KTM 390 Duke Test - Kleiner Preis, grosse Ausstattung

Wie gut fährt der kompakte Einzylinder?

Unsere Testpiloten haben im Juni 2024 die KTM 390 Duke in der buckligen Welt getestet. Zehn verschiedene Meinungen wurden eingeholt, um die beeindruckende Ausstattung und den günstigen Preis dieses Nakedbikes zu bewerten. Erfahre mehr über die Testergebnisse und Eindrücke.

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Die KTM 390 Duke ist mit einem Einzylindermotor ausgestattet, der 45 PS bei 8500 U/min und 39 Nm Drehmoment bei 7000 U/min leistet. Das klingt auf dem Papier recht anständig, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Martin Bauer, einer unserer erfahrenen Testfahrer, stellt fest, dass der Einzylinder in diesem kleinen Hubraum wenig beeindruckend ist. Das nutzbare Drehzahlband ist auf etwa 2000 Umdrehungen oberhalb des mittleren Drehzahlfensters begrenzt, und selbst dann geht es typischerweise einzylindrig oben heraus nicht wirklich weiter. Die Leistungsabgabe ist inkonsistent, was auf eine unzureichende Motorabstimmung hinweist. Auch Zonko bestätigt, dass das begrenzte Drehzahlband und die harte Leistungsabgabe beim Hochschalten den Fahrspass mindern. Trotz dieser Einschränkungen bietet der Motor eine gewisse Agilität und Sportlichkeit, die für junge, abenteuerlustige Fahrer durchaus ansprechend sein könnte.

Fahrendes Motorrad

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Leider ohne Druck bei tiefen Drehzahlen: Der KTM Duke Einzylinder
Leider ohne Druck bei tiefen Drehzahlen: Der KTM Duke Einzylinder

Die 1000PS Crew beim Nakedbike Test 2024

1000PS Nakedbike Test im Frühjahr 2024 - Insgesamt waren 20 Teammitglieder im Einsatz - vor und hinter den Kulissen
1000PS Nakedbike Test im Frühjahr 2024 - Insgesamt waren 20 Teammitglieder im Einsatz - vor und hinter den Kulissen

1000PS Nakedbike Test 2024 - Die Punktewertung

Beim Test fuhren wir insgesamt 10 Motorräder im direkten Vergleich. Wobei die Motorräder in unterschiedlichen Hubraumklassen unterwegs waren. Trotzdem bewerteten wir die Motorräder mit demselben Bewertungsschema. Die Kategorien im Testprotokoll umfassen Aspekte wie Motor-Komfort und Dosierung, Drehfreudigkeit des Motors, Durchzug, Motorleistung, Getriebe, Quickshifter, Kupplung, Regelung der Traktionskontrolle, Einstellmöglichkeiten der Traktionskontrolle, Qualität der Schalter und Logik der Bedienelemente. Zudem wurden Aspekte wie Stabilität, Handling, Präzision, Fahrwerk-Qualität und Einstellbereich, Bremse Dosierbarkeit und Wirkung bewertet. Jeder Testpilot hat seine individuelle Bewertung abgegeben, die dann zu einem Durchschnittswert für jede Kategorie und schliesslich zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt wurde. Das beste Motorrad in jeder Kategorie wurde mit 1 bewertet, das schlechteste Motorrad in der Kategorie mit 10. Für unsere Leser sind diese Tabellen nun aus 2 Gründen interessant. Einerseits können sie sehen in welchen Bereichen einzelne Motorräder überdurchschnittlich sind und in welchen Bereichen auch unterdurchschnittlich sind - immer jedoch vor dem Hintergrund, dass die Preis- und Hubraumklassen sehr unterschiedlich sind. Auf der anderen Seite kann man sämtliche Berichte und Ergebnisse hier durchklicken und so seine Favoriten direkt miteinander vergleichen - unabhängig von Preis- und Hubraumklasse.

