RED BULL SIX DAYS 2012

Tag 4 bis 6
 

RED BULL SIX DAYS GERMANY 2012, Tag 4-6


Tag 4, Donnerstag
Bis in den Morgen hinein ist das Plätschern des Regens ein ständiger Begleiter.
Mit Beginn der vierten Etappe lichten sich die Wolken und vieles kommt anders.

Wetterglück trotz Regen bis am Morgen – Team Austria weiter auf Platz 12

Mit Sorge blickten die Teilnehmer am Morgen zum Himmel, verdunkelten doch schwere Regenwolken den Sonnenaufgang und liessen nichts Gutes erwarten für Tag 4 der Red Bull Six Days. Auf dem Programm stand die selbe Etappe wie am Vortag im Gelände rund um Zschopau. Die 330km lange Runde zehrte gestern bereits an den Kräften und mit dem nächtlichen Regen war eine Steigerung der Schwierigkeitsstufe zu erwarten. Die Rennverantwortlichen zogen ebenfalls ihre Konsequenzen und strichen aus Sicherheitsgründen die erste Sonderprüfung in Erlbach für den ersten Umlauf aus dem Programm. Durch die Streichung ging es schnurstracks Richtung Zschopau, wo der Weberhang als erstes Fragezeichen in punkto Schwierigkeitsgrad knapp vor der Sonderprüfung Venusberg wartete.
 

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Sonderprüfungen mit versteckten Teufeleien
In der Zwischenzeit änderte sich aber schlagartig das Wetter. Der aufkommende Wind vertrieb die Regenwolken und brachte schon bald die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen kletterten wie bereits in den letzten Tagen schnell nach oben, was in kürzester Zeit für trockenere Verhältnisse sorgte. Weberhang, Teufelsberg und die berüchtigten Schlammfelder von Börnichen damit wieder schwer entschärft und stellten für den Grossteil des Fahrerfeldes kein echtes Problem dar. Unerwartete Probleme gab es hingegen auf dem Wiesenteil der Sonderprüfung Venusberg. Das erste Drittel des Fahrerfeldes nahm hier fast geschlossen eine Bodenprobe, da die rutschigen Verhältnisse im dreigeteilten Test fast Jedermann am falschen Fuss erwischte. Mit dabei auch Rudi Pöschl/Husaberg, als erster Starter des Teams, wurde ebenfalls Opfer der „Schmierseife“ am Venusberg und war im Ziel sichtlich verärgert über seine Missgeschicke.
...ich will dir fressen!  

Am Tagesende aber trotzdem wieder der schnellste Mann innerhalb der rotweissroten Truppe. Die Ergebnisliste konnte den langen Tiroler am Abend wieder ...ich will dir fressen! etwas besänftigen, aber mit seinen 40 Jahren hat der Mann immer noch einen Ehrgeiz zum Bäume ausreissen – einmal Racer, immer Racer...

Jede Menge Racingblut fliesst auch in den Adern der restlichen Teammitglieder, die sich jeden Tag aufs Neue in die Etappen stürzen. Lars Enöckl/KTM reitet auf seiner KTM wie schon in den vorangegangenen Tagen ein souveränes Rennen und hält sich weiterhin knapp hinter Rudi Pöschl in der Overall-Wertung. Matthias Wibmer/KTM kämpft hingegen mehr mit seinem schmerzenden Arm, der langsam aber sicher ein Problem darstellt und sich in eine heftige Sehnenscheidenentzündung ausgeweitet hat. Bestens behandelt und bandagiert durch den teaminternen Physiotherapeuten, beisst sich der Osttiroler aber durch den Tag und liefert trotz allem beachtliche Zeiten ab.
 

Familie Tischart im Glück.

Nico Stocker bereits nicht mehr zu halten..


Relativ spurlos prallen die Widernisse scheinbar an Teamkapitän Bernhard Walzer/KTM ab, der von morgens bis abends stets gutgelaunt durch die Runde blickt. „Ein Schmäh geht immer“, ist daher auch der Spruch des steirischen KTM Händlers aus Neumarkt. Spricht es und verschwindet augenzwinkernd von der M. Wibmer zeigt Leidensfähigkeit Servicezone in den Parc Fermé.
 
