BMW M Motorrad Vergleich

M1000R - M1000XR - M1000RR Vergleichstest

Willkommen zum ultimativen Vergleichstest am Slovakiaring! Hier, auf einer der schnellsten Rennstrecken Europas, treten drei herausragende Vertreter der BMW M-Serie gegeneinander an: die M 1000 XR, die M 1000 RR und die M 1000 R. Die M 1000 XR, das ultimative Reisemotorrad, überrascht mit einer Kombination aus Komfort und schier endloser Power. Die M 1000 RR, der Supersportler schlechthin, bietet eine unvergleichliche Rennstreckenerfahrung direkt aus dem Showroom. Und die M 1000 R, das aggressive Nakedbike, verspricht puren Adrenalinkick und eine unfassbare Direktheit. Unsere erfahrenen Testfahrer, Mex Pinter, Kurt Rubik und NastyNils, haben diese Carbonraketen auf Herz und Nieren geprüft.

Vergleichstest: BMW M 1000 XR, BMW M 1000 RR und BMW M 1000 R

BMW M 1000 RR - BMW M 1000 R - BMW M 1000 XR beim Vergleich auf der Rennstrecke am Slovakiaring
BMW M 1000 RR - BMW M 1000 R - BMW M 1000 XR beim Vergleich auf der Rennstrecke am Slovakiaring

BMW M 1000 R: Das radikale Nakedbike

Die BMW M 1000 R, ein Nakedbike, das hier auf der Rennstrecke getestet wurde, überzeugt durch ihre ergonomische Gestaltung. Mex, der 1,90 m gross ist, fand die Sitzposition sehr angenehm und zugänglich. Der relativ aufrechte Oberkörper und der angenehme Kniewinkel tragen wesentlich zum Fahrkomfort bei, insbesondere bei längeren Fahrten oder intensiven Rennstreckeneinsätzen. Das Herzstück der M 1000 R ist der kraftvolle Vierzylindermotor. Mex betonte die hervorragende Dosierbarkeit und das perfekte Ansprechverhalten des Motors. Das Aggregat dreht linear und geschmeidig durch das Drehzahlband, entwickelt aber vor allem im oberen Drehzahlbereich eine beeindruckende Leistung. Ab Geschwindigkeiten von 240-250 km/h muss man sich richtig festhalten, was das Fahrgefühl intensiv und aufregend macht. Auf der Rennstrecke zeigt sich die M 1000 R als extrem agiles Motorrad. Kurt merkte jedoch an, dass das kompakte und direkte Gefühl für die Front bei hohen Geschwindigkeiten eine gewisse Nervosität mit sich bringt. Der fehlende Windschutz führt dazu, dass man stark dem Fahrtwind ausgesetzt ist und sich festklammern muss, was zusätzlich Unruhe ins Fahrverhalten bringen kann. Die aggressive Geometrie und der steile Lenkkopfwinkel tragen dazu bei, dass das Motorrad extrem handlich und reaktionsschnell ist. Das lässt die M 1000 R aber auch etwas nervös und kippelig wirken. Kurt, der aus dem Stunt-Bereich kommt, fühlt sich auf der M 1000 R sofort zu Hause. Die aufrechte Sitzposition und der gerade Lenker erinnern an die Stuntbikes, mit denen er vertraut ist. Für Mex, der 1,90 m gross ist, bietet die M 1000 R eine angenehme Sitzposition mit einem aufrechten Oberkörper und einem komfortablen Kniewinkel. Dies sorgt für ein hohes Mass an Fahrkomfort, besonders auf der Rennstrecke. Der kraftvolle Vierzylindermotor der M 1000 R beeindruckt durch seine feine Dosierbarkeit und das perfekte Ansprechverhalten. Der Motor dreht geschmeidig durch das Drehzahlband und entfaltet im oberen Bereich eine brachiale Leistung. Kurt erreichte auf der Geraden beeindruckende 256 km/h und lobte die Stabilität und die gute Beherrschbarkeit des Motorrads trotz der hohen Geschwindigkeit. Kurt findet, dass Naked Bikes grundsätzlich etwas nervös sind, da der Fahrer dem Wind stärker ausgesetzt ist. Dies überträgt sich auf den Lenker und kann zu einer gewissen Unruhe führen. Allerdings stellte er fest, dass die M 1000 R selbst bei hohen Geschwindigkeiten und trotz des Fahrtwinds relativ stabil bleibt, wenn man sich klein macht und fest an den Tank schmiegt. Nils hingegen empfand die M 1000 R als das nervöseste der drei getesteten Motorräder, insbesondere in Wechselkurven und Beschleunigungszonen. Die Elektronik der M 1000 R arbeitet auf einem sehr hohen Niveau. Die Traktionskontrolle greift unauffällig ein, sodass der Fahrer kaum bemerkt, wenn sie aktiv wird. Kurt hob auch die hervorragende Funktion der Wheelie-Kontrolle hervor, die das Vorderrad selbst bei voller Beschleunigung über Kuppen stabil am Boden hält. Ein weiteres Highlight ist der Schaltassistent, der wunderbar funktioniert und gemeinsam mit der Schaltung auf das Rennstrecken-Schaltschema umgedreht werden kann.

