Supermoto-Training bei Fahrschule Mannhard

Supermoto-Training bei Fahrschule Mannhard

Back to the roots. Grundlagentraining in der Halle.

Supermoto-Trainings in der Halle sind der perfekte Weg, die Kältestarre über den Winter zu überbrücken. 1000PS prüfte die Profis der Fahrschule Mannhard und deren Fahrtechnikkurse.

Die Hochzeit des Supermoto ist lange her und die Hoffnung auf einen wirklich leistbaren Volksmotorsports seit 10 Jahren begraben. In meinem Fall war es nichts Anderes als Unerfahrenheit und ein daraus resultierendes, kaum einschätzbares Risiko mir eine ernste Verletzung zuzuziehen, das mich aus dem Ring steigen liess. Auf der Rundstrecke fühle ich mich trotz deutlich höherer Geschwindigkeiten wesentlich wohler, doch als Training nutze ich immer noch gerne einen Tag in der Halle mit strassenbereiften Motocrossern.

Körper steif, Blick starr, Fahrzeug stumpf

Die Fahrschule Mannhard aus Zürich lud uns zu einem zweitägigen, kompakter gestalteten Fahrtechnikkurs ein, der sich aus einem Supermoto-Kurs, einem Schräglagen- und einem Wheelietraining zusammensetzte. Begonnen wurde – leider 100 km von Zürich entfernt – mit einem halben Tag in einer Karthalle in Bonaduz, gefahren wurde mit 250er Zweitaktern.

Der sehr eng gezogene Kurs verlangte eine sehr lockere wie exakte Führung und eine saubere Linie. Die meisten wenden dafür viel zu viel Kraft auf und zerren am Lenker, als würden sie ihn ausreissen wollen. Dafür bleibt der Körper steif, der Blick starr und das Fahrzeug stumpf. Man fährt eng, wo man weit gehen müsste und umgekehrt. Anfänger wie Fortgeschrittene profitieren hier gleichermassen vom Grundlagentraining, das dem „Freien Fahren“ vorangeht, wo der Kurs in einem Gang praktisch nur durchgerollt wird und verschiedene Übungen durchgeführt werden. Körperhaltung, Sitzposition, Lenkerführung, Blicktechnik, Einsatz der Beine, Bedienung der Hebel*.

"Sinnesentzug" zwingt zum Umdenken

Ganz schön viel zu tun auf so einem kleinen Motorrad, aber weniger als man denkt, vorausgesetzt, man tut das Richtige. Die Übung, bei der nur einhändig gefahren wird und später noch zusätzlich die Füsse in der Kurve von den Rasten genommen werden, wirkt wie ein Sinnesentzug, der es notwendig macht, sich anzupassen und andere Möglichkeiten zu finden, um die Ecke zu kommen. Plötzlich wird der Körper mobiler, beginnt sich die Hüfte zu lockern und der Oberkörper zu entspannen. Das Motorrad wird mit geringem Kraftaufwand gefühlvoll geführt, bis man fast den Eindruck hat, auf einem Pferd zu reiten.

Nicht schnell, aber schwierig

Es wird nicht besonders schnell – angesichts fehlender Sturzräume in einer Halle eher positiv zu bewerten –, was dem Spass und vor allem dem Lerneffekt keinen Abbruch tut. Man merkt bereits nach ein paar Runden, wie sich die Fahrzeugbeherrschung verändert und wie man mit kleinen Adjustierungen viel erreichen kann. Der Mensch ist nicht nur ein Gewohnheitstier, sondern tendiert auch zur Faulheit, was ich täglich lautstark und ohne gefragt zu werden kritisiere. Hier habe ich gemerkt, wie faul ich beim Motorradfahren geworden bin. Da man nicht mit sehr niedrigen 125ern fährt, ist man näher dran am „echten“ Motorradfahren auf der Strasse und kann die oben genannten Elemente(*) direkt dorthin übertragen.

Jeder profitiert - garantiert!

Ein Supermoto-Training in der Halle ist vor allem zu empfehlen, um den Winter zu überbrücken und über die kalten Monate nicht einzurosten. Dann fällt der Neustart im Frühjahr umso leichter. Die Halle in Bonaduz ist ebenso gut belüftet wie beheizt und bietet eine gepflegte Infrastruktur in wunderschöner Umgebung. Die Fahrschule Mannhard bietet 2018 wieder ein riesiges Angebot an Fahrtechnikkursen für jedermann und –frau, vom Anfänger bis zum Profi. Es wird niemanden geben, der von so einem Training nicht profitieren kann.

Bericht vom 25.08.2017 | 8'023 Aufrufe

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