Grund für gute Laune haben auch Daniel Stocker/KTM und Markus Tischart/KTM, die jeden Tag von ihren Frauen mitsamt dem 8 und 18 Monate alten Söhnen im Zielbereich empfangen werden. Dies lässt die überstandenen Strapazen schnell vergessen und bringt jede Menge Energie für den nächsten Tag.

Frankreich kann sich nur noch selber schlagen....

Die insgesamt 60 Sonderprüfungskilometer sorgen auch heute für Prüfungszeiten von mehr als einer Stunde, wobei Team France zum vierten Mal in Folge das Mass aller Dinge ist. Die Franzosen legen noch ein Schäuferl nach und können ihre Führung auf 32min. ausbauen. Dahinter wird es für Team Australia immer schwieriger, da Tony Price bereits seit dem ersten Tag mit defekter Vorderradfelge unterwegs ist. Heute sieht der Ex-Motocrosser des öfteren die Wurzeln von unten und knackt sich dabei eine Rippe an. Beim abendlichen Reifenwechsel war sein Unmut deutlich zu hören.

M. Wibmer zeigt Leidensfähigkeit


Update Team USA – Finnland – Italien - Spanien

Deep Brown Earth im wahrsten Sinne auch für US-Boy Mike Brown, der sein Teamshirt mit der Erde von Börnichen färbte. Team USA hatte einen einen unrunden Tag und fiel hinter Team Schweden auf Platz 7 zurück. Bei der abendlichen Pressekonferenz konnte man den anwesenden Caselli, Thuvall, Brown und Abbott nur zögerlich ein Kommentar entlocken und von den Gesichtern war die Enttäuschung deutlich abzulesen. Team Finnland findet nach dem Ausfall von Teamkapitän Juha Salminen wieder zu alter Stärke und verdrängt die Spanier vom 4. Platz, die mit Cristobal Guerrero ebenfalls schon einen Mann weniger im Team haben. Nun liegt Team Italy im Fokus der blauweissen Suomis, denn zumindest ein Podestplatz ist das erklärte Ziel der Titelträger aus dem Vorjahr.
 

#207 Florian Salbrechter

Toby Price beisst sich durch...

Team Italy weiter am Podest...

Die Italiener von der Papierform her eigentlich schwächer eingestuft, trumpfen nach schwachem Start am ersten Tag nun gross auf. Dabei wird die Leistung der Azzurris überschattet vom gestrigen Ausfall Oscar Ballettis und nach der Zieleinfahrt stand ein grosses Fragezeichen hinter Maurizio Micheluz, der in der SP Börnichen heftigen Baumkontakt hatte, die Fahrt aber dennoch fortsetzte.

Auf gutem Wind und ruhigem Wasser segelt weiterhin das rotweissrote Trophy Team, das noch alle Mann im Rennen hat und weiterhin auf Platz 12 ankert. Nicht selbstverständlich nach den vielen Ereignissen des Tages und so lautet die Devise für die letzte lange Etappe am fünften Tag Ruhe bewahren und wiederum alle Mann ins Ziel bringen.

Junior Trophy Team Austria rückt vor auf Platz 11

Die jungen Wilden reissen sich auch am Tag 4 am Riemen und fahren einen überlegte Etappe nach Hause. Vor allem Florian Salbrechter/Husaberg und Walter Feichtinger/KTM entwickeln sich mit ihren Sonderprüfungszeiten immer mehr zu den Leistungsträgern des Junior Teams. Auf Felix Wegleiter/KTM und Michael Feichtinger/KTM ist ebenfalls Verlass und so kann die Mannschaft den Angriff von Team Chile abwehren. Der Abstand ist gering und so heisst es auf der letzten langen Etappe mit 300km noch einmal eine konstante Fahrt hinzulegen. Coolness, Fitness und Fahrkönnen ist ausreichend vorhanden und so sollte das Ding nach Hause gebracht werden. Für den letzten Tag wartet auf die Teams dann noch das Abschlussrennen direkt auf dem Sachsenring und wie immer kann bis zur letzten Kurve alles passieren und nichts ist fix....
 

Team Austria immer am Drücker...

Tag 5, Samstag

Am vorletzten Tag gilt es nochmals 300km abzusitzen und alle Teams haben ihren Focus auf Sicherheit gestellt. In den  Positionierungen keine weiteren Veränderungen mehr.