Durchschnittliche Bewertung der 1000PS Testcrew der KTM 390 Duke

KriteriumDurchschnittliche Bewertung
Logik Bedienlemente3,38
Handling4,00
Qualität Schalter4,45
Fahrwerk Einstellbereich4,56
Einstellmöglichkeiten Traktionskontrolle4,83
Regelung Traktionskontrolle4,88
Wirkung Bremse5,18
Quickshifter5,45
Präzision6,27
Fahrwerk Qualität6,30
Bremse Dosierbarkeit6,30
Kupplung6,80
Ergonomie7,18
Motorleistung8,18
Drehfreudigkeit Motor8,64
Sitzbank8,64
Motor Durchzug8,91
Stabilität8,91
Motor Komfort und Dosierung9,09
Getriebe9,09
Dieses Motorrad finde ich leiwand!8,18
Durchschnittliche Platzierung6,63

Je tiefer die Zahl, desto besser das Ergebnis!

Getriebe und Kupplung bei der KTM 390 Duke: Test und Bewertung

Das Getriebe der KTM 390 Duke ist mit einem Quickshifter ausgestattet, der theoretisch nahtlose Gangwechsel ermöglichen soll. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass das Hochschalten oft von harten Schlägen begleitet wird, was sowohl Zonko als auch Marek als störend empfinden. Während der Blipper beim Herunterschalten gut funktioniert und sanft in die Kurven einrollt, enttäuscht der Quickshifter beim Hochschalten. Marek ergänzt, dass die Getriebeabstufung nicht optimal für den Stadtverkehr ist, da der Motor in höheren Gängen bei niedrigen Drehzahlen zu schlaff wird. Dies macht die Nutzung des vollen Drehzahlbands schwieriger und erfordert häufigeres Schalten, was den Fahrkomfort beeinträchtigt.

KTM 390 Duke 2024 - Kein Motorrad in dieser Klasse ist vergleichbar - die Duke ist einzigartig!
KTM 390 Duke 2024 - Kein Motorrad in dieser Klasse ist vergleichbar - die Duke ist einzigartig!

KTM 390 Duke - Führende Assistenzsysteme in der 400ccm Liga

Die KTM 390 Duke punktet mit einer Vielzahl an elektronischen Assistenzsystemen, die für ein Motorrad dieser Klasse beeindruckend sind. Dazu gehören Kurven-ABS, schräglagenabhängige Traktionskontrolle und verschiedene Fahrmodi wie Strasse, Regen und Sport. NastyNils lobt die Fahrhilfen, die es ihm unmöglich machten, das Motorrad aus der Ruhe zu bringen, selbst bei extremen Manövern auf nasser Fahrbahn. Diese Assistenzsysteme tragen erheblich zur Sicherheit und zum Vertrauen des Fahrers bei und machen die KTM 390 Duke zu einem stabilen Begleiter im alltäglichen Stadtverkehr sowie bei sportlichen Ausfahrten. Auf der anderen Seite kann man diese Fahrhilfen auch vielfältig einstellen, um mit dem Motorrad auch sofort kleine Stunts absolvieren zu können.

Radikale Sitzposition an der KTM 390 Duke

Die Ergonomie der KTM 390 Duke polarisiert. Die Sitzposition wird von vielen Fahrern als ungewohnt und unbequem beschrieben. Zonko empfindet die frontlastige Haltung als störend und wenig geeignet für seinen Fahrstil. Marek betont, dass grössere Fahrer den Kopf nach unten neigen müssen, um das Dashboard zu sehen, was auf längeren Strecken unangenehm werden kann. Das Motorrad fühlt sich kompakt und leicht an, was für jüngere und kleinere Fahrer von Vorteil sein könnte. Stuntpilot Kurt Rubik hingegen sieht in der Sitzposition einen Vorteil für Stunts und beschreibt die Duke 390 als ideales Motorrad für Wheelies und andere Kunststücke.