Die BMW M 1000 R - flankiert von der RR und der XR
Die BMW M 1000 R - flankiert von der RR und der XR
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BMW M 1000 XR: Das stabile Crossover Bike

Die M 1000 XR, als Crossover-Bike konzipiert, bietet klarerweise einen deutlich besseren Windschutz im Vergleich zur M 1000 R. Dies sorgt nicht nur für Fahrkomfort sondern trägt wesentlich zur Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten bei und sorgt für ein vertrauen erweckendes Fahrgefühl. Die aufrechte Sitzposition und der Windschutz machen sie natürlich besonders geeignet für längere Touren und komfortable Fahrten. Auch die XR ist mit dem kraftvollen Vierzylindermotor ausgestattet, der eine brachiale Leistung entfaltet. Trotz der beeindruckenden Motorleistung bleibt die XR relativ stabil und gut kontrollierbar. Mex war von der Stabilität dieses Modells positiv überrascht, insbesondere wenn man bedenkt, dass es sich um ein Crossover-Bike handelt. Im Vergleich zur M 1000 R wirkt die XR wesentlich ruhiger und stabiler. Dies liegt nicht nur am besseren Windschutz, sondern auch an der insgesamt ausgewogeneren Geometrie. Kurt bestätigte, dass das Fahrgefühl auf der XR wesentlich weniger nervös ist und das Bike auch bei hohen Geschwindigkeiten einen sicheren Eindruck macht. Ein weiteres herausragendes Merkmal der M 1000 XR ist ihre Bremsanlage. Markus war besonders von der Verzögerungsperformance beeindruckt. Für ein Reisemotorrad ist es untypisch, eine so scharfe Bremsanlage zu haben, wie man sie sonst nur von Supersportmotorrädern kennt. Die Bremsstabilität ist ebenfalls bemerkenswert, sodass man sportlich und spät bremsen kann, ohne an Präzision und Zielgenauigkeit zu verlieren. Auf der Rennstrecke zeigte die M 1000 XR eine beeindruckende Leistung. Markus genoss das intensive Fahrerlebnis und die hohe Präzision des Fahrwerks. Er beschrieb das Motorrad als so stabil, dass selbst bei hohen Geschwindigkeiten von 220 km/h ein Gefühl der Ruhe und Kontrolle herrschte. Dies kann jedoch auf der Landstrasse problematisch sein, da die hohe Geschwindigkeit weniger spürbar ist und somit das Risiko von Geschwindigkeitsübertretungen steigt. Kurt war von der Leistung und der Leistungsentfaltung im oberen Drehzahlbereich extrem beeindruckt. Der kraftvolle Motor, der in dieser Reiseenduro verbaut ist, bietet eine Spitzenleistung, die für ein so komfortables Motorrad bemerkenswert ist. Kurt gab jedoch zu, dass er sich von der enormen Leistung beinahe überfordert fühlte. Es war etwas Eingewöhnung nötig um mit einer solch wuchtigen Enduro ein solch potentes Kraftwerk zu dirigieren. Ein weiterer Punkt, den Kurt hervorhob, ist die aufrechte Sitzposition und der hohe Lenker, die zusammen mit dem weit hinten liegenden Schwerpunkt relativ wenig Feedback im Vergleich zu einem Supersportler bieten. Für Kurt, der normalerweise auf sportlicheren Maschinen unterwegs ist, war es eine Herausforderung, sich an das Fahrverhalten der M 1000 XR zu gewöhnen. Er benötigte einige Runden, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie die Gabel und die Reifen arbeiten, und ob feine Bewegungen vom Fahrwerk oder den Reifen herrührten. Insgesamt fand Kurt jedoch, dass die BMW M 1000 XR, trotz dieser Herausforderungen, ein beeindruckendes und leistungsstarkes Reisemotorrad ist, das auch sportliche Ansprüche erfüllt. Die BMW M 1000 XR wird oft als ein Motorrad beschrieben, das zwar keiner wirklich braucht, aber dennoch viele haben wollen. Mex betonte, dass die XR als Reisemotorrad konzipiert ist und mit hervorragendem Komfort punktet. Durch den guten Windschutz und die hervorragende Aerodynamik fühlt sich diese Leistung jedoch nicht so direkt und brachial an wie bei einem Naked Bike. Die zusätzliche Stabilität im Fahrbetrieb und die präzise Steuerung des Motorrads sind bemerkenswert. Markus hob hervor, dass die M 1000 XR trotz ihrer Grösse und ihres Gewichts ein erstaunlich leichtes Fahrgefühl vermittelt. Das Einlenken funktioniert sehr zielgenau, was für ein Reisemotorrad dieser Kategorie aussergewöhnlich ist. Die hohe Stabilität und der hervorragende Windschutz tragen dazu bei, dass extrem hohe Geschwindigkeiten auf der XR unspektakulär und sicher wirken. Nils genoss das intensive Fahrerlebnis und die hohe Präzision des Fahrwerks. Er beschrieb das Motorrad als so stabil, dass selbst bei hohen Geschwindigkeiten von 220 km/h ein Gefühl der Ruhe und Kontrolle herrschte.