Der letzte lange Ritt...

Ein fünftes und letztes Mal geht es auf eine lange Etappe und diese führt in die Gegend um Culitzsch/Marienau mit nochmaligen 300 Gesamtkilometern und 8 Sonderprüfungen. Die Streckenführung beinhaltet etliche Asphaltabschnitte, was auch den Schwierigkeitsgrad gegenüber den letzten beiden Tagen herabsetzt. Hart wird es allemal, sitzen den Teilnehmern doch schon mehr als 1000 Kilometern in den Knochen und jeder weitere Tag geht tiefer an die Substanz. Volle Konzentration ist die Devise und nur keinen Ausfall in letzter Minute riskieren.

Team France mit internem Duell um den Overall-Titel...
Ganz so easy werden es Antoine Meo/KTM und Christophe Nambotin/KTM nicht angehen. Nambotin knöpfte am Tag 4 Teampartner Meo die Führung in der Overallwertung ab und wird sicher alles versuchen, weiter in Front zu bleiben. Meo seinerseits hat den begehrten Titel des schnellsten Fahrers Gesamt sicher auch noch nicht abgeschrieben und wird bis zum Schluss voll angreifen. Die Franzosen führen nach Tag 5 sämtliche Wertungen an – von World Trophy, Junior Trophy, Women Trophy über sämtliche Einzelklassen mit Meo/E1, Aubert/E2 und Nambotin/E3 an der Spitze.

Totale Dominanz der Grande Nation...

Dahinter liegen weiterhin die Australier vor Italien, die ihren Platz gegen die Finnen absichern können und einen Vorsprung von rund 8 Minuten aufgebaut haben. Dahinter werden die Abstände knapper und Finnland, Spanien, USA und Schweden liegen alle innerhalb von 4 Minuten. Bei diesen vier Teams geht es auch beim Abschlussrennen direkt am Sachsenring nochmal um die Wurst.
 
Trophy Team Austria übersteht auch Tag 5 mit allen sechs Mann...
Auf Platz 12 festgesetzt hat sich auch das rotweissrote Team, das die aufrückenden Polen heute in die Schranken wies und am Tagesende mit einem Vorsprung von über 50 Minuten ins Ziel einfährt. „Alle Mann im Ziel“, als Spruch der Woche - auch den 5. Tag beendet Team Austria vollzählig und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Rudi Pöschl/Husaberg dabei wieder der Mann mit den schnellsten Zeiten innerhalb des Teams, gefolgt von Lars Enöckl/KTM auf Platz 2 der internen Teamwertung. Die Beiden befinden sich noch auf Goldmedaillenkurs, was bedeutet, dass ihre Zeiten maximal 10 Prozent hinter dem jeweiligen Klassenschnellsten liegen dürfen. Das heisst im konkreten Rudi Pöschl/E3 hat Nambotin als Richtmarke und Lars Enöckl fixiert Johnny Aubert in der E2. Am Abend wurde dann die Streckenführung für das Abschlussrennen ganz genau inspiziert, um für den letzten Tag fit zu sein und wenn möglich, die Goldmedaille mit nach Hause zu bringen.

Lars hat Johnny genau im Auge...

Junior Trophy Team Austria


Junior Trophy Team Austria hält sich fabelhaft....

Das rotweissrote Junior Team sitzt auch die heutigen 300km auf einer A...schbacke ab und festigt ebenfalls ihren 11. Platz, gegen die Chilenen, denen sie eine weitere Minute abnehmen können. Florian Salbrechter scheint seine angeknackste Rippe bereits ausgeheilt zu haben, liefert der Kärtner doch die schnellsten Teamzeiten des Tages. Daneben liefern auch die restlichen Jungs konstante Zeiten und das Juniorteam damit ebenfalls mit geschlossener Mannschaftsleistung ohne einen einzigen Ausreisser über alle bisherigen 5 Tage unterwegs.

Blick hinter die Kulisse...