Fahrwerk und Handling der KTM 390 Duke 2024 beim Nakedbike Test 2024

Das Fahrwerk der KTM 390 Duke ist einstellbar und bietet sowohl vorne als auch hinten Anpassungsmöglichkeiten. Martin Bauer lobt die Stabilität und die gute Rückmeldung des Fahrwerks, obwohl es auf der strafferen Seite abgestimmt ist und Schläge stärker durchkommen. NastyNils schätzt das agile und verspielte Handling, das insbesondere im Stadtverkehr und auf kurvigen Strecken zur Geltung kommt. Marek beschreibt das Handling als sehr einfach, was es ihm ermöglicht, das Motorrad mühelos in die Kurven zu werfen. Die WP-Federung trägt zur Sportlichkeit und Agilität der Duke bei, obwohl sie für grössere Fahrer möglicherweise etwas beengend wirkt. Insgesamt ist die 390 Duke ein sehr verspieltes Funbike. Sie spricht Fahrer an die gerne Spass im Sattel haben. Das geht etwas zu Lasten von Komfort aber das könnte Einsteiger auch durchaus etwas nervös machen. Fakt ist: Das Design der Duke passt punktgenau zum Fahrverhalten der Maschine!

Bremsen KTM 390 Duke 2024

Die Bremsen der KTM 390 Duke werden von den Testfahrern unterschiedlich bewertet. Während NastyNils die Bremsleistung als stark und zuverlässig beschreibt, merkt Marek an, dass die Qualität der Bremszangen nicht optimal ist. Die ABS-Abstimmung und die allgemeine Bremsperformance sind jedoch positiv hervorzuheben, da sie ein hohes Mass an Sicherheit bieten. Zonko berichtet von einer guten Kontrolle und Stabilität selbst bei extremen Bremsmanövern, was die Duke zu einem verlässlichen Partner in punkto Bremsen macht.

Die KTM 390 Duke beim grossen 1000PS Nakedbike Test 2024

Die KTM 390 Duke ist ein Motorrad, das polarisieren kann. Ihre Stärken liegen in der umfangreichen Elektronikausstattung, dem agilen Handling und der Fähigkeit, als Fun-Bike für junge Fahrer zu dienen. Die straffe Sitzposition und die inkonsistente Motorabstimmung könnten jedoch für erfahrene Fahrer störend sein. Dennoch bietet die KTM 390 Duke viel Fahrspass, besonders im urbanen Umfeld und bei sportlichen Ausfahrten. Ihre spielerische Natur und die gute Ausstattung machen sie zu einem interessanten Kandidaten im Segment der Nakedbikes 2024. Wer ein leichtes, agiles und technologisch fortschrittliches Motorrad sucht, das sich für Stunts und kurze Ausfahrten eignet, wird mit der KTM 390 Duke sicherlich seine Freude haben. Insgesamt galt bei der Duke eine klare Regel: Je jünger die Piloten und umso grösser die Sehnsucht nach Wheelies war umso beliebter war die 390 Duke. Piloten mit mehr Erfahrung empfanden die Husqvarna Vitpilen 401 als bessere Alternative!

Seit 2024 im 1000PS Team mit dabei: Amelie!
Seit 2024 im 1000PS Team mit dabei: Amelie!

Die Helme beim 1000PS Nakedbike Test

Für einen kühlen Kopf sorgte bei diesem Test der HJC RPHA 71 Carbon. Der Helm hat die 1000PS Crew durch seine angenehm neutrale Aerodynamik, die auch auf längeren Strecken für ermüdungsfreies Fahren sorgt, begeistert. Positiv hervorzuheben ist zudem die effektive Belüftungsleistung und der zuverlässige Wärmeabtransport an heissen Tagen. Das Carbon-Modell sieht nicht nur super edel aus, es ist auch merklich leichter als die Basis-Version des RPHA 71. Die Visiermechanik mit zusätzlich Sonnenblende funktioniert einwandfrei. Der Sitz ist komfortabel, die Passform deckt in der 1000PS Redaktion ein breites Spektrum ab - alle unsere Redakteure haben sich wohl gefühlt! Wir sprechen unsere Empfehlung aus.

