich übrigens mit dem durchschnittlichen Verbrauch der Yamaha. Über die gesamte Reise waren es 4,7l auf 100km. Ein durchaus respektabler Wert.

Fazit: Yamaha Tenere 700 2023

Die Yamaha Tenere 700 ist eine Reiseenduro, die vor allem den zweiten Teil ihrer Gattungsbezeichnung bravourös absolviert. Im Gelände ist die Japanerin eine Macht. Doch auch als Reisefahrzeug funktioniert sie zufriedenstellend. Das Fahrwerk ist komfortabel genug, der Windschutz vorhanden. Die Sitzbank ist etwas zu spartanisch, dafür aber ist der Motor bestens für die Langstrecke geeignet. Zu zweit bietet die Tenere ausreichend Platz und Kraft, auch das Fahrwerk weist genug Reserven für die Mehrbeladung auf. Die Bremse jedoch ist mit dem Zusatzgewicht in manchen Fahrsituationen überfordert. So lange man den gemütlichen Tourenmodus aber nicht verlässt, macht die Yamaha Tenere 700 auch zu zweit glücklich.


  • Motor im Dauerbetrieb sehr angenehm
  • entspannte Sitzposition
  • Windschutz vorhanden
  • Fahrwerk ausreichend komfortabel
  • Motor auch zu zweit mit ausreichend Kraft
  • Genug Platz für durchschnittliche Sozia
  • Kein "ABS-OFF"-Knopf mehr vorhanden
  • Nervige Menü-Bedienung
  • Leicht ruckartige Gasannahme
  • Bremse zu zweit in manchen Situationen überfordert
  • Sitzbank auf Dauer unbequem

Bericht vom 13.02.2024 | 12'450 Aufrufe

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