Jeder Tag endet mit der Einfahrt in die Servicezone mit fixen 15 Minuten Arbeitszeit für die anfallenden Arbeiten an den Renngeräten, bevor diese wieder im Parc Fermé abgestellt werden müssen. An dieser Stelle einmal ein Lob an die Mitarbeiter von KTM, die täglich top vorbereitet von der Früh bis am Abend mit kundiger Hand den Fahrern zur Seite stehen und sämtliches Material stets griffbereit haben. Daneben gibt es noch die KTM-Truppe von Six Days Legende Harald Sturm, die die Betreuung an den Zeitkontrollen inne hat und auch hier grossartiges leistet. Die ISDE sind auch in logistischer Hinsicht eine gewaltige Herausforderung und ohne jede Menge Helfer lassen sich die Six Days wahrscheinlich nur schwer überstehen....
 

Tag 6, Letzter Tag

Der Kuchen ist gegessen, sechs lange harte Tage sind vorüber. Mit dem Abschlussrennen direkt am Sachsenring sind die Ergebnisse in Stein gemeisselt. Platz 12 für Team Austria und Pöschl & Enöckl holen jeweils eine Goldmedaille.

Pöschl und Enöckl holen Gold – Salbrechter mit Laufsieg zum Schluss – Team Austria auf Platz 12 Ein letztes Mal zogen die rotweissroten Mannen den Helm über und stellten sich an den Start der Red Bull Six Days in Deutschland. Am Programm stand das Abschlussrennen direkt am Sachsenring als letztes Highlight von sechs ereignisreichen Tagen. Tausende Zuschauer säumten die Strecke und bildeten eine gigantische Kulisse für die Fahrer aus aller Welt. Mittendrin die Mitglieder von Team Austria, die sichtlich ihren Spass am letzten Rennen hatten. Vor allem nach dem Laufsieg von Florian Salbrechter knapp vor Markus Tischart war die Stimmung am Siedepunkt. Für weitere Hochstimmung sorgten weiters Rudi Pöschl und Lars Enöckl. Beide bleiben in ihren Klassen unter der 10prozentigen Zeitmarke des Klassenschnellsten und holen sich eine der begehrten Goldmedaillen. In der Endabrechnung belegt das Trophy Team Platz 12 vor der Mannschaft aus Polen und kann durchaus zufrieden sein. Genügend Gründe zum Feiern also und auch in dieser Beziehung liessen die Burschen nichts anbrennen.

Junior Trophy Team auf Platz 11

Zur abendlichen Feier gesellte sich natürlich auch die Junior Trophy Mannschaft, die in der Endabrechnung die Chilenen weiterhin in Schach hielten und hinter den Deutschen Platz 11 belegten. Das hätte so den Nachwuchsfahrern keiner zugetraut und umso beachtlicher die Leistungen von Michael und Walter Feichtinger, Florian Salbrechter sowie Felix Wegleiter. Für die Zukunft lässt dies einiges erwarten und hoffentlich gibt es eine Fortsetzung bei der nächsten ISDE2013 in Sardinien – ganz nach dem Werbemotto der Italiener: See you there Sardegna 2013.
 

Was sonst noch geschah am Final Day:

Im Vorfeld wirbelte dieses Rennen einigen Staub auf, wurde in letzter Zeit bei den Six Days doch immer ein klassisches MX-Rennen als Abschlussveranstaltung durchgeführt. Um unnötige Transportwege mit der damit verbundenen Logistik zu verhindern, entschied man sich für ein Rennen direkt am Sachsenring mit 40 Prozent Asphaltanteil und dem Rest Offroadgelände. Keiner wusste bis zuletzt, wie das genau ausschauen sollte und was man zu erwarten hatte. Unterm Strich kann man nun sagen, es war die richtige Entscheidung. Der ungewohnte Untergrund sorgte aber auch für jede Menge Ausrutscher und speziell beim Start gab es immer wieder einige Massencrashes, wie beispielsweise in der E1 mit Antoine Meo mittendrin. Der Franzose hatte noch Chancen auf den Overalltitel, den er sich damit abschminken konnte. Overall Konkurrent und Teampartner Christophe Nambotin liess auch beim Sliden nichts anbrennen und holte sich überlegen das Rennen der E3. Damit neben dem E3-Titel auch die Overall-Wertung als schnellster Mann aller sechs Tage an den KTM-Factory Rider.