Link: https://hjchelmets.eu/products/rpha-71-carbon-solid

Unsere Motorradbekleidung beim Nakedbike Test 2024

Für diesen Test wurden wir von unserem Bekleidungspartner IXS mit Produkten aus der aktuellen Sport Kollektion ausgestattet. Auf die Schweizer Marke vertraut unser 1000PS Redaktionsteam seit mittlerweile mehr als 10 Jahren. Neben der Verarbeitungsqualität gefällt uns bei IXS die Tatsache, dass stets mit hochwertigen Materialien und hervorragender Passform gearbeitet wird. Auch Redakteure, welche durch ihren Körperbau nicht in der Norm liegen, finden durch die Verfügbarkeit von Lang- und Kurz-Grössen stets ein gut sitzendes Outfit. Mit fortschrittlichen Features, wie Airbag-Systemen und elektronisch gesteuerte Membranen wird versucht ein Höchstmass an Sicherheit und Komfort zu bieten. Mögen wir sehr!

Link: https://ixs.com/moto-sports-2024

Nakedbike Test 2024 in der buckeligen Welt

Motorradfahren in der Buckligen Welt bietet ein aussergewöhnlich reizvolles Erlebnis, das durch die malerische Landschaft dieser Region Niederösterreichs unterstrichen wird. Geprägt von sanften Hügeln, weitläufigen Wiesen und idyllischen kleinen Dörfern, stellt die Bucklige Welt das perfekte Terrain für Motorradenthusiasten dar, die sowohl die Schönheit der Natur geniessen als auch das kurvenreiche Fahrvergnügen suchen. Die abwechslungsreichen Strecken führen durch waldreiche Gebiete und vorbei an historischen Sehenswürdigkeiten, was jede Tour zu einer Zeitreise durch die Kultur und Geschichte des Landes macht. Besonders reizvoll ist das Fahren in den Frühjahrs- und Herbstmonaten, wenn die Landschaft in ein spektakuläres Farbenspiel getaucht ist, das die Sinne belebt und unvergessliche Eindrücke hinterlässt. Dies macht die Bucklige Welt zu einem Geheimtipp für Biker, die das Authentische und Ursprüngliche suchen.

KTM 390 Duke beim 1000PS Nakedbike Test in der buckeligen Welt
KTM 390 Duke beim 1000PS Nakedbike Test in der buckeligen Welt

Fazit: KTM 390 Duke 2024

Die KTM 390 Duke ist ein Motorrad, das polarisieren kann. Ihre Stärken liegen in der umfangreichen Elektronikausstattung, dem agilen Handling und der Fähigkeit, als Fun-Bike für junge Fahrer zu dienen. Die straffe Sitzposition und die inkonsistente Motorabstimmung könnten jedoch für erfahrene Fahrer störend sein. Dennoch bietet die KTM 390 Duke viel Fahrspass, besonders im urbanen Umfeld und bei sportlichen Ausfahrten.


  • Elektronikausstattung ist Klassenspitze
  • Verarbeitungs- und Materialqualität dem Preis angemessen
  • Quickshifter (gegen Aufpreis)
  • Agiles und spielerisches Handling
  • Gut einstellbares Fahrwerk
  • Hervorragende Fahrhilfen und Sicherheitsfeatures
  • Leicht und kompakt
  • Perfekt für Stunts und urbane Fahrten
  • Weniger Präzision bei hoher Geschwindigkeit
  • Begrenztes Drehzahlband
  • Rauher Einzylindermotor
  • Inkonstante Motorabstimmung
  • Gewöhnungsbedürftige Sitzposition
  • Harte Schaltvorgänge beim Hochschalten
  • Starke Vibrationen in manchen Bereichen, harte Sitzbank

Bericht vom 20.06.2024 | 9'766 Aufrufe

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