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BMW M 1000 RR: Das Superbike mit Flügeln

1000PS Mex unterwegs auf der M1000RR - im direkten Vergleich mit seiner frisierten S1000RR gefiel im der ruhigere Motorlauf
1000PS Mex unterwegs auf der M1000RR - im direkten Vergleich mit seiner frisierten S1000RR gefiel im der ruhigere Motorlauf

Die M 1000 RR, als Supersportler konzipiert, bietet eine sportlich-aggressive Sitzposition, die perfekt für die Rennstrecke ausgelegt ist. Der Fahrer liegt förmlich auf dem Motorrad, was eine bessere Aerodynamik und ein intensiveres Fahrgefühl ermöglicht. Klar wirkt die Sitzposition im Vergleich zu den anderen beiden M-Motorrädern sehr sportlich, doch im Vergleich mit anderen Supersportlern wird die Sitzposition als angenehm empfunden. Die Ergonomie passt! Der Motor der M 1000 RR ist bekannt für seine herausragende Leistung, den starken Drehmomentverlauf und das extrem feine Ansprechverhalten. Anders als bei bisherigen Testfahrten mit S1000RR Modellen hatten wir auch diesmal keine störenden Vibrationen vom Motor zu bemängeln. Der Vierzylindermotor der M 1000 RR ist für seine herausragende Leistung und sein feines Ansprechverhalten bekannt. Auf der Rennstrecke kann die RR ihre Stärken voll ausspielen und bietet eine Performance, die ihresgleichen sucht. Kurt und Mex lobten die kraftvolle und lineare Leistungsentfaltung des Motors. Die elektronische Unterstützung, wie die Traktionskontrolle und die Wheelie-Kontrolle, arbeitet unauffällig und sorgt für zusätzliche Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten. Die M 1000 RR, als Supersportler konzipiert, bietet eine sportlich-aggressive Sitzposition, die perfekt für die Rennstrecke ausgelegt ist. Der Fahrer liegt förmlich auf dem Motorrad, was eine bessere Aerodynamik und ein intensiveres Fahrgefühl ermöglicht. Kurt, mit seiner Durchschnittsgrösse von 1,79 m, fand die Ergonomie sehr passend und komfortabel. Markus Pinter, ein erfahrener S 1000 RR-Fahrer, war besonders von der Ergonomie und der Anpassungsfähigkeit des Motorrads beeindruckt. Ausserdem lobte Mex die zwar teuren, aber praxistauglichen Komponenten. Die Maschine ist aus seiner Sicht bereits serienmässig vielen Tuning-Motorrädern ebenbürtig oder gar überlegen.

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Die 3 Motorräder waren übrigens keineswegs exklusiv für unsere 1000PS Crew vor Ort am Slovakiaring. Auch die 1000PS Community konnte die 3 edlen Renner im Zuge der 1000PS Bridgestone Trackdays testen.