Am Supermoto-Charakter fanden auch die US-Boys gefallen. Mike Brown gewann das Rennen der E1 und Caselli, Bobbitt und Co. drifteten ebenfalls in schwerster Schräglage um den Kurs. Am Ende holten die Amis das Maximum heraus und machten noch 3 Plätze gut, was in der Endabrechnung den Sprung von Platz 7 auf Platz 4 bedeutete und damit ein versöhnliches Ende für Team USA.

Frankreich on Top in allen Sparten

Am obersten Podest das überragende Team France, das bereits am ersten Tag die Führung übernahm und bis zum Schluss auch nicht mehr abgab. Das Dreamteam mit den Weltmeistern Antoine Meo(E1), Christophe Nambotin (E3), ExWeltmeister Johnny Aubert, Rodrig Thain, Sebastien Guillaume und Pierre Alexandre Renet pulverisierte täglich die Sonderprüfungszeiten und holt sich von der World Trophy, Junior Trophy, Women Trophy über sämtliche Einzeltitel in der E1/E2/E3 auch noch die Overallwertung und damit wirklich alle!! zu vergebenden Titel dieser ISDE2012.

Podest mit Australien und Italien komplett

Dahinter das überraschend stark auftretende Team Australia, das mit spektakulärer Fahrweise zu den Publikumslieblingen zählte. Team Italia blickt mit dem letzten Stockerlplatz schon auf die nächste ISDE2013, die auf heimischen Boden in Sardinien ausgetragen wird, um dann vielleicht richtig gross zuzuschlagen. Für den Titelverteidiger Team Finland ging auch der letzte Tag nicht zufriedenstellend zu Ende. Nach dem vorzeitigen Aus von Juha Salminen, kam die Mannschaft irgendwie aus dem Tritt und verliert noch am letzten Tag den 4. Platz an Team USA.
 

Team Germany unter Wert geschlagen

Nicht zufrieden sein wird auch der Gastgeber selbst. Team Germany auf Platz 9 wurde sicher unter Wert geschlagen. Die Deutschen hatten gleich am ersten Tag viel Pech durch den techn. Defekt bei Eddy Hübner und der Strafzeit von Christian Weiss. Die verlorene Zeit war einfach nicht mehr aufzuholen, obwohl sich Team Germany jeden Tag steigerte. Speziell Marcus Kehr zeigte sein Potential und schloss in der E3-Wertung auf Platz 5. Die deutschen Fahrer lösten dennoch bei jedem Auftauchen höllische Begeisterungsstürme aus und so wurde das Team auch am letzten Tag frenetisch angefeuert.

Red Bull Six Days Germany 2012 – Fazit:

Die Six Days waren hinsichtlich Starterzahl, Zuschauermengen und Begeisterung sicherlich ein Erfolg auf ganzer Linie. Wie sich am Beispiel Finnland und Deutschland zeigte, kann bei der ISDE alles passieren und die Six Days haben generell seit je her eigene Gesetze. Des weiteren wird echtes Gelände auf den Zwischenetappen immer seltener und der Fokus liegt fast ausschliesslich auf den Sonderprüfungen. Bedenkt man den enormen Aufwand einer ISDE und den immer schwerer werdenden Bedingungen für den Endurosport, ist dies auch nicht verwunderlich. Selbst die traditionellen Enduro Nationen wie Frankreich, Italien, Spanien, usw. kämpfen immer mehr mit den Auflagen und es wird sich weisen in welche Richtung der Sport gehen wird. Daneben gibt es immer weniger Meisterschaften in diesem Modus, speziell Österreich angesprochen, wo die Meisterschaft in dieser Form eigentlich nicht mehr vorhanden ist. Umso beachtlicher das Abschneiden des rotweissroten Trophy Teams und vor allem des Junior Trophy Teams, die die Feuertaufe ISDE mit Bravour bestanden hat. Zur absoluten Spitze ist zwar noch jede Menge Raum zu überbrücken, aber was nicht ist kann ja noch werden.

Lassen wir uns überraschen, vielleicht bereits bei der ISDE2013 Sardinien.....
Interessante Links:

Text: Bernhard Walch
Fotos: David Müller/Michal Schagerl/Bernhard Walch

Bericht vom 02.10.2012 | 5'227 Aufrufe

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