Fazit: BMW M 1000 RR 2024

BMW M 1000 RR: Die perfektionierte Supersport-Ikone Die BMW M 1000 RR ist die Quintessenz eines Supersportlers. Sie ist so scharf wie ein Rasiermesser, mit einer Stabilität und Präzision, die selbst die erfahrensten Fahrer in Erstaunen versetzt. Direkt aus dem Showroom auf die Rennstrecke, ohne dass man auch nur einen Cent für zusätzliche Modifikationen ausgeben muss – das ist pure Perfektion. Jede Kurve, jedes Bremsmanöver, jede Beschleunigung ist ein Zeugnis deutscher Ingenieurskunst. Auf der Geraden zieht sie davon wie ein Düsenjet, und dabei fühlt sich jede Bewegung so präzise an, als würde man ein chirurgisches Instrument bedienen.


  • Leistungsstarker Vierzylindermotor
  • feines Ansprechverhalten
  • hervorragende Stabilität beim Anbremsen und Einlenken
  • präzises Fahrverhalten
  • hohe Bremsstabilität
  • ergonomische Sitzposition für sportliches Fahren
  • hochwertige, voll einstellbare Fahrwerkskomponenten
  • geeignet für den direkten Einsatz auf der Rennstrecke ohne Modifikationen
  • beeindruckende Aerodynamik
  • hohe Verarbeitungsqualität und Materialgüte.
  • Erfordert eine sportliche Sitzposition, die für lange Touren weniger komfortabel ist
  • hohe Komplexität und Einstellungsbedarf für optimale Performance
  • weniger alltagstauglich im Vergleich zu anderen Motorradkategorien
  • erhöhte Anforderungen an den Fahrer hinsichtlich Fahrkönnen und Erfahrung.

Fazit: BMW M 1000 R 2024

BMW M 1000 R: Der Adrenalinkick auf Rädern Die BMW M 1000 R ist das Motorrad für diejenigen, die das pure, ungefilterte Adrenalin suchen. Ohne Verkleidung und mit einem brutalen Vierzylindermotor ausgestattet, schreit dieses Nakedbike förmlich nach Action. Jede Fahrt wird zu einer Herausforderung, jeder Moment zu einem Test für deine Nerven. Ja, sie ist nervös bei hohen Geschwindigkeiten und der Wind peitscht dir unbarmherzig ins Gesicht, aber genau das macht den Reiz aus. Dies ist das Bike, das dich an die Grenze bringt und dich zwingt, dich festzuklammern und einfach nur zu geniessen. Wenn du den ultimativen Kick suchst, ist die M 1000 R dein perfekter Begleiter.


  • Kraftvoller Vierzylindermotor
  • hervorragende Dosierbarkeit und Ansprechverhalten des Motors
  • lineare und geschmeidige Leistungsentfaltung
  • beeindruckende Leistung im oberen Drehzahlbereich
  • agiles und direktes Fahrverhalten
  • kompakte und zugängliche Sitzposition
  • hochwertige Elektronik und Traktionskontrolle
  • anpassbare Schaltung und Fahrwerkskomponenten.
  • Nervöses Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten
  • starke Windbelastung aufgrund fehlenden Windschutzes
  • hohe Anfälligkeit für Unruhe durch den Fahrtwind
  • erfordert festes Anklammern bei hohen Geschwindigkeiten
  • erhöhte Anforderungen an den Fahrer hinsichtlich Fahrkönnen und Erfahrung.

Fazit: BMW M 1000 XR 2024

BMW M 1000 XR: Das unvernünftige Reise-Monster Die BMW M 1000 XR ist das Motorrad, das niemand braucht, aber jeder unbedingt haben will. Dieses überdimensionierte Reisemotorrad kombiniert den Komfort einer Langstreckenmaschine mit der Leistung eines Superbikes. Auf der Autobahn fühlt sie sich so stabil an, als würde sie auf Schienen fahren, selbst bei Geschwindigkeiten, die das Tempolimit in den Schatten stellen. Doch das wahre Wunder ist die Bremsanlage, die eine Verzögerungsperformance bietet, die man sonst nur von reinrassigen Rennmaschinen kennt. Wenn man sich klein macht und den Gasgriff aufreisst, wird die M 1000 XR zu einem brüllenden Biest, das einen mit einem breiten Grinsen zurücklässt.


  • Leistungsstarker Motor
  • beeindruckende Leistung
  • komfortable Sitzposition
  • effektiver Windschutz
  • stabile Geometrie
  • gut abgestimmtes Chassist
  • scharfe Bremsanlage
  • hohe Bremsstabilität
  • vielseitig einsetzbar auf Rennstrecke und langen Touren.
  • Aufrechte Sitzposition bietet weniger Feedback
  • hoher Lenker und weit hinten liegender Schwerpunkt erschweren präzises Handling im Vergleich mit Supersportler und Nakedbike

Bericht vom 01.06.2024 | 16'387 Aufrufe

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